Folkwang

Die Folkwang Universität der Künste
in den Medien 2017

die kritik
Festival NOW!: Folkwang gibt kreative Impulse

WAZ vom 30.10.2017

„Das vielseitige, zukunftsorientierte Ausbildungsangebot der Folkwang Universität der Künste trägt alljährlich dazu bei, dass das NOW!-Festival für Neue Musik innovative und kreative Impulse durch die Nachwuchskräfte erhält. Das bewies jetzt das ‚ICEM Institut für Computermusik und Elektronische Medien’ mit zwei aufschlussreichen Konzerten und einem ganztägigen Symposium zum Thema ‚Musik und Video’. (...) Sequenzen aus Volker Schlöndorffs Verfilmung des Brecht Dramas ‚Baal’ mit Rainer Werner Fassbinder in der Titelrolle nimmt Dietrich Hahne zur Grundlage seiner jetzt in Essen uraufgeführten Präsentation ‚La Fin du devoir’ (‚Das Ende der Pflicht’). Die holzschnittartigen Konturen des Films werden verzerrt und erhalten durch die sich steigernden elektronischen Klangbänder eine bedrückende Wucht. (...) Die konkreten Bilder von einer tristen Abraumhalde in Stangls ‚Quad’ gewinnen durch die von reizvollen Akkordeontönen eingefärbte Musik an pulsierender Vitalität. Und wie eine Mischung aus ‚Alice in Wonderland’ und ‚Der Friedhof der Kuscheltiere’ mutet Alexander Schuberts alptraumhafte Vision ‚f1’ an, in der die Musiker mit Tiermasken eine regelrechte ‚schwarze Messe’ zelebrieren.“

Autor: Pedro Obiera

Erstklassiger Auftakt „Große Klaviermusik“ mit Chopin

Rheinische Post vom 26.10.2017

„Seit einigen Jahren steigt das jeweilige Auftaktkonzert zur Saison der Sparkassenkonzerte der Folkwang-Universität der Künste ‚Große Klaviermusik’ im Kuhlenwall-Karree. Jetzt spielte dort vor vollem Haus die in Deutschland aufgewachsene japanische Pianistin Hisako Kawamura, seit zwei Jahren Folkwang-Professorin. Auf ihrem Programm standen ausschließlich Werke von Frédéric Chopin (1810-1849). (...) Kawamura ließ die Musik ihres Leib- und Magenkomponisten mit erstklassiger Spieltechnik dezent erblühen, gab ihr die ganze bittersüß-traurige Schönheit, aber an passenden Stellen auch das fast hysterische Aufbegehren. Das erhellte die süffigen und manchmal seltsamen Akkorde ebenso wie die klaren Strukturen, das wirkte aber zugleich wie gerade spontan erfunden, also genau so wie es Chopin haben wollte. (...)“

Autor: Ingo Hoddick

Der Prinz wird Prince.
Köln Comedy Festival: Nils Kretschmer und David Vormweg haben in der Comedia "Unendlich Luft".

Kölnische Rundschau vom 25.10.2017

„Eine faustdicke Überraschung gab es am Montagabend im Grünen Saal der Comedia: Die ‚Welt-Premiere’ des ersten Stücks von Nils Kretschmer und David Vormweg entpuppte sich als sensationelles Highlight im diesjährigen Programm des Köln Comedy Festivals. ‚Unendlich Luft’ haben die preisgekrönten Absolventen der Essener Folkwang Universität ihr Debüt genannt, das sämtliche theatralischen Kunstformen vereint und für schreiend komische Effekte sorgt. Die Mittzwanziger, die schon während ihres Studiums auf der Bühne des Bochumer Schauspielhauses standen, können einfach alles. Sie sind Schauspieler und Musiker, Clowns und Pantomimen, Tänzer und Comedians. (...) Jungs, kommt bald wieder!“

Autor: Barbro Schuchardt

Bachs Vorgänger auf dem Cembalo beleuchtet

Rheinische Post vom 21.9.2017

„(...) Jetzt trat Dain Yoo im Rahmen der Sparkassenkonzerte ‚Große Klaviermusik - Forum für Junge PianistInnen’ im Kleinen Konzertsaal auf. (...) Erfreulich, einmal im Konzert das Praeludium, Fuge und Postludium g-Moll von Bachs Lüneburger Lehrer Georg Böhm und später im Programm das noch aufregendere Praeludium und Fuge g-Moll BuxWV 163 von Bachs Lübecker Vorbild Dietrich Buxtehude zu erleben. (...) Dain Yoo spielte an diesem Abend mit viel Sinn für die satten Klangfarben des Folkwang-Cembalos und für komplexe musikalische Strukturen (...). Die wenigen Augenblicke, wo sie – entsprechend den betreffenden Kompositionen – ihrer Leidenschaft und Fantasie freieren Lauf ließ, leuchteten umso mehr.“

Autor: Ingo Hoddick

Unsterblicher Bach.
Der Folkwang-Konzertchor mit einem beeindruckenden Gastspiel in der Bonner Kreuzkirche

General-Anzeiger vom 3.7.2017

„(...) Der Komponist (und Theologe) Dieter Schnebel hatte zu Beginn der 1970-er Jahre Johann Sebastian Bachs ‚Contrapunctus I’ aus der ‚Kunst der Fuge’ (BWV 1080) für 20 stimmigen Chor a cappella als Vokalise ausgesetzt und (...) dem 2014 verstorbenen, früheren Essener Orgelprofessor Gerd Zacher zugeeignet. Fast also ein stetes ‚Muss’ für die halbe Hundertschaft des Folkwang-Konzertchors junger Studierender. So auch beim Bonner Gastspiel unter dem Motto ‚Barocke Meisterwerke’, womit die hohe Qualität dieses semiprofessionellen Chors unter der Leitung von Jörg Breiding gleich eingangs eindrucksvoll unter Beweis gestellt wurde. Mit Knut Nystedts 1988 vom Choral ‚Komm süßer Tod’ inspirierter Komposition ‚Immortal Bach’ hatte man noch eine zweite, nicht minder klangintensive Bach-Bearbeitung in petto, zu der man sich zu fünf vierstimmigen Chören wiederum in Schiff und Empore der Kreuzkirche verteilte, um Bachs ‚Unsterblichkeit’ schließlich durch einen nicht enden wollenden, ‚stehenden’ Ton zu symbolisieren.“

Autor: Fritz Herzog

Folkwang-Pianist Eduard Kiprsky mit viel Klarheit

Rheinische Post vom 1.7.2017

„Eduard Kiprsky, geboren 1986 in St. Petersburg, ist ein Überflieger (...). Jetzt spielte der Pianist im Kleinen Konzertsaal am Campus Duisburg der Folkwang-Universität der Künste das öffentliche Konzert, das zum Abschluss des Exzellenzstudienganges ‚Konzertexamen’ gehört. Das war eine vierstufige Rakete, von der Sonate Nr. 48 C-Dur von Joseph Haydn über die gleichfalls in C-Dur stehende Fantasie D 760 ‚Wandererfantasie’ von Franz Schubert und die Variationen über ein Thema von Corelli (...) op. 42 von Sergej Rachmaninow bis zu jenen drei Sätzen aus ‚Petruschka’, die Igor Strawinsky selbst aufregend für Klavier solo arrangierte. Eduard Kiprsky besticht durch jederzeit glasklaren Anschlag und durch den Eindruck, dass spieltechnische Schwierigkeiten ihm nie im Weg zu stehen scheinen. (...) Die Konzertbesucher (und vermutlich auch die Prüfer) jubelten. (...)“

Autor: Ingo Hoddick

Mitreißender Abend. Musical-Studierende begeisterten mit Pop, Soul und Funk.

