Folkwang

Folkwang Personalia zum Wintersemester 2018|19

Semester startet mit drei neuen ProfessorInnen und rund 340 neuen Studierenden

Heute begrüßte die Folkwang Universität der Künste zum Beginn des Wintersemesters 2018|19 bei einem feierlichen „Willkommen!“ in der Neuen Aula am Campus Essen-Werden rund 340 neue Studierende aus verschiedensten Ländern der Welt. Rektor Prof. Dr. Andreas Jacob stellte zudem zwei neue Professorinnen aus dem Fachbereich 1 | Musik vor, Anne-Cathérine Heinzmann, Querflöte, und Nicola Jürgensen, Klarinette. Der Fachbereich 4 | Gestaltung freut sich zudem über die Gastprofessur von Carolin Schreiber, die zum Thema Demenz forschen wird.

Foto: Heike Kandalowski

Foto: Heike Kandalowski

 

Mit Wirkung zum 1. September 2018 wurde berufen:



Nicola Jürgensen _ Professorin (W3) für Klarinette im Fachbereich 1 | Musik
Folkwang Personalia zum Wintersemester 2018|19
Semester startet mit drei neuen ProfessorInnen und rund 340 neue Studierenden

Heute begrüßte die Folkwang Universität der Künste zum Beginn des Wintersemesters 2018|19 bei einem feierlichen „Willkommen!“ in der Neuen Aula am Campus Essen-Werden rund 340 neue Studierende aus verschiedensten Ländern der Welt. Rektor Prof. Dr. Andreas Jacob stellte zudem zwei neue Professorinnen aus dem Fachbereich 1 | Musik vor, Anne-Cathérine Heinzmann, Querflöte, und Nicola Jürgensen, Klarinette. Der Fachbereich 4 | Gestaltung freut sich zudem über die Gastprofessur von Carolin Schreiber, die zum Thema Demenz forschen wird.

Die Klarinettistin Nicola Jürgensen studierte bei Hans Deinzer und Sabine Meyer und machte bereits früh bei Wettbewerben auf sich aufmerksam. Sie wurde sowohl mit dem Mozartpreis der Wiesbadener Mozartgesellschaft ausgezeichnet als auch mit dem Preis des Deutschen Musikwettbewerbs der Solisten 1999. Der „Förderpreis Deutschlandfunk“ wurde ihr 2002 im Rahmen des Bremer Musikfestes verliehen. Von 2001 bis 2018 war Nicola Jürgensen Soloklarinettistin im WDR Sinfonieorchester Köln und vereinte damit erfolgreich ihre solistische Karriere mit der Tätigkeit als Orchestermusikerin. Als Solistin konzertierte sie mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, dem Beethovenorchester Bonn, dem Rundfunkorchester Berlin, den Hamburger Symphonikern, den Orchestern der Staatstheater Braunschweig, Kassel und Saarbrücken, dem Polnischen Kammerorchester, den Philharmonischen Orchestern Rostock und Freiburg, dem Ensemble Resonanz u. a.
Es folgten Einladungen des Deutschen Symphonieorchesters Berlin, des Münchner Kammerorchesters, des MDR Sinfonieorchesters, des Wiener Kammerorchesters sowie des Kammerorchesters Carl Philipp Emanuel Bach. Dabei arbeitete sie mit Dirigenten wie Stefan Blunier, Roy Goodman, Hartmut Haenchen, Christopher Hogwood, Carlos Kalmar, Fabio Luisi, Charles Olivieri-Munroe, Christoph Poppen, Peter Rundel und Otto Tausk zusammen.

Nicola Jürgensen ist das kammermusikalische Musizieren ein wichtiges Anliegen – sie war zu Gast bei den internationalen Kammermusikfestivals u. a. von Lockenhaus und Risör. Auf Einladung des Artemis Quartetts führte sie das Kammerkonzert für Klarinette und Streichquartett von Karl Amadeus Hartmann auf. Weitere Partner waren u. a. das Minguet Quartett und das Trio Jean Paul. In der Produktion der einaktigen Oper „Michaels Reise“ von Karlheinz Stockhausen unter der Regie von Carlos Padrissa/La Fura dels Baus übernahm sie den Part der Eva und gastierte u. a. bei den Wiener Festwochen, der Biennale Venedig, dem Warschauer Herbst und dem Festival d'Automne Paris.
In der Saison 2011/2012 spielte Nicola Jürgensen mit dem WDR Sinfonieorchester unter Reinhard Goebel die Wiederuraufführung des lange verschollenen Klarinettenkonzertes von Johann Wilhelm Wilms. Im April 2012 erschien beim Label Orfeo International ihre CD „Dans La Nuit“, auf der sie mit ihrem Klavierpartner Matthias Kirschnereit selbst arrangierte französische Kammermusik und Lieder eingespielt hat.

