Folkwang

Die Folkwang Universität der Künste in den Medien 2020

Tiefe und Wasser: Konzert für Fagott, Kontrafagott und Live- Elektronik
Rohrblatt 35 (2020)

„Am Anfang stand im Frühjahr 2016 ein gemeinsamer Biergartenbesuch von (dem Komponisten Jan) Müller- Wieland und dem Fagottisten Malte Refardt. Dort haben sie begonnen, (...)an der Idee eines Konzerts für Fagott, Kontrafagott und Live- Elektronik zu ‚spinnen‘‘. Ein solches Werk, dessen Entstehung dann der Norddeutsche Rundfunk (NDR) und der Leiter der NDR Radiophilharmonie, Andrew Menze, unterstützten, würde seit vielen Jahren die erste große Uraufführung eines Fagottkonzertes sein. Mehr noch: es würde das allererste Konzert für Fagott und Kontrafagott überhaupt sein, die obendrein noch von ein und demselben Instrumentalisten gespielt würden. (…) Generell habe sich aber, so Refardt, seit den 60er und 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts die Qualität der Fagottisten – wie auch der Instrumente selbst – insgesamt sehr verbessert. Was man heute bei der Aufnahmeprüfung für das 1. Semester spiele, war damals das Repertoire, das man zum Konzertexamen ablieferte. (…) An seinem Lehrstuhl an der Folkwang Universität der Künste in Essen verlange er von allen seinen Studenten, dass sie sich mit dem Kontrafagott intensiv auseinandersetzten. (…) Von Müller- Wieland hatte er sich nur ein paar Takte für Kontrafagott gewünscht, daraus ist dann ein großes Konzert geworden. (…) Inspiriert war (Müller- Wieland) vom Klang des Fagottes und des Kontrafagottes. (…) (D)er Titel, das Bild einer ‚Gottesspur‘ stellte sich erst allmählich ein (…). Für ihn sei das Stück ‚letztlich ein Einakter ohne Worte.‘ (…) Gott suchen, sich auf die Spuren Gottes zu begeben, ist für Müller- Wieland existenziell und doch ist das Werk kein geistliches Werk (…). ‚(D)a gelingt Müller- Wieland ein Geniestreich,‘ sagt Refardt, ‚indem er die Natur mit der ewigen Gültigkeit Bachscher Musik zusammenstellt, ja gleichsetzt.‘“

Autor: Ralf- Thomas Lindner

Die Düsseldorfer Kunsthalle zeigt die Schau „Subjekt und Objekt“ mit Werken von 107
Künstlern.
So reich ist die Fotografie in Nordrhein-Westfalen

Westdeutsche Zeitung vom 07.05.2020

„(Gregor)Jansen (der Düsseldorfer Kunsthallenchef) entschloss sich zu einer Übersicht über die Entwicklung der Fotografie im Rheinland und Ruhrgebiet. Das Ergebnis ist eine Ausstellung. (…) Eine Totale mit 107 Künstlern. (…) Das erste Foto stammt von 1949 und ist ein suggestives Umkehrbild von Otto Steinert, die letzten Aufnahmen der jungen Generation sind aus diesem Jahr. Der Bogen dessen, was drei Generation(en) aus der hiesigen Region mit der Kamera in der Hand geschaffen haben, ist weit gespannt. (…) Die Folkwangschule in Essen hat noch immer die Nase vorn. Dort lehrte schon Albert Renger-Patzsch vor dem Zweiten Weltkrieg und richtete Steinert 1959 die erste Klasse für Fotografie im Nachkriegs- Deutschland ein (…) Nordrhein-Westfalen gilt als das Bundesland mit dem differenziertesten Studienangebot für Fotografie in Deutschland. Es verfügt über die meisten Studienplätze und Standorte für dieses Fach. (…) Die Ausstellung vermeidet jedoch den Leistungsvergleich, denn da wäre Essen mit seinem breiten Angebot kaum zu überbieten. (…) Es gibt Persönlichkeiten, die wie Jitka Hanzlová aus Essen längst eine große Einzelausstellung verdient hätten, reflektiert sie doch in ihren Porträts immer zugleich den Lebensraum der Menschen."

