Folkwang Tanzstudio

Vorstellungen

„… une campagne noire de soleil / Schatten Licht“
sept scènes de ballet pour ensemble

10. und 11. November 2017 | 19.30 Uhr
Neue Aula der Folkwang Universität der Künste | Campus Essen-Werden

  • Komposition: Manfred Trojahn
  • Musikalische Leitung: Hannes Krämer
  • Choreographie : Reinhild Hoffmann
  • Orchester: Ensemble Musikfabrik
  • Tanz: Folkwang Tanzstudio
  • Film: Michael Muschner
    Gefördert durch: Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW und KUNSTSTIFTUNG NRW

Weitere Informationen:  FTS_une campagne

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Beteiligte KünstlerInnen

Bettina Stoess Hoffmann Reinhild
Foto: Bettina Stoess

_Reinhild Hoffmann
Reinhild Hoffmann gehört – mit Johann Kresnik, Gerhard Bohner, Pina Bausch, und Susanne Linke – zu der Pioniergeneration des deutschen Tanztheaters. Ihre Ausbildung erhielt sie an der Folkwang-Hochschule Essen unter Leitung von Kurt Jooss. 1978 übernahm sie die Leitung des Bremer Tanztheaters (bis 1981 gemeinsam mit Gerhard Bohner).
„Ihre dort entstandenen Arbeiten unterschieden sich vom traditionellen Handlungsballett ebenso wie von der klassischen Moderne des Ausdruckstanzes. Es waren nicht mehr länger Choreographien im üblichen Sinn, die Übersetzung einer vorgegebenen Erzählung in die Sprache des Tanzes, sondern tatsächliche „Stücke“, eigene Kompositionen aus Bewegung, Raum und Klang, die das Thema, das sie erzählen, überhaupt erst hervorbringen. Ihre Soloabende erforschen immer wieder neu die Sprache des eigenen Körpers, indem sie dessen Ausdruckspotential radikal beschränken – durch unbewegliche oder sperrige, durch massive oder durch äußerst reduzierte Objekte. In Stücken wie diesen tritt die Auseinandersetzung mit der bildenden Kunst in den Vordergrund. Auch sie bestimmt die Arbeiten Reinhild Hoffmanns von Anfang an.“ (Theresia Birkenhauer)
Die Stücke, die zunächst am Bremer Theater (1978-1986), dann am Schauspielhaus
Bochum (1986-1995) entstanden, wurden auf vielen internationalen Gastspielen gezeigt. Die Arbeit von Reinhild Hoffmann wurde mehrfach mit Auszeichnungen gewürdigt.
Seit 1995 arbeitet sie freischaffend als Choreografin und Regisseurin im Bereich Oper und Musiktheater. Zu ihren Inszenierungen gehören u.a. DON GIOVANNI, TRISTAN UND ISOLDE, SALOME, LES DIALOGUES DES CARMÉLITES, IPHIGENIE AUF TAURIS sowie die Uraufführung von BEGEHREN (Beat Furrer), Uraufführung des Jahres 2003, EIN ATEMZUG – DIE ODYSSEE (Isabel Mundry), Uraufführung des Jahres 2005, und die Schweizer Erstaufführungen der Stücke DIE TÖDLICHE BLUME und MACBETH (Salvatore Sciarrino).

 

 