2013 war Nicola Jürgensen als Solistin u. a. beim Konzerthausorchester Berlin zu Gast und führte mit dem WDR Sinfonieorchester die „Night Prayers“ für Klarinette, Tonband und Orchester von Giya Kantcheli auf. Des Weiteren debütierte sie beim Lincoln Center Festival New York, beim Wuhan Festival, China, und beim Auckland Philharmonia Orchestra, Neuseeland. 2014 sowie 2015 reiste Nicola Jürgensen nach Bangkok, wo sie gemeinsam mit ihren thailändischen Partnern sowie dem Goethe Institut das erste German Masters Music Festival organisierte. Nicola Jürgensen gab international bereits zahlreiche weitere Meisterkurse. In 2016 war sie als Holzbläser-Dozentin bei der „Jungen Musiker Stiftung“ Bayreuth sowie mit einem eigenen Meisterkurs bei den „Internationalen Dresdner Meisterkursen Musik“ tätig. Außerdem war sie 2016 und 2017 Dozentin der Mahler Akademie Bozen des Mahler Chamber Orchestra.

In der Saison 2018/2019 ist Nicola Jürgensen neben ihrer Unterrichtstätigkeit an Folkwang Gastsolistin u. a. des Korean Chamber Orchestra und des Xiamen Philharmonic Orchestra und wird als Kammermusikerin beim „Spannungen“-Festival in Heimbach gastieren. Zudem ist sie Dozentin mehrerer internationaler Meisterkurse.
Bereits seit 01. April 2018 war Nicola Jürgensen stellvertretende Professorin für Klarinette im Fachbereich 1 | Musik der Folkwang Universität der Künste.

Mit Wirkung zum 1. Oktober 2018 wurden berufen:



Anne-Cathérine Heinzmann _ Professorin (W3) für Querflöte im Fachbereich 1 | Musik
Anne-Cathérine Heinzmann genießt einen hervorragenden Ruf als vielseitige Solistin, gefragte Kammermusikerin und leidenschaftliche und erfolgreiche Pädagogin. Die Hamburgerin stammt aus einer traditionsreichen Musikerfamilie, studierte zunächst in der international renommierten Klasse von Prof. Jean-Claude Gerard (Stuttgart) und wurde später von ebenso namhaften LehrerInnen wie Prof. Jeanne Baxtresser (New York) und Prof. Michael-Martin Kofler (Mozarteum Salzburg) ausgebildet. Wichtige Impulse erhielt sie außerdem von Aurele Nicolet und Paul Meisen.
Sie ist Preisträgerin vieler nationaler und internationaler Wettbewerbe (u. a. Kuhlau Wettbewerb, Flute-Talk Chicago, International Flute Competition Budapest) und wurde von der Studienstiftung des deutschen Volkes, der Kammermusikstiftung „Villa Musica“, der Deutschen Stiftung Musikleben und dem Deutschen Musikrat gefördert. Viele Jahre sammelte sie wertvolle Erfahrungen als stellvertretende Soloflötistin am Opern- und Museumsorchester Frankfurt am Main. Neben ihrer solistischen Tätigkeit nimmt die Kammermusik einen bedeutenden Schwerpunkt ein. Mit ihrem Ensemble Trio Charolca, eines der herausragenden Ensembles seiner Gattung, ist sie inzwischen auf zahlreichen Konzertpodien aufgetreten.
Das Interesse an zeitgenössischer Musik sowie die Begeisterung für neue klangliche Möglichkeiten bilden das Fundament von Anne-Cathérine Heinzmann kontrastreich und intelligent gestalteten Programmen. Eine rege Konzerttätigkeit im In- und Ausland führten die Flötistin u. a. in die Laeiszhalle Hamburg, die Semperoper in Dresden, in das Rudolphinum in Prag, zum Schleswig-Holstein-Musik-Festival und zu den BBC Proms Konzerten in London, in die Alte Oper Frankfurt, zu den Ludwigsburger Festspielen, dem Heidelberger Frühling, dem Mozartfest in Würzburg, der Biennale München und zu MusicaMallorca.
Von 2009 bis 2018 lehrte Anne-Cathérine Heinzmann als Professorin an der Hochschule für Musik Nürnberg und leitete dort eine äußerst erfolgreiche Klasse. Aufgrund ihrer Leidenschaft zum Unterrichten ist sie inzwischen auf zahlreichen Meisterkursen im In-und Ausland eine gefragte Lehrerin geworden. In diesem Zusammenhang verbindet sie der Einfluss und die Zusammenarbeit mit Prof. Jeanne Baxtresser, an deren internationalen Meisterkursen in der Musikakademie Hammelburg sie als Assistentin lange Zeit mitgewirkt hat.
Seit 2008 leitet Anne-Cathérine Heinzmann einen jährlichen internationalen Meisterkurs für Flöte in Zusammenarbeit mit der Bundesakademie für Musik auf Schloss Rheinsberg.

