AbsolventInnen des Studiengangs Regie
 


Daniel Kunze

Abschlussjahrgang 2017

Daniel Kunze wurde 1988 in Linz, Österreich, geboren. Eine ersehnte und vielversprechende Fußballkarriere wurde aufgrund einer Verletzung vorzeitig beendet. Nach dem Studium der Publizistik in Wien begann er eine Schauspielausbildung bei Heribert Sasse. Es folgten Theaterengagements und die Produktion von Kurzfilmen. Der Wechsel in die Regie erfolgte 2013 mit dem Studium an der Folkwang Universität der Künste, im Geiste jedoch früher. Er hospitierte unter anderem bei Luk Perceval am Thalia Theater und Antu Romero Nunes am Burgtheater.
Während seines Regiestudiums erarbeitete er eigene Stückentwicklungen sowie Texte von Tschechow, Horváth oder Werner Schwab und zeigte diese bei verschiedenen Festivals wie etwa dem Cheers for Fears - Festival NRW oder bei Gastspielen in Essen, Düsseldorf oder Köln. Sein Film „Wenn ich Ich sage“ (zusammen mit Mats Süthoff) gewann den Publikumspreis der Fiktiva-TheaterFilmFest Düsseldorf.

Mit großer Lust inszeniert er auch den Theaterraum fordernde Texte an verschiedenen Häusern, wie etwa Homers Odyssee am Rottstraße5-Theater (eigene Textfassung) oder Jelineks Kein Licht. am Prinzregenttheater Bochum. Zum Abschluss hat Daniel Kunze den Roman Die Möglichkeit einer Insel von Michel Houellebecq (eingeladen zum Körber Studio Junge Regie in Hamburg) ebenfalls in eigener Fassung auf die Bühne gebracht.

Anne-Kathrine Münnich

Abschlussjahrgang 2017

Anne-Kathrine Münnich studierte Philosophie und Theaterwissenschaft in Leipzig und Wien und Kulturwissenschaft an der HU Berlin. Dort entsteht auch ihre erste eigene Regiearbeit 25 Sandsäcke und ein Haufen Depression - ein Rechercheprojekt zum Thema Depression, das sie gemeinsam mit Thomas Köck entwickelt und beim 100°Festival Berlin zeigt.

Während ihres Regiestudiums an der Folkwang Universität der Künste realisiert Anne-Kathrine Münnich weiterhin eigene Stückentwicklungen, u.a. in Zusammenarbeit mit Lorenz Nolting. Diese werden beim NRW-Nachwuchstheatertreffen Cheers for Fears, am Frankfurt LAB und den Landungsbrücken Frankfurt gezeigt. 2015 realisiert sie die Jubiläumsinszenierung des Studiengangs Physical Theatre, inspiriert von der Rede zum Unmöglichen Theater von Wolfram Lotz. Sie erklärt den Bühnenraum zum zentralen Moment ihres Schaffens und experimentiert mit dem grotesken Körper. Sie inszeniert mit Begeisterung 'Die Möwe' von Čechov und Geschichten aus dem Wiener Wald von Horváth. In ihrem letzten Studienjahr erarbeitet sie den zeitgenössischen Text Santa Monica von Akin E. Sipal für die Bühne des Freien Werkstatt Theaters Köln. Mit ihrer Diplominszenierung 'Preparadise sorry now' von R.W. Fassbinder war sie zu Gast in Stuttgart am Wilhelma Theater, im Frankfurt LAB und am FFT Düsseldorf.


Hospitiert hat sie am Schauspiel Leipzig und am Staatsschauspiel Dresden und am Deutschen Nationaltheater Weimar, wo sie ihr Interesse für zeitgenössische Autoren wie Oliver Kluck und Wolfram Lotz entwickelt. Assistiert hat sie beim theatercombinat Wien für Claudia Bosse, für Schorsch Kamerun bei den Wiener Festwochen, zuletzt für Luk Perceval am Thalia Theater und für Johan Simons bei der Ruhrtriennale 2016.

Laura Natalie Junghanns

Abschlussjahrgang 2016

Laura N. Junghanns wurde 1991 im geografischen Osten Deutschlands geboren. Neben einer vielfältigen Nebenjobkarriere absolvierte sie vor, während und nach ihrem Regiestudium an der Folkwang Universität der Künste zahlreiche Regiehospitanzen und -assistenzen, u.a. sophiensaele Berlin, Schauspiel Frankfurt, Schauspiel Dortmund.