Manfred Trojahn von Dietlind Konold 8280
Foto: Dietlind Konold

_Manfred Trojahn
Manfred Trojahn wurde 1949 in Cremligen bei Braunschweig geboren. Er studierte Orchestermusik in Braunschweig, später bei Karlheinz und Gertrud Zöller in Hamburg, wo er auch in der  Kompositionsklasse von Diether de la Motte arbeitete.
Seine Arbeiten wurden mit zahlreichen Preisen und Stipendien ausgezeichnet, darunter der Stuttgarter Förderpreis (1972), der 1. Preis im International Rostrum of Composers, Paris (1978), der Sprengel-Preis für Musik (1980) und der Deutsche Musikautorenpreis (2008).
Manfred Trojahn war bis 2017 Professor für Komposition an der Robert Schumann Hochschule, Düsseldorf und ist Mitglied der Akademien der Künste in München, Hamburg, Düsseldorf und Berlin.  Trojahns Werkverzeichnis umfasst nahezu alle Gattungen. Seine Arbeiten werden von bedeutenden Solisten, Orchestern und Dirigenten international zur Aufführung gebracht.
Seit der Aufführung der Oper „Enrico“ in Schwetzingen und München 1991 nimmt das Musiktheater eine vorrangige Stellung in Trojahns Schaffen ein. Seine Opern „Was ihr wollt“ (München 1998), „La Grande Magia“ (Dresden 2008) und „Orest“ (Amsterdam 2011) wurden an zahlreichen internationalen Bühnen produziert. Auch seine Fassung von Mozarts Oper Titus, deren Rezitativtexte er neu komponierte, erlebte Produktionen an zahlreichen Theatern.
In den letzten Jahren beschäftigte Trojahn zunehmend der Umgang mit dem Ensemble, so
entsteht seit 2012 der Zyklus „Quitter“ auf Texte von René Char, von dem 2017 der 6. Teil beim Festival „Acht Brücken“ in Köln mit dem Ensemble Modern zur Uraufführung kam.
2013 schrieb Trojahn „Le Ceneri di Gramsci“ auf einen Text von Pier Paolo Pasolini für die
Musikfabrik und 2015/16 den ersten Teil von „Nocturne – Minotauromachie“ für das Ensemble Intercontemporain.
Weiterhin entstanden im Jahr 2017 das Melodram „Verpasste Gelegenheiten“ für das Klavier Festival Ruhr und der Liedzyklus „Die Sonne sinkt“ für die Liederwerkstatt im Kissinger Sommer. Projekte in der Saison 2017/18 umfassen u.a. eine Neuinszenierung von „Enrico“ an der Oper Frankfurt und die Wiederaufnahme der Produktion „…une campagne noire de soleil / Schatten Licht“ an der Folkwang Universität der Künste.
Manfred Trojahn ist derzeit als Fowler Hamilton Research Fellow am Christ-Church- College in Oxford tätig.

 

 

Kraemer 1 c Anne Dion
Foto: Anne Dion

_Hannes Krämer
Hannes Krämer, Gewinner des Dirigentenwettbewerbes San Gemini 2006, ist ein gefragter Gast bei Orchestern wie den Bamberger Symphonikern, SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg, Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, Ensemble Modern, Radiosinfonieorchester Stuttgart, Nordwestdeutsche Philharmonie Herford, Württembergisches Kammerorchester Heilbronn, Folkwang Kammerorchester Essen, Philharmonie Jena und  den Opernhäusern von Coburg und Aachen. Darüber hinaus konzertierte er unter anderem mit Orchestern in Finnland, Italien, Belgien, Bulgarien, Tschechien, Ungarn, Großbritannien und den USA.
Seine Begeisterung für junge Musiker führte zu einer seit Jahren bestehenden Zusammenarbeit mit der Jungen Deutschen Philharmonie und dem Bundesjugendorchester.
Zeitgenössische Musik nimmt einen großen Stellenwert in Hannes Krämers Tätigkeit ein. So dirigierte er unter anderem Uraufführungen von Peter Beyer und Viera Janarcekova, sowie im Mai 2016 eine Uraufführung von Manfred Trojahns Ballett „... une campagne noire de soleil“ mit dem Ensemble Modern. Darüber hinaus verbindet ihn eine enge Zusammenarbeit mit Helmut Lachenmann. Im Mai 2017 dirigierte er die deutsche Erstaufführung der Oper „the Raven“ von Toshio Hosokawa am Landestheater Coburg und im November 2017 wird er Claus Kühnls Komposition „Strahl“ für Orchester uraufführen.
Hannes Krämer war 2007-2009 Principal Guest Conductor des International Mahler Orchestra und ist seit 2012 Erster Gastdirigent der Belgischen Kammerphilharmonie.
Hannes Krämer studierte in Deutschland und den USA und ist Schüler des finnischen Dirigentenlehrers Jorma Panula. Er sammelte darüber hinaus wichtige  Erfahrungen als musikalischer Assistent von Jonathan Nott und Manfred Honeck.

