Tradition schafft Innovation

Der Folkwang Tanz gibt seit seiner Gründung 1927 durch Kurt Jooss immer wieder wegweisende Impulse in die nationale und internationale Tanzszene.

In den 30er Jahren als Keimzelle des neuen Tanzes beginnend, hält die Tanzabteilung auch nach dem zweiten Weltkrieg an ihrem Credo einer zeitgenössischen Ausbildung fest. In Deutschland setzt eine Restauration des Klassischen Tanzes ein, der Moderne Tanz geht mit dem Dritten Reich unter. Jooss, aus der englischen Emigration zurückkehrend, setzt seine hier begonnene Arbeit trotzdem fort. In einer Atmosphäre von Offenheit, Neugier, Innovation und künstlerischer Experimente erwachsen aus der Tanzabteilung immer wieder neue Choreographen und der Fluss ist bis heute ungebrochen.

Namen wie Pina Bausch, Susanne Linke und Reinhild Hoffmann sind in den 70er Jahren maßgeblich am Wiederaufleben des Modernen Tanzes in Deutschland beteiligt. Und wie in den 30er Jahren war wieder die Folkwang Universität der Künste ein wesentlicher Katalysator dieser Bewegung. Seither hat die Tanzabteilung immer wieder Choreographenpersönlichkeiten hervorgebracht, die ausgehend von den Jooss´schen Prinzipien ihre individuelle Bewegungssprache, ihre künstlerische Handschrift, ihren eigenen Stil entwickelt haben und dies in zeitgemäße Choreographien einfließen lassen, so z.B. :

Kurt Jooss, Sigurd Leeder, Hans Züllig, Jean Cebron, Pina Bausch, Susanne Linke, Reinhild Hoffmann, Mitsuru Sasaki, Claudia Lichtblau, Christine Brunel, Wanda Golonka, Urs Dietrich, Joachim Schlömer, Gregor Zöllig, Mark Sciezkarek, Daniel Goldin, Stephan Brinkmann, Rainer Behr, Felix Ruckert, Rodolpho Leoni, Toula Limnaios, Henrietta Horn, Torsten Konrad, Samir Akika, Lorca Renoux, Chuo Ku Wu, Benjamin Riepe, Carlos Maria Romero.