Werdener Nachrichten vom 30.6.2017

„Es groovte mächtig beim Rock-Pop-Soul-Abend im Pina-Bausch-Theater; und es gab wunderschöne Balladen, brillantes Steppen und faszinierenden Tanz. Die Studiengänge Musical, Jazz und Schulmusik bescherten ihren Gästen einen Abend, der zu keiner Zeit die Original-Interpreten vermissen ließ. Neben dem Können der Sänger trug dazu entscheidend bei, dass die hervorragenden Musiker der Jazzband jedes Stück veredelten. Da saßen die Bläsersätze und die Rhythmusgruppe hatte jeden Stil souverän im Griff. (...) Da steppte der vierte Jahrgang großartig synchron; was hörbar nicht leicht ist. Beim titelgebenden Schlusssong ‚Survivor’ gingen die fünf Sängerinnen im wahren Sinne des Wortes nach vorne und setzten choreographisch um, was für eine Kraft in ihnen steckt. (...)“

Autor: G.B.

Die Kritik Folkwang-Tanzabend als mitreißendes Erlebnis. Die Kritik.

WAZ vom 27.6.2017

„Wenn die Folkwängler zum jährlichen Tanzabend laden, ist Begeisterung pur in der Neuen Aula garantiert. Der diesjährige Auftritt jedoch übertraf alles. Die Jubelschreie wollten nicht enden. (...) Die Stücke stammten von Choreografen mit internationalen Erfahrung, von Giorgia Maddamma, Ivan Strelkin und Evangelos Poulinas. ‚Eleihcs’ von Giorgia Maddamma ließ auf Klänge vom Didgeridoo und vibrierende Trommeln rund 20 Studierende auftreten. (...) Dann Strelkins ‚Square piece’: Nur acht Minuten dauerte das Stück, doch die im Quadrat agierenden, mit Straßenkleidern versehenen acht Tänzer zeigten Können. Viel Humor und Einfallsreichtum bewies das Werk ‚The pathology of waiting’ von Evangelos Poulinas. (...) bunt, schrill, witzig und verrückt. Rainer Behrs ‚Walking on the grass’, erschöpfende 40 Minuten lang, führte zielgerade in Bereiche der Ekstase. Buddhistische Riten aus Bhutan-Klöstern, Trommler aus der Bronx, Leonard Cohen und andere gaben den musikalischen Urgrund, auf dem sich die tänzerischen Explosionen entladen konnten. Ein Erlebnis.“

Autor: DSG

Dem Barockmeister alle Ehre gemacht.
Folkwang-Uni: Konzert mit Werken von Telemann

WAZ vom 24.6.2017

„Sie musizieren auf historischen Instrumenten, stilecht im Stehen und ohne Dirigenten. Und das alles auf beachtlich hohem Niveau. Die Rede ist nicht von einem spezialisierten Profi-Ensemble, sondern von Studenten der Folkwang Universität der Künste, die sich aber genauso hören ließen. Unter dem Motto ‚Hamburger Ebb und Fluth’ spielten sie zum 250. Todestag von Georg Philipp Telemann Ouvertüren und Konzerte in unterschiedlicher Besetzung. (...) Zwei D-Dur-Suiten rahmten den Abend in gespannten Tempi und prächtigem Sound, federnd und inspiriert – alte Musik spannend und modern dargeboten. Respekt! (...) Sowohl im Konzert für 3 Trompeten als auch Franz Bibers Sonate für 8 Trompeten: königlich, zweichörig, fanfarenartig-festlich. (...) Ausdrucksstark dazu ein Konzert im dialogisch versierten Wechselspiel von Violinen und Oboen. Ein Abend, der dem deutschen Barockmeister alle Ehre machte.“

Autor: K. Albrecht

Folkwang-Sensationen mit Klavierklasse Kawamura

Rheinische Post vom 20.6.2017

„Zu den profilierten Lehrenden am (Klavier-)Campus Duisburg der Folkwang-Universität der Künste zählt Prof. Hisako Kawamura. Jetzt gab ihre Klasse ihr Semesterkonzert im Kleinen Konzertsaal an der Düsseldorfer Straße 19. (...) Die folgenden Master-Studierenden waren zum Teil sensationell. Vorzüglich brachten schon Eunji Park die Ballade Nr. 4 f-Moll op. 52 von Frédéric Chopin und Zhenjing Shen die wüsten ‚Intermittences’ (2005) von Elliott Carter (...) herüber. Vorbildlich wirkte die Klarheit und Energie, die Jeongmin Lee dem einfallsreichen Zyklus ‚Faschingsschwank aus Wien’ op. 26 von Robert Schumann verlieh. Da war die Konzertreife praktisch schon erreicht. Noch grandioser erschien dann im zweiten Teil des Abends Miyoung Cho mit Schumanns noch anspruchsvolleren und noch ausgedehnteren ‚Symphonischen Etüden’ op. 13. Hier konnte man besonders gut erleben, wie die Studierenden bei Kawamura lernen, sowohl die äußeren als auch die inneren Strukturen der Musik deutlich und lebendig werden zu lassen. (...)“

Autor: Ingo Hoddick

Prominente unter den Studierenden.
Folkwang: Besonders begabte junge Menschen präsentierten elf Werke von zehn Komponisten.

Rheinische Post vom 13.6.2017

„Das klassische Akkordeon ist immer noch ein Geheimtipp, auch wenn es wie an der Folkwang-Universität der Künste auf Weltniveau gespielt wird. Die Klasse von Prof. Mie Miki und Heidi Luosujärvi ist zwar längst nicht mehr am Campus Duisburg ‚zuhause’, aber ihre Klassenabende finden immer noch ihren Platz im hiesigen Kleinen Konzertsaal, auch weil kein Saal am Campus Essen eine so erstklassige Akustik hat. Jetzt war es wieder einmal so weit, neun besonders begabte junge Menschen präsentierten (...) kluge Bearbeitungen ebenso wie raffinierte Originalwerke. (...) Womöglich noch brillanter wirkten danach zwei bereits prominente Musiker, nämlich der Flötist Nerses Ohanyan (aus der Klasse von Prof. Felix Reimann (...) und der Akkordeonist Miroslav Nisic (er ist Mitglied der Kultband ‚Uwaga’) mit der ‚Carmen’-Fantasie nach Georges Bizet von Francois Borne (...) und dem ersten Satz ‚Baroque and Blue’ aus der ersten Jazz-Suite von Claude Bolling (...). Bemerkenswert immerhin Petteri Waris, der gerade in den Elite-Studiengang ‚Konzertexamen’ aufgenommen wurde, mit Werken zweier finnischer Landsmänner von ihm, nämlich dem farbenreichen ‚Gatecrasher’ (‚Eindringling’, 2002) von (...) Olli Kortekangas und vier der konzentrierten ‚13 Stücke für Klavier’ op. 76 von Jean Sibelius. (...).“