 

 

Ensemble Musikfabrik 2mb 300dpi Jonas Werner Hohensee
Foto: Jonas Werner-Hohensee

_Ensemble Musikfabrik
Seit der Gründung 1990 zählt das Ensemble Musikfabrik zu den führenden Klangkörpern der zeitgenössischen Musik. Dem Anspruch des eigenen Namens folgend, ist das Ensemble Musikfabrik in besonderem Maße der künstlerischen Innovation verpflichtet. Neue, unbekannte, in ihrer medialen Form ungewöhnliche und oft erst eigens in Auftrag gegebene Werke sind sein eigentliches Produktionsfeld. Die Ergebnisse dieser häufig in enger Kooperation mit den Komponisten geleisteten Arbeit präsentiert das in Köln beheimatete internationale Solistenensemble in jährlich etwa 80 Konzerten im In- und Ausland, auf Festivals, in der eigenen Abonnementreihe "Musikfabrik im WDR" und in regelmäßigen Audioproduktionen für den Rundfunk und den CD-Markt. Bei WERGO erscheint die eigene CD-Reihe "Edition Musikfabrik", deren erste CD "Sprechgesänge" 2011 den ECHO Klassik gewann. Dank seines außergewöhnlichen inhaltlichen Profils und überragenden künstlerischen Qualität ist das Ensemble Musikfabrik ein weltweit gefragter und verlässlicher Partner bedeutender Dirigenten und Komponisten.
Ensemble Musikfabrik wird vom Land Nordrhein-Westfalen unterstützt. Die Reihe „Musikfabrik im WDR“ und der „Campus Musikfabrik“ wird von der Kunststiftung NRW gefördert.


_Folkwang Tanzstudio
Das Folkwang Tanzstudio (FTS) kann auf eine über 80jährige, wechselvolle  Erfolgsgeschichte zurückblicken. Gegründet wurde es 1928 von Kurt Jooss. Choreographen wie Pina Bausch, Susanne Linke, Reinhild Hoffmann, Urs Dietrich, Mark Sieczkarek und Henrietta Horn haben mit ihren Choreographien über die Jahre entscheidend das Profil des FTS geprägt.  Künstlerisch geleitet wurde das FTS von Pina Bausch, bis zu ihrem Tod im Juni 2009. Seit Oktober 2012  steht das Ensemble unter der künstlerischen Leitung von Rodolpho Leoni.

Das FTS ist eine international arbeitende Company, die derzeit 10 professionelle Tänzerinnen und Tänzer aus aller Welt beschäftigt. Das FTS ist angegliedert an das Institut für Zeitgenössischen Tanz der Folkwang Universität der Künste in Essen.
Das Folkwang Tanzstudio hat mit seinen Produktionen einen festen Platz in der nationalen und internationalen Tanzwelt. Gastspiele führten die Company in den letzten Jahren u.a. nach Ägypten, Ost- und Mitteleuropa, Hong Kong, China, Japan, Indonesien und in den Nahen Osten.
Die künstlerische Arbeit wird durch zwei Schwerpunkte geprägt: Zum einen durch die Kreationen von jungen Choreographen im Rahmen ihres Masterstudiums, zum andern durch Stücke, die in Zusammenarbeit mit internationalen Gastchoreographen entstehen.
Ziel ist es, durch eine stilistische und künstlerische Vielfalt choreographische Arbeiten zu entwickeln, die von Experimentierfreude, Bewegungserforschung und Offenheit zeugen. Das FTS versteht sich als ein Ort der Innovation, der Entwicklung von tänzerischer und choreographischer Qualität.

 

Purcell’s The Fairy Queen

Premiere: 7. Dezember 2017 | 19.30 Uhr
Weitere Termine: 9., 11.und 13. Dezember 2017 | jeweils 19.30 Uhr
Neue Aula der Folkwang Universität der Künste | Campus Essen-Werden

  • Oper von Henry Purcell (1659 – 1695)
  • Musikalische Leitung: Prof. Christian Rieger
  • Regie: Achim Lenz
  • Choreographie: Malou Airaudo, Stephan Brinkmann
  • mit Beteiligung aller Folkwang Disziplinen
    Musik, Theater, Tanz, Gestaltung, Wissenschaft
  • Ort: Neue Aula der Folkwang Universität der Künste, Klemensborn 39, 45239 Essen
  • Tickets: 10,00 € / 5.00 € ermäßigt
  • Kartenvorverkauf: im Folkwang Shop | Heckstr. 10 | 45239 Essen
    sowie telefonisch unter 0201_4903-231 oder per Mail an karten(at)folkwang-uni.de

Der Vorverkauf beginnt zum 1. des Vormonats