Folkwang

StuPa Wahl am 31.1.2018 - Alles, was Ihr wissen solltet

Es ist wieder mal so weit.


Der Campus ist beklebt mit Wahlplakaten, auf denen in großen Lettern jeder Fachbereich aufgefordert wird, sich an der hochschulpolitischen Wahl am 31.1.2018 zu engagieren. StudiScout Amelie von Godin hat sich für euch mit StuPa Mitglied Robert Schulz unterhalten, um endlich einmal die Hochschulpolitik zu verstehen. Wenn ihr gut für die Wahl vorbereitet sein wollt, kommen hier ein Podcast und ein HowTo.

 

 

StudiScout StuPa Wahl

StudiScout StuPa Wahl

 

„VERSCHAFFT EUCH GEHÖR“ wird Fachbereich 1 mit Wahlplakaten ermutigt, „ÜBERNEHMT VERANTWORTUNG“ wird an die Studierenden des Fachbereichs 2 appelliert, „MACHT EUCH STARK“, so wird der Fachbereich 3 aufgefordert und für Fachbereich 4 heißt es „GESTALTET MIT“. All das natürlich „für die Hochschule“.

Die Folkwang ist eine Universität der Künste und wo Kunst ist, sollte Politik auch nicht fehlen, oder? Und doch ist die Wahlbeteiligung bei den letzten Wahlen sehr gering gewesen. Mich quält die Frage, sind wir doch nicht so politisch? Oder liegt es daran, dass viele Studierende die unterschiedlichen politischen Organe und deren Aufgaben  nicht genug kennen?  

Okay, lasst mich mal überlegen: Dass der AStA etwas anderes ist, als das StuPa, soweit kommt die Masse noch mit, aber was genau machen StuPa und AStA ?
Ich bin Amelie, studiere im vierten Semester im Fachbereich 3. Da ich aber schon an dieser kleinen Unterscheidung nicht mehr ganz sicher bin, habe ich mich entschieden in meiner Rolle als StudiScout einen Artikel unter dem Arbeitstitel „Hochschulpolitik for Dummies“ zu schreiben, um ein bisschen Licht ins Dunkel zu bringen.

Dafür habe ich zwei Gespräche mit Robert Schulz geführt. Robert studiert im dritten Jahr Tanz und ist hochschulpolitisch aktiv. Ausschnitte des Gesprächs findet ihr im Podcast.

 

 

„Im Grunde ist das Konzept ähnlich einer parlamentarischen Demokratie“

So erklärt es mir Robert. In dieser Gegenüberstellung ist das Studierenden Parlament, kurz StuPa,  der Bundestag, also ein beschlussfassendes Organ und eine Kontrollinstanz, damit die Legislative.  Der Allgemeine Studierenden Ausschuss, kurz AStA, wäre dann die Bundesregierung, die ausführende Kraft, also die Exekutive. Beides sind Organe der Studierendenschaft.

Das StuPa

Am 31.1.2018 werden in jedem Fachbereich VertreterInnen für das StuPa gewählt. Dafür haben sich mehrere interessierte Studierende auf die Wahlliste setzen lassen. Pro Fachbereich gibt es eine Liste, von dieser werden drei VertreterInnen in das StuPa gewählt. Zu den zwölf FachbereichsvertreterInnen, kommen sieben weitere Studierende ins StuPa. Sie repräsentieren die gesamte Studierendenschaft, auch dafür gibt es eine Liste. Diese sieben Studierenden können quasi als Ausgleich dienen, wenn ein Fachbereich verhältnismäßig groß und dazu noch engagiert ist.
Insgesamt sind also 19 Mitglieder im StuPa.

Der AStA

Den kennt man!
Er sitzt in diesem netten, kleinen, weißen Häuschen auf dem Campus in Essen-Werden, vergibt Sozialstipendien und wirft, last but not least, gute Partys.
Während man in das StuPa gewählt werden muss, kann man sich als interessierte/r StudentIn im AStA sofort beteiligen. Beispielsweise könnte man sich einem der Referate mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten anschließen.
Lediglich der Vorsitz und der/die SchatzmeisterIn werden vom StuPa gewählt. Nach einer neuen Regelung müssen auch die Vorsitzenden der einzelnen Referate des AStAs durch das StuPa abgesegnet werde.

Das hat folgenden Grund: Das StuPa ist eine Kontrollinstanz für den AStA, besonders in finanziellen Angelegenheiten. Grundsätzlich ist hochschulpolitisches Engagement eine ehrenamtliche Arbeit, die aber teilweise mit Aufwandsentschädigungen entlohnt wird. „Das ersetzt zwar keinen Minijob“ lacht Robert „aber dennoch ist es die Verantwortung des StuPas aufzupassen, dass ausgegebene Gelder allen Studierenden zugute kommen.“

Neben AStA und StuPa gibt es noch die Gremien Fachbereichsrat und Senat an jeder Hochschule. Hier sind alle Statusgruppen vertreten. Aber das ist ein anderes Thema für eine nächste Folge von „Hochschulpolitik für Dummies“.

 

Warum am 31.01. wählen gehen?

Naja, nur wer wählt, gibt seine Stimme ab und kann damit etwas bewegen.
Es gäbe sogar die Möglichkeit, bei sehr relevanten Themen, eine Direktabstimmungen unter den Studierenden der gesamten Studierendenschaft zu machen, quasi wie eine Folks-/ Volksabstimmung.
Das Problem ist leider, dass die Wahlbeteiligung bei der StuPa Wahl in den letzten Jahren sehr gering war, deswegen wurde von dieser Möglichkeit noch kein Gebrauch gemacht.
Durch eine aktive Hochschulpolitik kannst du dein Studium und dein universitäres Leben verbessern, dafür reicht es schon wählen zu gehen.
Außerdem betrifft Hochschulpolitik nicht nur interne Überlegungen.
„Sie spiegelt die Bildungspolitik des Landes, bzw. der Bundesregierung.“ stellt Robert fest.

Von dem her: Politik ist sexy.
Geht wählen!


31.1.2018 - StuPa Wahl

Übrigens:
Sitzungen vom StuPa und AStA sind teilweise öffentlich. Natürlich gibt es Angelegenheiten die auf Grund von Verschwiegenheitsklauseln hinter verschloßenen Türen diskutiert werden, aber ansonsten sind interessierte ZuhörerInnen immer willkommen.

 

Foto: Amelie von Godin

 

Ein Beitrag im Rahmen des Projekts „Folkwang StudiScouts“.

 

Amelie von Godin / 29. January 2018