Autor: Ingo Hoddick

Wo der Folkwang-Geist einst gerne spukte

Werdener Nachrichten vom 19.5.2017

„(...) Peter Siefert führte Samstag durch die alte Abtei. Der emeritierte Folkwang-Professor entzündete sanft zergehende Sätze mit feinem Zungenschlag. Der Mime lächelte auf seine eigene Weise, und zog mit seinem Körper alle Register, als warteten sie in den Wänden und hinter den Türen der Abtei-Gemäuer. Folkwang klingt nicht nur aus allen Fenstern, wenn geprobt wird, es säuselte an diesem Abend auch aus den Räumen, ob restauriert, neu errichtet oder seit Jahrzehnten so belassen, was vor allem im Hauptgebäude zu sehen ist, das noch auf die Renovierung wartet. (...) Am Ende der besonderen Führung wissen die lauschenden Mitgeher, ‚Folkwang ist ...’ ein Ort voller kleiner und großer Geschichten, Eitelkeiten und war immer ein Ort der Mimen (...). Peter Siefert, heute selber bereits als Professor seit zwölf Jahren emeritiert, lässt 55 Jahre Folkwang-Geschichte an jeder Ecke der Gebäude auf andere Weise aufblitzen (...). Peter Siefert lässt punktuell in die Geschichte der Entscheidungen blicken, die ungewollt, durch die Hintertür oder kurzfristig geändert mit dem Folkwang-Geist doch immer wieder zu Spitzenleistungen führten. (...) Eine medienwirksame Stunde bekam die junge Thekla-Carola Wied, die später eine Fernsehberühmtheit wurde. Mit einem Blick in das Pina Bausch Theater klingt die Führung aus; noch einmal lebt das Non-Stop-Konzert von 1988 auf mit seinem erfolgreichen Protest, der diese Alte Aula im Preußenflügel bewahrt hat. Am 26. Juni folgt dort der dritte Teil dieser Reihe mit den Folkwang-Gesetzen. Peter Siefert machte jedenfalls schon einmal neugierig.“

Autor: G.B.

Sensibel und faszinierend.
Das Folkwang-Tanzstudio präsentiert seine ganze schöpferische Bandbreite

Münstersche Zeitung vom 15.5.2017

„(...) Stephan Brinkmann, Professor für zeitgenössischen Tanz an der Essener Folkwang Universität, ist der wohl herausragendste Künstler des ‚Folkwang Tanzabends spezial’. In sieben Soli und Duetten brachte das Ensemble ein abwechslungsreiches Programm auf die Bühne des Pumpenhauses, das in einer Stunde sehr kurze, abstrakte Choreografien (‚Nous deux’, ‚Morning’) von Malou Airaudo und Giulia Nicoletti (‚Lavanda Gastrica’) ins Rampenlicht rückte (...). Großartig das Solo ‚Johnny’ von Simon Wolant (Choreografie: Giorgia Maddamma). Mit wechselnden Skateboards gelingt eine akrobatische Choreografie, die auf kunstvolle Weise mit den Objekten spielt. Mal lässt sich der Tänzer langsam auf Rollen dahintreiben, mal steht er einhändig auf dem Board. Wenn er einen Salto schlägt, scheint er den Gegenstand selbst zu imitieren. Ein weiterer Höhepunkt findet sich im letzten Stück, ‚Try Zwei’. Giorgia Maddamma und Stephan Brinkmann setzen die Vision untrennbar miteinander verbundener Individuen um. (...)“

Autor: Isabell Steinböck

Folkwang bei internationalem Projekt in Pafos.
Musiker spielen heute auf Zypern

Werdener Nachrichten vom 12.5.2017

„An einem archäologischem Ort, mitten in einer Ausgrabungsstätte im zyprischen Pafos, präsentieren Folkwang-Studierende gemeinsam mit Schauspielerinnen aus Nigeria, Brasilien und Zypern am heutigen 12. Mai den Klassiker ‚Lysistrata’ von Aristophanes. Regie führt der ehemalige Folkwang-Professor Brian Michaels. (...) Folkwang-Studierende des Fachbereichs Musik spielen die Livemusik mit Kontrabass, Gitarre, Posaune und Gesang. (...) Die Folkwang-Universität der Künste ist Kooperationspartner der Kulturhauptstadt Europas Pafos und produziert das Stück in Koproduktion. ‚Die geteilte Insel Zypern ist ein europäischer Außenposten im Mittelmeer. Wir freuen uns, bei einem so spannenden Projekt dabei zu sein. Europa braucht Kultur, in der aktuellen Situation mehr denn je, damit der europäische Gedanke lebt’, so Prof. Banns-Dietrich Schmidt, Prorektor für Internationales an Folkwang.“

Autor: N.N.

Klarheit der Klaviermusik

Rheinische Post vom 12.5.2017

„Der langjährige Folkwang-Klavier-Professor Till Engel und sein Assistent Kai Schumacher lieben beide seit langem die französische Klaviermusik mit ihrer ‚clarté’, der Klarheit der Klänge und auch der Gedanken. Klar, dass sie diese Vorliebe auch an ihre Studierenden weitergeben. (...) Sieben besonders begabte junge Menschen aus aller Welt spielten Werke von vier französischen Komponisten. (...) Der Schwerpunkt des Abends lag (...) bei Claude Debussy und Maurice Ravel. Eine Menge klangsinnliche Durchsichtigkeit war hier zu bewundern, gleich bei Elena Solomatina aus Russland mit dem Debussy-Prélude ‚...voiles’ (Segel), dann auch bei Pin-Lien Wang aus Taiwan mit dem zweiten Band von Debussys Zyklus ‚Images’ (Bilder). Jonathan Zydek aus Deutschland gelang es mit ‚Oiseaux tristes’ (Traurige Vögel) aus Ravels Zyklus ‚Miroirs’ (Spiegel), seiner Aufführung auch schon emotionalen Drive zu verleihen. Mark Kantorovic (...) sorgte für einen entspannten Abschluss mit der ‚Première Gnossienne’ von Erik Satie. (...)“

Autor: Ingo Hoddick

Wieder vorzüglicher Folkwang-Barockabend

Rheinische Post vom 8.5.2017

„(...) Jetzt war es im Kleinen Konzertsaal an der Düsseldorfer Straße 19 wieder einmal so weit, es präsentierten sich Studierende der Klassen von Prof. Mayumi Hirasaki (Barockvioline), Markus Möllenbeck (Barockvioloncello) und Michael Schmidt-Casdorff (Traversflöte). Zehn besonders begabte junge Menschen spielten neun Werke von acht Komponisten, darunter wirkliche Wiederentdeckungen. (...) Die Ausdrucksfülle, Rhetorik, Klarheit und meistens auch Intonation waren erneut bestechend. Besonders erwähnt werden müssen die Solobeiträge: Salome Ryser mit dem Ricerar Nr. 7 in d (1689) von Domenico Gabrielli (...) sowie Ton Chen mit zwei der Flöten-Fantasien von (...) Georg Philipp Telemann. (...)“

Autor: Ingo Hoddick

Reizvolle Kontraste: Kunst traf Kommerz

WAZ vom 24.4.2017

„Die Väter des europäischen Jazz lernten ihr Handwerk noch durch mühseliges Abhören abgenudelter Schallplatten. Die Enkel dagegen faszinieren Dank ihrer akademischen Ausbildung mit musikalischem Können auf unfassbar hohem Niveau. Was sich auch bei ‚WDR 3 Campus: Jazz’ in der Casa zeigte. Dort präsentierte Peter Herborn, Gründer des Studiengangs Jazz der Folkwang-Universität, ein Dutzend seiner Studierenden in drei Formationen. Ein reizvolles Spiel mit Kontrasten, das im ersten Set für Staunen sorgte. (...) Wie der Pianist Raphael Zapp in seinem Trio mit Raum und Zeit jonglierte, war allerdings unzweifelhaft sensationell. Von Michael Knippschilds delikatem Drumming über die warmen Basslines von Calvin Lennig bis hin zu Zapps fein getupften Strukturen – ein Freudenfest für Genießer anspruchsvoller Klänge. Interessant, wie danach der Kolumbianer Joan Chávez seinen Bass in eher konventionellem Trio-Kontext inszenierte. Wobei in den Klavier-Parts viel Jazz-Geschichte zu hören war. Nach der Halbzeit gab’s dann Party-Mucke der intelligenteren Art mit dem Sextett ‚Tim Riddle’. Gut, dass der Nachwuchs auch das kann. Denn davon müssen die meisten Jazzer später leben.“

Autor: Sven Thielmann

Folkwang-Fotografen legen Zwischenhalt ein.
Masterstudierende der Fotografie zeigen im Museum Folkwang ihre Semesterarbeiten. Vielfalt von Themen und Techniken dokumentiert die Breite der künstlerischen Auseinandersetzung.