Mit ihrem Kollektiv KimchiBrot Connection, deren weitere Mitglieder die beiden Folkwang Physical Theatre Absolventen Elisabeth Hofmann und Constantin Hochkeppel sind, gewann Sie 2017 mit dem Stück 'living happily ever after' den Petra-Meurer-Preis sowie den KunstSalon Theaterpreis und erhielt die Chance auf zahlreichen Festivals zu spielen, u.a.FRiNGE Festival 2017 (Ruhrfestspiele), Teatro Bastardo Palermo 2017.

Seit 2016 realisiert Junghanns zudem als Teil der Filmproduktionsfirma lostgarden eigene Filmarbeiten, u.a. für den Singer-Songwriter Tommy Finke und den queeren PopMusiker Matthew Wood. In der Spielzeit 2017/18 wird sie mit Orlando nach Virginia Woolf ihre erste Regiearbeit am Schauspiel Dortmund zeigen.

> Zur Website von Laura N. Junghanns

Nina de la Parra

Abschlussjahrgang 2015

Nina de la Parra, geboren 1987 in Amsterdam, studierte zunächst an der Year Out Drama Company in Stratford-Upon-Avon und machte dann einen vierjährigen MA Honours in Englischer Literatur und Germanistik an der Universität von Edinburgh, mit einem Austauschjahr an der FU Berlin.

Am Studententheater in Edinburgh konnte sie ihre ersten Regieversuche verwirklichen (Marat/Sade, Der Widerspenstigen Zähmung) und inszenierte Comedy-Gruppen für die Edinburgh Fringe.

Im Rahmen der Folkwang-Regieausbildung inszenierte sie u.a. Penthesilea, Shakespeares sämtliche Werke (leicht gekürzt) und Macbeth. Sie schrieb, inszenierte und sang in What Love Is mit Folkwang Jazz-Musikern Moritz Götzen, Karl Degenhardt und Tim Bücher - ihrer Theaterband.

Während ihres Studiums absolvierte sie ein Regie-Praktikum bei Thomas Ostermeier und eine Regieassistenz bei Ivo van Hove bei Toneelgroep Amsterdam. 2015 wird sie weiterhin bei Ivo van Hove assistieren (Kings of War, Wiener Festwochen, De Stille Kracht, Ruhrtriennale).

Ihr Debut am deutschen Stadttheater zeigt sie im Februar 2015 am Theater Oberhausen mit Eine Sommernacht, wofür sie weiterhin mit ihrer Jazzband und Jutta Bornemann als Bühnen- & Kostüm-Designer arbeitet. Derzeit inszeniert Nina de la Parra am Theater Neuss, sowie am Theater Osnabrück.

Tim Hebborn

Abschlussjahrgang 2015

Tim Hebborn, geboren '85, wollte eigentlich Rapstar werden, schaffte es mit seiner Band sogar ins Vorprogramm von Clueso und Udo Lindenberg. Aber davon den Lebensunterhalt bestreiten? Fehlanzeige.

Deshalb dann: Theater! Steht in puncto Sprache und Rhythmus dem HipHop ja auch wirklich in Nichts nach.

Hospitanzen und Assistenzen am Schauspielhaus Bochum, Schauspielhaus Köln, Landestheater Neuss (Stephan Kimmig, Victor Bodo u.a.). Seit 2011 Regiestudium an der Folkwang Universität in Bochum. Tim Hebborn hat geübt an Hebbel, Arthur Miller, Richard III. und Blaubart. Kleine Inszenierungen von Horváth, Sarah Kane und Grabbe im Pina Bausch-Theater Essen und am Rottstraße5-Theater in Bochum.

Eine Einladung zum Encounter Festival nach Tschechien mit Phaidras Liebe. Folkwang-Theaterprojekte führten ihn auf Reisen in ferne Länder wie Ungarn, Mazedonien und Portugal. Seine Heimat ist Köln.

2015 inszeniert er am Theater Bielefeld eine Dramatisierung der Novelle Frühling der Barbaren von Jonas Lüscher und ist mit seiner Abschlussinszenierung Judith von Hebbel Teilnehmer beim Körber Studio 2015, am Thalia Theater in Hamburg. Im November 2015 feiert Tim Hebborns zweite Inszenierung am Theater Bielefeld, Annie Ocean, Premiere.