Folkwang Alumna Marie-Lena Kaiser für Pina Bausch Fellowship 2018 ausgewählt

Folkwang Tanz-Absolventin ist unter den vier StipendiatInnen der Pina Bausch Foundation 2018


Jährlich vergibt die Pina Bausch Foundation Arbeitsstipendien für Tanz und Choreographie an ausgezeichnete Tänzerinnen und Tänzer. Folkwang Alumna Marie-Lena Kaiser ist Choreographin und Performerin -  und eine der vier StipendiatInnen des Jahres 2018.

Foto: Moritz Mögel

Foto: Moritz Mögel

 

Die Jury betonte in ihrer Begründung für Kaisers Auszeichnung die frühe Entwicklung einer eigenen choreographischen Sprache. Bereits im Studium an der Folkwang Universität der Künste habe sie einen selbstständigen, kritischen und spielerischen Umgang mit dem Wissen um Tanztraditionen erforscht:


„In a first impression you can understand that Kaiser’s work is pushing it’s own boundaries of experience and intensity. She displays a bold and unusual choice, developing the selected idea in depth, in a refined mix of ludic and dramatic expressions, using minimalism as well as an explosive energy.” (Jury Begründung Februar 2018)


Während ihres Studiums arbeitete sie am Tanzhaus NRW, der Tanzfaktur Köln, der Zeche 1 und anderen namhaften NRW-Institutionen. Nach ihrem Abschluss absolvierte Marie-Lena Kaiser unter anderem eine Residenz bei Franz Anton Cramer auf Pact Zollverein im Rahmen von „Choreographische Dialoge“. Mit der Produktion „TRASHedy“ reiste sie auf Tour durch China, Rumänien und Litauen.


Marie-Lena Kaiser besuchte mit kulturellen Austauschen u.a. Burkina Faso, Ghana, Mosambik und Südafrika und kam dort zuerst mit afrikanischen Tänzen und KünstlerInnen in Kontakt. Auch das nun von der Pina Bausch Foundation geförderte Arbeitsstipendium soll diesen Aspekt ihrer Arbeit unterstützen: Sie wird bei dem mosambikanischen Choregraphen Horácio Macuácua hospitieren und mit ihm nach Maputo sowie zu verschiedenen Festivals und Workshops in Europa folgen.


Das Pina Bausch Fellowship for Dance and Choregraphy wird jährlich an bis zu vier StipendiatInnen vergeben und fördert gezielt internationale Kooperationsprojekte. Es ist mit 2.500,- Euro dotiert und wird unterstützt von der Kunststiftung NRW.

 

Foto: Moritz Mögel

 

Emily Jeuckens / 08. February 2018