WAZ vom 20.4.2017

„(...) ‚Stopover’, Zwischenhalt, heißt die Ausstellung im Museum Folkwang, die neun Fotografie-Masterstudierenden der Folkwang Universität der Künste nun den ersten großen Museumsauftritt beschert. Für die Drittsemester bietet es die erste große Chance zur Präsentation und Selbstüberprüfung, zur Professionalisierung und zum Auseinandersetzen mit dem Ausstellungsbetrieb. Schon zum zweiten Mal macht das für seine große fotografische Tradition bekannte Folkwang-Museum das gesamte Untergeschoss dabei zum Schauraum für die Masterstudierenden. Und die sind in ihren Arbeiten oft gar nicht so weit entfernt von den Themen und Thesen, von den Techniken und Methoden, wie man sie vor kurzem erst in der großen Folkwang Ausstellung ‚Das rebellische Bild’ zu sehen bekam. (...)“

Autor: Martina Schürmann

Auf den Spuren eines Fauns.
Klavier und Flöten standen im Mittelpunkt des Folkwang-Konzerts.

Rheinische Post vom 13.4.2017

„Bei der Reihe der Sparkassenkonzerte ‚Große Klaviermusik – Forum für junge PianistInnen’ ist der Kleine Konzertsaal der Folkwang-Universität der Künste an der Dü̈sseldorfer Straße 19 auch dann gut gefüllt, wenn wie jetzt fast ausschließlich Werke des 20. und 21. Jahrhunderts auf dem Programm stehen. Der Pianist Benedikt ter Braak, der vor zwei Jahren die Folkwang-Klavierklasse von Prof. Till Engel absolvierte und jetzt dort noch Integrative Komposition bei Günter Steinke und Stefan Hüfner studiert, hatte seine Flöten-Duo-Partnerin Sarah Heemann mitgebracht, aus der Klasse der verstorbenen Professorin Gunhild Ott, die zur Zeit von Anne Romeis vertreten wird. Mit der Sonate für Flöte und Klavier D-Dur op. 94 von Sergej Prokofjew legten die beiden zunächst einen modernen Klassiker für diese Besetzung blitzblank hin. (...) Der Höhepunkt war die Uraufführung ‚Après l’après-midi’ für Bassflöte, Klavier und Zuspielband (2017) von (...) Benedikt ter Braak selbst (...).“

Autor: Ingo Hoddick

Die Klarinette in den Mittelpunkt gestellt.
„Folkwang Clarinets“ beeindrucken mit Werken aus der Klassik über die Romantik bis zur zeitgenössischen Musik. Zart und wild.

Dürener Zeitung vom 13.4.2017

„Der Konzertsaal im Haus der Evangelischen Gemeinde zu Düren war am Sonntagabend gut gefüllt mit zahlreichen Besuchern des Konzerts der ‚Folkwang Clarinets’ unter der Leitung von Nicola Jürgensen. (...) was die Studenten der Klarinettenklasse von Nicola Jürgensen an der Folkwang Universität der Künste in Essen präsentierten, war Perfektion, begleitet von großer virtuoser Technik und einem beachtlichen Einfühlungsvermögen. (...)“

Autor: Bruno Elberfeld

Kampagne zum Jubiläum: Folkwang ist ...

Coolibri vom 5.4.2017

„In Essen fallen die orangefarbenen Plakate dieser Tage überall ins Auge: ‚Folkwang ist’ steht darauf und wie mit Edding dazugekritzelt ‚Ja, was denn?’ Nicht das Museum, sondern die Folkwang-Universität stellt diese Frage anlässlich ihres 90-jährigen Bestehens. ‚Folkwang ist’ ist die zentrale Kampagne zum Jubiläum und jeder ist aufgefordert, die Frage zu beantworten. (...) Hervorgegangen aus dem Zusammenschluss von ‚Folkwangschule für Tanz, Musik und Sprechen’ mit der Kunstgewerbeschule machte sie sich die interdisziplinäre und spartenübergreifende Vermittlung der darstellenden und bildenden Künste zum Ziel. (...) Die Frage, was Folkwang ist, zielt also gar nicht so sehr nach innen, sondern nach außen. (...) Die Statements, die auf der Kampagnen-Seite eingehen, werden alle veröffentlicht, auch wenn sie mal etwas kritischer ausfallen, denn letztlich geht es auch darum, herauszufinden, was von den Werten und der Arbeit der Folkwang in der Stadt bekannt ist und wo noch Kommunikationsbedarf herrscht. Und natürlich sollen wir uns alle aufmachen, die Folkwang-Universität persönlich kennenzulernen. Im kulturellen Leben Essens hat sie ohnehin mit ihren Veranstaltungen einen festen Platz und aus Essen-Werden ist sie gar nicht wegzudenken. Im Jubiläumsjahr stehen neben den regelmäßigen Diplompräsentationen und Konzerten einige weitere Highlights an. So feiert am 4.4. das Musical ‚Goethe! Auf Liebe und Tod’ Premiere, ab 14.4. werden im Folkwang-Museum die Master-Arbeiten der Fotografinnen und Fotografen gezeigt und im Herbst stehen sämtliche Beethoven-Sonaten auf dem Programm. Den Abschluss des Jubiläumsjahres bildet die Premiere von Henry Purcells Oper ‚The Fairy Queen’ am 7.12., die ganz im Sinne des Folkwang-Gedankens von unterschiedlichen Studienzweigen gemeinsam realisiert wird.“

Autor: HR

Höllenzauber und Liebesrausch.
Begeisterung für das neue Goethe-Musical in der Folkwang-Universität. Im Mittelpunkt steht der junge, heftig verliebte Dichter. Songs mit Ohrwurmqualität.

WAZ vom 6.4.2017

„(...) ‚Goethe! Auf Liebe und Tod’ nennt Librettist und Regisseur Gil Mehmert das zweieinhalbstündige Werk, das er zusammen mit Stage Entertainment und den Musicalstudierenden der Abschlussklassen und Gästen auf der Grundlage von Philipp Stölzls Kinofilm ‚Goethe’ erarbeitet hat. Die Uraufführung in der voll besetzten Neuen Aula wurde mit Begeisterung aufgenommen. Möglicherweise setzt sich damit der Riesenerfolg des Fußball-Musicals ‚Das Wunder von Bern’ fort. Auch jetzt schuf der Komponist Martin Lingnau eine dichte Songfolge von 30 Titeln, die teilweise Ohrwurmqualitäten aufweisen. (...) Mehmert verknüpft die Figuren aus Wirklichkeit und Dichtung geschickt miteinander. (...) Die Szenen laufen flott wie ein Uhrwerk ab, porentief reines Musiktheater, auf Dialoge wird verzichtet. Lingnau schafft eine Partitur, die Pep und Gefühl im Übermaß verstreut. (...) Vorzüglich agieren Sarah Wilken als Lottes Schwester Anne, Anneke Brunekreeft als Margarethe und Florian Minnerop als Wilhelm sowie das restliche Ensemble, das reichlich mit dankbaren Gesangs- und Tanzeinlagen bedacht wird (Choreografie: Simon Eichenberger), die in einem orgiastischen, von Mephisto entfachten Höllenzauber gipfeln. (...)“

Autor: Pedro Obiera

Die neuen Lieder des jungen Goethe.
Die Folkwang Universität zeigt das Musical „Goethe! Auf Liebe und Tod“. Das Stück macht aus dem großen Dichterfürsten einen Popstar von heute.