Autorin: Helga Meister

Essen: Leuchtturm für Fotografie
Deutschlands Fotogedächtnis soll an die Ruhr. Experten sehen den Standort deutlich vor
Düsseldorf. Entstehen könnte das nationale Institut auf Zollverein

Westdeutsche Allgemeine Zeitung vom 11.03.2020

„Essen soll das Fotogedächtnis Deutschlands werden. Wenn es nach dem Willen der Expertenkommission geht, die im Auftrag von Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) ein Konzept für die Einrichtung eines Bundesinstituts für Fotografie erstellt hat, dürfte die zentrale Einrichtung zur Sicherung des nationalen Fotokunst-Erbes im Ruhrgebiet entstehen. (...) Essen punktet nicht nur mit seiner langen Foto-Tradition. Die Stadt verfüge mit der weltberühmten Fotografischen Sammlung des Museum Folkwang, dem Archiv des Ruhr Museums (über vier Millionen Negative) und dem historischen „Archiv Krupp“ schon jetzt über einzigartige Sammlungen der Fotografie seit dem 19. Jahrhundert. Dazu käme als vierter Partner die renommierte Folkwang-Universität der Künste, wo Praxis und Theorie und Geschichte der Fotografie seit Jahrzehnten gelehrt werden. „In diesem größeren Umfeld und darüber hinaus in NRW hat das Institut die besten Chancen, sich zu einem Leuchtturm für Fotografie zu entwickeln“, finden die Experten. (...) Als favorisierter Standort eines möglichen Bundes-Fotozentrums gilt das Welterbe Zollverein. In direkter Nachbarschaft der Folkwang-Universität könnte das Institut entstehen."

 Autor: Martina Schürmann

Sicher mit dem Ariadnefaden
Junge Folkwang-Choreographen brachten eigene Tanzstücke in den großen Applaus

Werdener Nachrichten vom 06.03.2020

„Die „Jungen Choreographen“ der Folkwang-Universität brachten in Solo- bis Gruppenstücken unterschiedliche Stile auf die Bühne der Neuen Aula. (…) Das Ergebnis, das Studenten verschiedener Ausbildungsstadien mit ihren Kreationen vorstellten, war bemerkenswert. (…) Das, was die Studierenden des Folkwang Instituts für zeitgenössischen Tanz in Eigenarbeit unter der künstlerischen Leitung von Professor Rodolpho Leoni auf die Bühne gebracht hatten, war des Beifalls wert, den die strahlenden Gesichter der Akteure in einer Doppelreihe aus den Händen des begeisterten Publikums entgegennahmen.

Autor: Peter Noçon

Mehr als nur Pantomime
Der Studiengang "Physical Theatre" an der Essener Folkwang-Uni ist deutschlandweit einzigartig. Hier lernen die Studenten so ziemlich alles, was auf modernen Theaterbühnen gefragt ist - von der Akrobatik bis zum Maskenspiel

Welt am Sonntag vom 12.01.2020

„(...) Das unterscheidet die Physical-Theatre-Ausbildung an der Folkwang-Uni von anderen Schauspielstudiengängen. Anders als noch in den 90er-Jahren, als sich ein Großteil der Abgänger für ein Engagement an einem Schauspielhaus entschied, ist dieser Studiengang nun auf eine Theaterlandschaft ausgerichtet, in der die Grenzen verschwimmen - die zwischen Stadttheatern und freier Szene ebenso wie die zwischen Spielern und Autoren. Das Physical Theatre wird zwar von der breiten Öffentlichkeit nicht so deutlich wahrgenommen wie das klassische Sprechtheater. Aber viele Neuerungen des Theaters finden gerade hier statt. Eben weil die Protagonisten des Physical Theatre nicht nur Interpreten eines Textes oder einer Situation sind, sondern ihre Arbeiten aus sich heraus schaffen. Noch gibt es zwar keine prominenten Absolventen dieses Studienganges, aber immer häufiger werden sie von etablierten Bühnen projektweise engagiert.(...)“

Autor: Sascha Westphal