Folkwang Shakespeare-Festival 2016

  • William Shakespeares "Viel Lärm um nichts"
  • vier nationale und eine gemeinsame internationale Produktion
  • mit Studierenden der Staatlichen Theaterakademie PWST Kraków, Polen | Durban University of Technology, Südafrika | University of Melbourne, Australien | Folkwang Universität der Künste, Deutschland
  • vom 06.04.2016 bis 16.04.2016

Willkommen zum Folkwang Shakespeare-Festival 2016 

Die Folkwang Universität der Künste freut sich, als Initiatorin und Teil des Shakespeare-Festivals erneut Gastgeberin sein zu dürfen und das in einem besonderen Jahr:
Am 23. April 2016 jährt sich der Todestag von William Shakespeare zum 400. Mal. Zum Festival begrüßen wir Gäste aus Durban, Krakau und Melbourne. Sie bringen ihre Ideen und Interpretationen mit, entstanden auf Basis ihrer kulturellen Herkunft – ein inspirierender Austausch für alle Studierenden.
Diversität ist eine wichtige Quelle der Inspiration und wird an Folkwang als eine der Kernaussagen der Hochschulentwicklung gesehen. Wir freuen uns auf viele spannende Inszenierungen, geschaffen in einem Umfeld, das Kreativität jenseits von Landesgrenzen fördert. Im Namen des Rektorats wünsche ich diesem ungewöhnlichen Festival viel Erfolg!

Ihr Prof. Kurt Mehnert
Rektor der Folkwang Universität der Künste

Viel Lärm um nichts - Das 8. Folkwang Shakespeare-Festival

Willkommen zum 8. Folkwang Shakespeare-Festival – diesmal geht es um "Viel Lärm um nichts".
In keinem anderen Stück Shakespeares wird so viel belauscht, beobachtet, spioniert, denunziert und fehlinformiert. Das Stück ist ein abgründiges, verwirrendes Spiel um Sprache und Kommunikation, Rollenverhalten und Voyeurismus. Die Wahrheit, die man zu erkennen meint, ist die größte Lüge. Können wir dem, was gesprochen wird, vertrauen? Alles ist Theater in dieser Komödie und das Publikum sitzt mittendrin.
Ein Stück um die Kraft der Worte und das Miteinander, wie gemacht für die Idee unseres Festivals, in der Theaterarbeit gemeinsam, international, Sprachbarrieren überwindend erlebbar wird. Wir wünschen viel Freude bei den nationalen und der an Folkwang zusammen erarbeiteten internationalen Inszenierung.

Prof. Hanns-Dietrich Schmidt
Prorektor für Internationales und Veranstaltungen der Folkwang Universität der Künste

Informationen zu den teilnehmenden Hochschulen & RegisseurInnen

Staatliche Theaterakademie PWST Kraków, Polen
Durban University of Technology, Südafrika
University of Melbourne, Australien
Folkwang Universität der Künste, Deutschland

Interviews zum Shakespeare-Festival 2016

Wir haben vorab mit Studierenden und RegisseurInnen der jeweiligen Hochschulen gesprochen und sie nach ihren Erfahrungen in der Vorbereitungsphase, ihren Erwartungen an das Festival und die Shakespearerezeption in ihrem Land gefragt.
Die Interviews finden Sie hier.

Information zum Stück "Viel Lärm um nichts“

Was für eine Gesellschaft! Da kommen ein paar Männer, die sich ziemlich toll und cool finden, aus einem Krieg zurück, in dem sie sich leidlich amüsiert haben. In Messina, bei Gouverneur Leonato, soll der Spaß weitergehen. Claudio ist scharf auf Leonatos Tochter Hero; die sagt nicht viel, aber um Liebe geht es hier sowieso nicht. Hero ist als reiche Erbin eine gute Partie. Sein Herr Don Pedro mag kleine prickelnde Betrügereien und wirbt an Claudios Stelle - so erfolgreich, dass Missverständnisse entstehen. Um die Zeit bis zur Hochzeit noch weiter aufzupeppen soll ein zweites Paar zusammengebracht werden: Benedikt und Beatrice, zwei ziemlich autonome Individuen. Sie sind verschrien als Frauenverächter und Männerhasserin, haben aber nur hohe Ansprüche an Partnerschaft und sind einfach intelligenter als alle anderen zusammen. Sie fetzen sich prächtig über die Ehe und die Liebe - und scheinen doch füreinander bestimmt. Nur muss mit den gewohnten Spielchen etwas nachgeholfen werden. Aber da ist auch ein Spielverderber: Don John, Pedros "böser Bruder", der den ganzen Laden hasst und keinem sein vermeintliches Glück gönnt. Es gelingt ihm, ausgerechnet Hero als vermeintliche Hure zu entlarven... Am Ende klärt sich durch eine Reihe von Finten und Tricks alles auf. Immerhin: Ein wirkliches Paar hat sich gefunden, Benedikt und Beatrice. Und noch ein weiteres Traumduo gibt es, Holzapfel und Schlehwein, zwei der wunderbarsten Komikerfiguren, die Shakespeare geschaffen hat. Ist es ein Wunder, dass gerade sie die Hauptintrige unfreiwillig aufdecken?