WAZ vom 1.4.2017

„(...) Auf den Stürmer und Dränger in Liebesangelegenheiten, auf den rastlosen Entdecker und jugendlichen Eroberer konzentriert sich nun das Musical ‚Goethe! Auf Liebe und Tod’ (...). Eine Musical-Welturaufführung in der Werdener Hochschule, aufgeführt von Folkwang-Studierenden – allein das ist eine kleine Sensation. Goethe macht hier ernst mit dem Auftritt als echter Popstar. Er singt und tanzt und wird die Musicalszene ab sofort um einen Helden bereichern, den die meisten vor allem als ergrauten Geheimrat und Dichterfürsten, als erhabenes Universalgenie vor Augen haben. Entstanden ist das Projekt durch die Zusammenarbeit mit dem Folkwang-Professor und Regisseur Gil Mehmert, der auch zum Kreativteam des Musical-Flaggschiffs Stage Entertainment gehört und in Hamburg zuletzt mit großem Erfolg ‚Das Wunder von Bern’ als Musical herausgebracht hatte. (...) Für Buch und Regie zeichnet Gil Mehmert verantwortlich. Bei ihm ist Goethe nicht der überlebensgroße Nationaldichter, der greise Alleswisser, sondern der junge Jurist, den das Schicksal und die Launen des Vaters gerade ins verschlafene Wetzlar verschlagen haben. (...) Große Gefühle, unglückliche Liebe und Songs mit absoluter Charts-Tauglichkeit – das sind die Zutaten, um Goethe gegenwartstauglich zu machen. ‚Wir wollen nicht den Goethe auf dem Sockel’, sagt Mehmert, sondern den jungen Heißsporn, der sich am Establishment und dem akademischen Betrieb erst einmal tüchtig abarbeitet. (...) Das frische Licht auf eine alte Geschichte wirft dabei ein junges Ensemble, das gleichwohl schon große Erfolge vorzuweisen hat. Musicalstars wie Sabrina Weckerlin (Tarzan) und Philipp Büttner (Aladdin) verstärken an einigen der Abende das Studierenden-Ensemble. Die Studiengänge Jazz und Instrumentalausbildung sorgen für die musikalische Begleitung. Goethe ist damit gleichzeitig Herausforderung, aber auch Geschenk zum 90-jährigen Jubiläum der Folkwang Universität.“

Autor: Martina Schürmann

Dieser Ödipus ist sogar für einen Witz gut.
In rekordverdächtigen 50 Minuten folgt eine Aufführung im Theater Rottstraße sehr frei dem Werk von Sophokles. Regisseur Jakob Arnold dampft die Vorlage kraftvoll und mit famosen Darstellern ein.

WAZ vom 17.3.2017

„(...) Unter der Leitung von Jakob Arnold, Regie-Student an der Folkwang-Uni, gelingt den Schauspielstudenten Clara Kroneck als Antigone und Leonhard Meier als Ismene sowie dem Schauspiel-Profi Jost Grix in der Hauptrolle ein theatralischer und dramaturgischer Kraftakt, der mit einer Aufführungsdauer von nur 50 Minuten rekordverdächtig kompakt ist. (...) Maßgeblich verantwortlich für die kraftvoll zusammengedampfte Dramaturgie ist der Folkwang-Lehrer Prof. Hanns-Dietrich Schmidt, der fidel auf Werktreue pfeift und das Drama aufs Wesentliche reduziert; damit passt er perfekt in die Rottstraße, die für ihre Vorliebe für Essentielles bekannt und beliebt ist. Überragend spielte Grix – eine tolle Präsenz, eine fehlerlose Textherrschaft. Außerdem rang er seiner tragischen Figur einigen Witz ab. (...) Stürmischer Applaus.“

Autor: Marcus Römer

„Große Klaviermusik“ mit viel virtuoser Leidenschaft

Rheinische Post vom 9.3.2017

„Fast ganz gefüllt ist der Kleine Konzertsaal am Campus Duisburg der Folkwang-Universität der Künste bei der Reihe der Sparkassenkonzerte ‚Große Klaviermusik’ auch dann, wenn dort ein auswärtiger Gast auftritt. So war es jetzt auch bei (...) Georg Friedrich Schenck, seit 1986 Professor an der Robert-Schumann Hochschule Düsseldorf. Die vier Werke des Abends waren wahrhaft große Klaviermusik, zählten zu den spieltechnisch, stilistisch und auch philosophisch anspruchsvollsten ihrer Komponisten. Den Schwerpunkt bildeten zwei gut halbstündige Meisterwerke der Romantik, nämlich die ‚Davidsbündlertänze’ op. 6 (1838/50) von Robert Schumann und die Schumann gewidmete Sonate h-Moll (1853) von Franz Liszt. (...) Georg Friedrich Schenck warf sich mit Verve noch in die größte Virtuosität und sorgte für leidenschaftliche Aufführungen. (...) Das Publikum war jedenfalls hellauf begeistert (...).“

Autor: Ingo Hoddick

Katernberg zeigt zwei Gesichter.
Grüne Hauptstadt: Anwohner führen die Folkwang-Studierenden beim „Tunnelwalk“ zu den schönen, aber auch zu den schäbigen Ecken ihres Stadtteils Katernberg

WAZ vom 7.3.2017

„Ja, es gibt deutlich schönere Orte in Essen als die Unterführung an der Arendahls Wiese. Der kleine, düstere und mit schlechtem Graffiti beschmierte Tunnel (...) ist eine elementare Verbindung zwischen dem Katernberger Markt und Stoppenberg. Fahrradfahrer, Fußgänger oder Jogger nutzen ihn gleichermaßen oft und alle meist mit einem mulmigen Gefühl – das ergab eine Umfrage der Projektgruppe ‚Unten durch’. Die Gruppe setzt sich aus Mitarbeitern der Folkwang Universität sowie aus Mitgliedern der Bezirksvertretung VI zusammen und hat sich der Tunnel-Umgestaltung angenommen. Seit Sommer 2016 finden regelmäßige Treffen statt, immer mit hoher Bürgerbeteiligung. (...) Während die Anwohner Geschichten von ihrem Kiez erzählen, hören die Studierenden ganz genau zu. Schließlich wird der Fachbereich Gestaltung im Herbst in das neue Gebäude der Folkwang-Uni der Künste in unmittelbarer Tunnel-Nähe einziehen. Die jungen Leute werden somit einen Großteil ihres Studentenlebens hier verbringen und möchten schon alleine deshalb diesen Ort neu denken und gestalten. Die Anwohner freuen sich, dass die Studierenden das Umfeld schöner gestalten wollen. Auf ihre Anregungen und Ideen sind Krisp, Bredenfeld und die etwa 20 anderen Teilnehmer des Tunnelwalks sehr gespannt. (...)“

Autor: Julia Witte

Ein Tanzabend mit pantomimischem Pfiff.
Junge Choreografen präsentieren ihre vielfältigen Arbeiten in der Aula der Folkwang-Universität

