Am 04. Dezember 2025 überreichte Holger Zebu Kluth, Rektor der Folkwang Universität der Künste, den DAAD-Preis 2025 an Bokeum Lee. Der Preis würdigt hervorragende Leistungen von internationalen Studierenden an deutschen Hochschulen und ist mit 1.000 Euro dotiert.
Foto: Julian Duprat Petrich
Bokeum Lee, geboren 1996 in Seoul (Südkorea), studiert seit 2023 im Masterstudiengang Photography Studies and Practice an der Folkwang Universität der Künste. Zuvor schloss sie bereits den Bachelor of Arts in Fotografie an der Folkwang Universität der Künste ab.
Im Zentrum ihrer künstlerischen Arbeit während des Masterstudiums stehen Cyanotypien auf handgestrickten Stoffen. Durch den Transfer von Fotografien aus der Kindheit, von Familien sowie alltäglichen Szenen auf Textilen entstehen Installationen, die gleichzeitig abstrakt und wortwörtlich fassbar sind. Die Vergänglichkeit des Erinnerns wird für die Betrachter*innen somit visuell und haptisch spürbar gemacht.
Neben ihrer hervorragenden künstlerischen Leistung wird Bokeum Lee auch für ihr breites soziales und politisches Engagement ausgezeichnet, u. a. für ihr Engagement im Fachbereich Gestaltung, für ihre Kommiliton*innen sowie für ihre Tätigkeit als Kuratorin. Hierbei beschäftigt sie sich vor allem mit gesellschaftlichen Fragen, Diversität in der Kunstszene und der Erfahrung von Diaspora in Deutschland.
Elisabeth Neudörfl, Professorin für Dokumentarfotografie an der Folkwang Universität der Künste, begründet ihre Nominierung Lees wie folgt: „[Sie befasst sich] in ihrer eigenen künstlerischen Arbeit, vor allem aber in ihrem kulturellen beziehungsweise interkulturellen Engagement mit höchst relevanten gesellschaftlichen Fragen im interdisziplinären Austausch. Sie nimmt zum Bei-spiel Migration und Identität in den Blick und schafft Räume des Austauschs und der Gemein-schaft. Sie spürt Leerstellen im Kunstdiskurs auf und bietet dafür Positionen an. Dies alles tut sie mit großer Offenheit und Sympathie.“
Mehr zu Bokeum Lee gibt es auf ihrer Website.
Über den DAAD-Preis
Der mit 1.000 Euro pro Hochschule dotierte DAAD-Preis, der seit mehr als zehn Jahren vergeben wird, soll dazu beitragen, den großen Zahlen ausländischer Studierender an deutschen Hochschulen Gesichter zu geben und sie mit Geschichten zu verbinden. Damit wird deutlich, dass jede*r einzelne ausländische Studierende ein Stück von Deutschland in ihre*seine Heimat mitnimmt und etwas von sich in Deutschland lässt – eine Bereicherung für beide Seiten.
Die Studierenden, die über ihre jeweilige Gasthochschule einen solchen Preis erhalten haben, stehen für ihre Kommiliton*innen aus der ganzen Welt. Sie sind künftige Partner*innen für Deutschland in Wirtschaft, Politik und Wissenschaft.
Kroll / 05. December 2025