Ebenso ist die Flötistin eine überaus gefragte Kammermusikerin. Zu ihren Kammermusik-partnern gehören Solistinnen und Solisten internationaler Orchester und Ensembles, außerdem konzertierte sie u. a. mit Paul und Gustav Rivinius, Erik Schumann, Caroline Widmann, dem Mandelring-Quartett, dem Jacques-Thibaud Trio, Gerold Huber, Thomas Hoppe und Daniel Behle.
Eine erste CD mit Werken von Harald Genzmer, eingespielt mit dem Trio Charolca, erschien im Frühjahr 2012 bei Thorofon, gefolgt von einer Debut CD mit dem Pianisten Thomas Hoppe (Audite Mai 2013), die sogleich für den ICMA (International Classical Music Award) nominiert wurde. Ein Album BACH, Arien mit obligater Flöte (Daniel Behle, Tenor) und der Partita für Soloflöte, erschien auch im März 2013 bei Sony Classical und erregte große Aufmerksamkeit.
Im November 2015 ist eine weitere CD mit Werken aus der in der Zeit des Nationalsozialismus verfemten jüdischen Musikliteratur bei Audite veröffentlicht worden. Diese CD wurde für den Preis der deutschen Schallplattenkritik 2016 nominiert und erhielt beste Kritiken.


Carolin Schreiber _ Gastprofessorin für das Drittmittelprojekt „Demenz Dinge“ im Fachbereich 4 | Gestaltung
Carolin Schreiber wurde 1981 in Essen geboren und studierte an der Universität Duisburg Essen im Diplomstudiengang Industrial Design sowie an der FH JOANNEUM in Graz. In ihrem Studium absolvierte sie Praktika bei namhaften Unternehmen wie BRAUN, Kiska Design und Karmann. Nach ihrem Studium war sie jahrelang selbstständig im Bereich Produkt- und Interiordesign tätig und arbeitete parallel als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Studiengang Industrial Design an der Folkwang Universität der Künste.
Im Januar 2014 begann Carolin Schreiber ihre Tätigkeit als Vertretungsprofessorin für den Bereich Konzept & Entwurf im Studiengang Industrial Design (Fachbereich 4 | Gestaltung) an Folkwang und widmete sich verstärkt gesellschaftsrelevanten Themen. Sie leitet interdisziplinäre Projekte und entwickelt Methoden aus dem Bereich Design & Partizipation sowie User Empowerment in der Gestaltung weiter. Die Folkwang LABs, in denen sie tätig war, beschäftigten sich mit den Themen „Neue Nachbarn“, „Sentimentale Urbanität“ und „Das Demenz-LAB“ und zeichneten sich durch eine besonders intensive partizipativ-gestalterische Zusammenarbeit zwischen BürgerInnen und Studierenden aus.

Ihr Engagement für eine diversitätsgerechte Lehre brachte Carolin Schreiber 2016 den renommierten „Ars Legendi Preis“ des Stifterverbandes ein. Ihre Studierenden gewannen zahlreiche Preise (Red Hot, IF Award, Mia Seeger Anerkennungspreis, Essener Umweltpreis und andere). Neben Forschungstätigkeiten in den Bereichen Urbanität und Mobilität ist sie mit ihrem Team vor allem in Projekten gestalterisch und forschend tätig, die sich mit den Herausforderungen des demographischen Wandels beschäftigen. Seit August 2018 arbeitet sie mit ihrem Team als Gastprofessorin für das interdisziplinäre Modellprojekt „Demenz Dinge“ an der Folkwang Universität der Künste (gefördert von der Stiftung Wohlfahrtspflege) und lehrt im neuen Masterstudiengang Industrial Design. Die Gastprofessur ist befristet für drei Jahre.

 

 

 

 

Groß / 08. October 2018