WAZ vom 6.3.2017

„So viel Tanz-Vielfalt war lange nicht: Sage und schreibe 24 Stücke präsentierten die Tanzstudierenden der Folkwang-Universität der Künste an ihrem neuen Tanzabend: Soli, Duette und Ensemblestücke, allesamt künstlerisch beachtlich. (...) Virtuosität, Tempo, zackige Bewegungsmuster ebenso wie schlangenhafte Geschmeidigkeit und Verinnerlichung waren zu erleben. Die Komik hatte einen besonderen Platz, Humor und pantomimische Elemente gaben dem Abend den letzten Pfiff. Die Erwartungen der Besucher gegenüber der weltweit anerkannten Folkwang Tanz-Institution wurden erfüllt. (...) Alle hätten es verdient, besprochen zu werden, aber an ein paar wenigen darf man nicht vorbeigehen: Das urkomische, in historische Kostüme gesteckte Dreierteam in ‚Too late to die young’ des Choreografen Ivan Strelkin gehört dazu. Oder das mutwillige Werk ‚All about last night’ von drei frechen Tänzerinnen. Oder ‚Die Garderobe’ von Tian Gao und Frederico Zapata. (...) Furios zum Schluss die ‚Über-Fahrten’ von Magdalena Oettl, bei denen zu massigem Klangvolumen fünf Leute Paarbeziehungen andeuteten, die nicht lange dauern konnten – klar, dazu war die Tanzerei zu wild. Schön wild, wohlgemerkt.“

Autor: Dagmar Schenk-Güllich

Psychoduell der verlorenen Seelen. An der Rottstraße 5 zeigt Regisseur Alexander Olbrich den Krimi „Oleanna“ von David Mamet.
Ein perfides Spiel mit zwei beherzt aufspielenden Darstellern.

WAZ vom 6.3.2017

„(...) In dem Zwei-Personen-Krimi ‚Oleanna’ von David Mamet, der am Samstag unter großem Beifall seine Premiere im Theater Rottstraße 5 erlebte, gibt es nur ein Ziel: die größtmögliche Kontrolle über den anderen. (...) Diesen spannenden Nahkampf zweier verlorener Seelen bringt Alexander Olbrich, Regie-Student an der Folkwang-Uni, relativ schnörkellos, dafür aber präzise und temporeich auf die karg eingerichtete Bühne und vertraut ganz auf die Stärke seiner beiden beherzt aufspielenden Darsteller. Schauspielstudentin Anne Stein trifft dabei auf den erfahrenen Wolfram Boelzle – und es ist ein Spaß, den beiden bei ihrem bitterbösen Clinch, der letztlich auch ein Kräftemessen der Generationen ist, zuzusehen. (...) Anne Steins Spiel (...) lebt von Zwischentönen und einer raffinierten Spannungsdramaturgie. Sie lässt ihre Carol wachsen – vom nervösen, verhuschten Mädchen zur machtvollen Frau, die keine Angst vor Zerstörung kennt. Ein abgründiger Abend.“

Autor: Sven Westernströer

Folkwang-Neubau wird auch ein Schauraum.
Auf dem Welterbe Zollverein entsteht derzeit die Dependance der Werdener Universität. Das Gebäude wird trotz besonderer Ansprüche schneller fertig als geplant. 
Ein Rundgang über eine besondere Baustelle

 WAZ vom 24.2.2017

„Wer eine Hochschule für Gestalter baut, der entwirft nicht einfach ein Ensemble aus Hörsaal, Seminarräumen und Verwaltungstrakt. Der Neubau der Folkwang-Universität der Künste auf Zollverein wird auch ein Schauraum sein, ein Vorzeigeplatz der guten Form. Nicht nur äußerlich hat das vom Stuttgarter Architektenbüro MGF entworfene Gebäude dabei das Zeug zum Hingucker mit seiner Fassade aus verzinktem Stahlblech und dem in unterschiedlich hohe Kuben aufgeteilten Baukörper, der die Formensprache der Umgebung variantenreich aufnimmt. (...) Selbst die Flure weiten sich zu großzügigen Schauräumen mit Mittelpodesten zum Zeigen und Verweilen. Die neue Folkwang Universität auf Zollverein ist schließlich nicht nur ein Ort der Theorie, sondern der kreativen Praxis. Rund 600 Studierende werden hier Industriedesign, Fotografie und Kommunikationsdesign studieren. Auf sie warten nicht nur Zeichensäle, Fotostudio und Dunkelkammer, sondern auch riesige Werkräume beispielsweise für Siebdruck oder Buchbinderei. (...) Die offizielle Einweihung am 26. Oktober kann bereits mit gutem Gewissen vermeldet werden, denn die Bauarbeiten sind nicht nur im Zeitplan, man war sogar schneller als gedacht. (...)“

Autor: Martina Schürmann

Studierende der Folkwang-Universität beweisen im Literaturhaus ihr Talent. Hisako Kawamura brachte vier junge Pianisten mit nach Herne.

WAZ vom 28.1.2017

„Junge Talente und alte Meister konnten die Besucher der Alten Druckerei am Donnerstagabend erleben (...). Zunächst präsentierte Miyoung Cho ihre Interpretation der Sonate As-Dur op.110 von Ludwig van Beethoven. Starke dynamische Kontraste prägen das Spiel der Masterstudentin, ihre Themen arbeitet sie sehr markant und in klaren Konturen heraus, schnell und manchmal fast zu harsch. Aber auch weiche, elegische Momente gestaltet sie sehr reflektiert. (...) Aufhorchen lässt der junge lettische Pianist Georg Kjurdian. Bis in feinste Nuancen durchlebt er seine Interpretation der sehr komplexen Sonate c-Moll op.111 von Beethoven (...). Steigerungen und nahezu explosive Ausbrüche stehen in einem expressiven Gegensatz zu zutiefst verinnerlichten, selbstvergessenen Passagen, die eine Ballade ohne Worte erzählen. Ausdruck bedeutet diesem jungen Pianisten mehr als bloßer Schönklang (...). Sehr lebendig und berührend ist auch Jeongmin Lees Interpretation der drei Klavierstücken D 946, einem Jugendwerk von Franz Schubert. Besonders fasziniert die Frische ihres Spiels, die die überbordende Lebensfreude der Werke gut zur Geltung bringt. (...) Ein ungemein dichtes, komplexes Klangbild entwirft Marika Kuga in der Sonate d-Moll op. 14 von Sergej Prokofiev. Sehr tiefgründig und reflektiert ist ihre Interpretation, vor allem eine meditativ verinnerlichte Elegie überzeugt durch eine überraschende Reife der Gestaltung.“

Autor: N.N.

Studierende erfreuen mit "Black Angels".
Prof. Günter Steinke gelingt es wieder, Studierende für zeitgenössische
Kompositionen zu begeistern.

Rheinische Post vom 27.1.2017

„Jetzt war es im Kleinen Konzertsaal am Campus Duisburg wieder einmal so weit, die ‚Module Neue Musik’ brachten ‚Frische Klänge extra’. 15 besonders begabte junge Menschen (...) fuchsten sich leidenschaftlich in die oft auch spieltechnisch komplexen Strukturen, ließen die sinnliche Klanganalyse zu lebendiger Musik werden. Das ging gleich gut los mit ‚Cendres’ (...) für Altflöte, Violoncello und Klavier von (...) Kaija Saariaho, hier berückend aufgeführt durch Sarah Heemann, Anna Stasevich und Itxaso Etxeberria. (...) Als ein Höhepunkt wirkte auch, wie präzise und suggestiv Yueyi Zang und Xi Chen den Dreiteiler ‚Monument - Selbstporträt mit Reich und Riley (und Chopin ist auch dabei) – Bewegung’ (1976) für zwei Klaviere von György Ligeti (...) hinlegten. Die eigentliche Sensation kam aber erst nach der Pause mit einem wahren Klassiker der Neuen Musik. ‚Black Angels: Thirteen images from the dark land’ war 1970 eines der ersten Meisterwerke des (...) George Crumb und ein klingender Protest gegen den Vietnam-Krieg. Das Streichquartett wird hier nicht nur elektronisch verstärkt, (...) sondern muss auch diverse andere Klänge erzeugen, am auffälligsten mit großen Gongs und kristallenen Wassergläsern. Sungkum Yang und Karin Nakayama (Violine), Kyungwon Lee (Viola), Garwyn Linnel (Cello) und Lukas Tobiassen (Klangregie) waren hier beste Anwälte für diese Musik.“

Autor: Ingo Hoddick

Folkwang-Bogen von Früh- bis Spätbarock gespannt.

Rheinische Post vom 26.1.2017

„Ein ‚Klassenabend Barock’ am Campus Duisburg der Folkwang-Universität der Künste ist immer ein Ereignis. Jetzt war es im (...) Kleinen Konzertsaal wieder so weit, mit Studierenden der Klassen Mayumi Hirasaki (Barock-Violine), Markus Möllenbeck (Barock Violoncello) und Michael Schmidt-Casdorff (Traversflöte). (...) Der Bogen spannte sich (...) von der Sonata quarta D Dur für Violine und Basso continuo (...) mit Johanna Kloppert (Violine) und Emiko Sato (Cembalo) bis zu der Sonate a-Moll für Flöte und Continuo mit Tong Chen (Traversflöte) und Yushan Jiang (Cembalo). (...) mit besonderem Gespür für die erdhaften Klänge der historischen Instrumente gestalteten Cécile Beutler (Violoncello), Salome Ryser (Continuo-Cello) und Marta Dotkus (Cembalo) die Sonate D-Dur für Cello und Continuo (...) von (...) Georg Philipp Telemann. Später im Programm wechselten die beiden Cellistinnen die Rollen in der gleichfalls sehr hörenswerten Sonate G-Dur op. 1 Nr. 7 von Salvatore Lanzetti (...). Ein furioser Abschluss war die Triosonate c-Moll für Violine, Cello und Continuo RV 83 von Antonio Vivaldi mit Yves Ytier (Violine), Salome Ryser (Cello) und Dain Yoo (Cembalo). (...)“

Autor: Ingo Hoddick

„Sinfonietta“ gut besucht.
Das Kammerorchester der Folkwang-Universität der Künste feierte einen großen Erfolg im Kleinen Konzertsaal am Campus Duisburg.

Rheinische Post vom 16.1.2017

„Wie schön, dass die ‚Folkwang-Sinfonietta‘, das Kammerorchester der Folkwang-Universität der Künste, inzwischen auch am Campus Duisburg konzertiert. (…) Das Programm war klug komponiert aus vier Werken, die in mancher Hinsicht miteinander korrespondierten, vor allem im kontrapunktischen Konzertieren. Es ging aus von jenem Brandenburgischen Konzert Nr. 3 G-Dur BWV 1048, in dem Johann Sebastian Bach je drei Violinen, Violen und Violoncelli mit einem Basso continuo aus Kontrabass und Cembalo verband. (…) Angefeuert von Konzertmeister Nikolau Ratchev, fanden die Folkwang-Studierenden hier zu einem fetzigen Musizieren. Dann trat dazu der entschiedene Gastdirigent Manel Valdivieso, im Hauptberuf Chefdirigent des Katalanischen Jugendorchesters. Es gab zwei Kompositionen von Igor Strawinsky, mit denen dieser zurück zu Bach (und zunehmend zu Joseph Haydn) ging (…). Das eine war jenes Oktett für Blasinstrumente, das Strawinsky 1922/23 in Biarritz und Paris komponierte. Das andere war das Concerto in Es ‚Dumbarton Oaks‘ (…). Die eigentliche Sensation kam aber zwischen den beiden Strawinskys, nämlich das Konzert für Oboe und kleines Orchester (1945) von Richard Strauss mit der erstklassigen Solistin Clara Geuchen-Blessing, Jahrgang 1992. Als Barockoboistin ist sie schon Weltklasse, nun absolviert sie auf der modernen Oboe den Exzellenz-Studiengang Konzertexamen bei Prof. Michael Niesemann. (…)“

Autor: Ingo Hoddick

Folkwang-Klavierabend über „Linie und Farbe“

Rheinische Post vom 13.1.2017

„Im ersten Konzert am Campus Duisburg der Folkwang-Universität der Künste im neuen Jahr zeigte die Klavier-Klasse von Prof. Thomas Günther, wie im Laufe der Musikgeschichte die Farbe immer wichtiger wurde als die Linie (…). Neun besonders begabte junge Menschen spielten Musik von ebenso vielen Komponisten, zum Teil nur einzelne Sätze. Das reichte von Han Bee Shin mit der Partita Nr. 2 c-Moll BWV 826 von Johann Sebastian Bach bis zu Tilman Wolf mit der vierten Nummer aus ‚Harrison’s clocks‘ von dem 1934 geborenen Harrison Birtwistle, inspiriert durch einen Uhrmacher aus dem 18. Jahrhundert namens John Harrison (…) beziehungsweise Daria Yuryeva mit der äußerst virtuosen Spanischen Rhapsodie von Franz Liszt. (…) die nacheinander auftretenden Studierenden wurden immer noch sicherer und künstlerisch selbständiger. Ein Gleichgewicht von Fingerfertigkeit und Klangsensibilität war erreicht mit Ye-Kyung Hong und drei der ‚Études‘ von Claude Debussy. Erfreulich, dass Yi Yuan hier drei jener Sieben Elegien von Ferruccio Busoni präsentierte, die selten im Konzert zu erleben sind (…).“

Autor: N.N.

Fühlverstehen vielfältiger Schallwellen.
Der neunte Kontrabass-Marathon ging ins Mark

Werdener Nachrichten vom 13.1.2017

„Der neunte Folkwang-Kontrabass-Marathon gab dem größten und tiefsten Streichinstrument volle drei Tage die facettenreiche Möglichkeiten, die Zuhörer von der doch noch sehr wenig bekannten Klangwelt der ‚Bassgeige‘ zu überzeugen. (…) Im Pina-Bausch-Theater und im Kammermusiksaal verbreiteten ein Jungstudent, Bachelor- und Masterstudenten gemeinsam mit den Folkwang-Professoren Pierre-Emmanuel de Maistre und Niek de Groot sowie Meisterkurs-Gastprofessor Matthew McDonald die tiefen Schwingungen, die nicht nur mittels des Ohr wahrnehmbar sind, sondern auch Brust und Bauch zu erreichen verstehen. Dieses gleichzeitige Fühlverstehen der so vielfältigen riesigen ,dunklen' Schallwellen ermöglichte das Beben der Materie und zeigte die Möglichkeit, es in melodische und harmonische Formen zu gießen. Der Marathon überschrieb die Konzerte mit Titeln wie ‚KontraFrau‘, ‚KontraBarok‘, ‚KontraModern‘ und ‚KontraFrankreich‘ (…). Die Studenten stammen aus vielen europäischen Ländern, Süd-Korea, Georgien. Das Kontra-Finale bot gleich zwei Uraufführungen. Eine von Krzysztof Penderrecki ‚Agnus Dei‘ die andere von Alfred Huber ‚PHI op. 27‘.“

Autor: Odile Baumann

Kein Applaus für „Kein Licht“.
Jelinek-Deutung im Prinz-Regent-Theater verzichtet kurioserweise auf Beifall. Doch wie die Darsteller den schweren Text bewältigen, hätte Jubel verdient.

WAZ vom 9.1.2017

„Diese Aufführung wird in die Geschichte des Prinz-Regent-Theaters eingehen: als erste, die freiwillig auf den Schlussapplaus verzichtet. Als die beiden Schauspieler den Abend für beendet erklären und wieder in ihrem Campingzelt verschwinden, das im hinteren Teil der Bühne aufgebaut ist, erklingt klassische Musik von Bach, und die ganze Szenerie versinkt in einer Art Dämmerschlaf. (…) Aber von vorn: Seit drei Jahren gibt es eine enge Kooperation zwischen dem Prinz-Regent-Theater und der Folkwang-Uni, die es jährlich einem Regie-Absolventen erlaubt, auf großer Bühne Eindruck zu machen und sich damit an anderen großen Häusern zu empfehlen. Diesmal an der Reihe: Daniel Kunze (29) aus Linz, dessen ‚Odyssee‘ an der Rottstraße 5 bereits ein Erfolg war. Für sein Debüt im Prinz-Regent muss man dem jungen Theatermacher gehörigen Mut attestieren, denn er wählte dafür nicht etwa eine handzahme Komödie, sondern direkt einen echten Brocken: ‚Kein Licht‘ von Elfriede Jelinek. (…) Das Stück ist eigentlich keins. Es gibt keine Handlung, keine scharf gezeichneten Figuren, keine Art von Entwicklung, an der sich der Regisseur (und auch der Zuschauer) festklammern könnte. (…) Die ellenlangen Exkurse über Demokratie, Philosophie und Gesellschaft klingen wie eine Sprechoper: Sie sind imposant geschrieben, verlangen den beiden Schauspielern aber alles ab. (…) Auf gold schimmernder Bühne (erdacht von Dorothea Lütke Wöstmann) knetet Kunze aus der Vorlage eine pointenreiche Nummernrevue. Gerät der riesige ‚Prolog‘, den Corinna Pohlmann ganz allein in Höchstleistung auf die Bühne bringt, noch zur allzu schweren Kopfgeburt, geht Kunze der zweite Teil leichter, flockiger von der Hand. (…) Ein Glück kann der Regisseur dabei auf zwei starke Schauspieler vertrauen, die keine Scheu davor kennen, den Jelinekschen Stier bei den Hörnern zu packen. Corinna Pohlmann und Helge Salnikau (…) jagen mit Volldampf durch den schwierigen Text – teilweise sogar synchron und teilweise mit Musik. (…) Gerne hätte man ihnen für diese zwei dicht gepackten Theaterstunden gedankt, doch die Regie hatte andere Pläne. So gibt es für ‚Kein Licht‘ eben auch keinen Applaus. Sei’s drum. Trotzdem: Hut ab.“

Autor: Sven Westernströer

Essener Jazz-Trompeter als Stadtmusiker in Moers.
John-Dennis Renken freut sich über die große Ehre, neue musikalische Spielräume und einen Garten

WAZ vom 6.1.2017

„(…) Dass er (…) musikalisch eine überragende Figur der heimischen Jazzszene ist, beweist der gebürtige Bremer seit Jahren als vielgefragter Begleiter sowie mit eigenen Projekten, etwa seinem ‚Zodiac Trio‘. (…) musikalisch (…) glänzt der 35-Jährige als sensibler Feingeist, der mit offenen Ohren den Input seiner Spielpartner aufnimmt und mit coolen, stets zweckdienlichen Ideen bereichert. Und dies im Kontext elektronischer Klänge ebenso wie in kleinen Jazz-Combos und Bigbands, etwa dem ‚Essen Jazz Orchestra‘, oder ganz aktuell als ‚Livemusik-Installation‘ bei ‚Parsival‘ im Grillo-Theater. Lauter gute Gründe für Tim Isfort, den neuen künstlerischen Leiter des legendären Moers Festivals, den Essener Trompeter als ‚Improviser in Residence‘ 2017 in die Grafenstadt zu berufen. ‚Das ist eine Auszeichnung, die man nur einmal im Leben erhält‘, freut sich John-Dennis Renken (…). Als Nachfolger der Geigerin Carolin Pook kann Renken nun in Moers ein Jahr lang eigene Ideen verwirklichen. (…) ‚Ich finde den Park so schön und kann mir gut vorstellen, mit einem befreundeten Elektroniker im Sommer einen Park-Sound zu schaffen.‘ Außerdem denkt er an Projekte in Moerser Schulen sowie an eine Zusammenarbeit mit dem Schloß-Theater, was ihn besonders reizt. Traditionell darf der ‚Improviser in Residence‘ das Moers Festival eröffnen, wofür John-Dennis Renken sein ‚Zodiac Trio‘ um einige Musiker erweitern will. (…)“

Autor: Sven Thielmann

Ein frecher Zauberkessel voller Hochkultur.
„Uwaga!" bei der Folkwang-Akkordeonwoche

Werdener Nachrichten vom 6.1.2017

„Im Kammermusiksaal tobte „Uwaga!". (…) Das international erfolgreiche Crossover-Quartett ließ den Saal der Folkwang-Universität beben. Eine sicherlich ungewöhnliche Besetzung: Christoph König, Violine & Viola, Maurice Maurer, Violine, Miroslav Nisic, Akkordeon und Matthias Hacker, Kontrabass. (…) Die Atmosphäre im Saal war elektrisierend und die Hälse wurden gereckt, um noch besser zu sehen, was sich einfach unglaublich anhörte: Waghalsiges Tempo mit Witz ließ die Zuhörer fassungslos lächeln, und riss mit, weil auch die Performance Spaß machte. Die Interpretation so frech, stark und virtuos (…). Was die Hochkultur zu bieten hat, wird offenbar in einen Zauberkessel geworfen, mehrfach schwungvoll umgerührt und schon ersteht sie im Gipsy-Sound neu auf, swingt und klingt wie unglaublich gute Klassik-Verwirrung. (…) warum nicht nach Potential in den alten Werken suchen, die feine Jazzthemen oder den Rock ,n' Roll innehaben (…). Dabei verlangen die Musiker auch ihren Instrumenten gelegentlich einen Klang ab, der nicht unterrichtet wird: Wer würde mit einem Plektron an einer Violine hantieren, um alsbald wieder das Peine zu spielen. Nisics Akkordeon scheint alles rauszulassen, was jemals darüber auch nur gedacht wurde. Dazu nimmt sich das Ensemble sehr gern selbst auf den Arm und vergisst bei allem den Respekt nicht – das sorgt offenbar weltweit für Euphorie. (…). Fünf Tage im Bann des Akkordeons fand auch im dritten Jahr ein riesiges Spektrum (…). Künstlerische Leiterin ist Folkwang-Professorin Mie Miki, die hochkarätige Akkordeon- bzw. Bandoneonspieler zu Gastkonzerten gewinnen konnte: Recital mit Veli Kujala, von der Universität der Künste Helsinki, Workshop mit Juan Jose Mosalini und Nathalie Grouet, Flöte. Ein Höhe- und der Abschlusspunkt war der Vortrag von Folkwang-Dozentin Heidi Luosujärvi zur finnischen Akkordeonmusik sowie das Abschlusskonzert von Studierenden – nebst Preisverleihung des Wettbewerbs.“

Autor: Odile Baumann