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Neue Lehrende, neue Studierende und Stipendiensysteme
Personalia zum Wintersemester
Heute beginnt an der Folkwang Hochschule die Vorlesungszeit des Wintersemesters – mit vielen neuen Gesichtern, aber auch mit neuen Stipendiensystemen für die Studierenden und einer Ergänzung der Studienbeitragssatzung. Zum inzwischen schon traditionellen Semesterauftakt "Willkommen!" begrüßt die Hochschule drei neue Professoren und 458 neue Studierende in den Bereichen Tanz, Lehramt, den musikalischen, wissenschaftlichen und gestalterischen Studiengängen. Wie bereits berichtet, sind auch die Wuppertaler Kommunikationsdesigner ab sofort Folkwängler: sieben Professoren, vier Verwaltungs- bzw. Wissenschaftliche Mitarbeiter und 190 Studierende des in Wuppertal auslaufenden Studiengangs wurden zum Wintersemester nach Essen verlagert. Räumlich bleiben Lehrende und Studierende zunächst an der Bergischen Universität.
Neuerungen der Studienbeitragssatzung
Den Folkwang-Weg, der verantwortlichen Beteiligung der Studierendenvertreter in allen Prozessen der Studienbeitragsregelungen, sieht Folkwang Rektor Prof. Kurt Mehnert als "herausragend und einmalig in NRW".
Neu gilt ab diesem Wintersemester, dass alle Studierenden im ersten Studienjahr eines grundständigen Studiengangs von den Studiengebühren befreit sind - sofern sie sich keine Studienleistungen aus vorhergehenden Studien an der Folkwang Hochschule anrechnen lassen.
Um die Aufnahme von Studierenden nicht an die finanzielle Herkunft zu knüpfen, hat Folkwang darüber hinaus auch ein neues Stipendiensystem eingeführt: mit Sozial- und Exzellenzstipendien, die aus den Studienbeiträgen finanziert werden.
Sozialstipendien - in Höhe der Studienbeiträge - werden direkt vom Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) der Hochschule vergeben. Ob ein Antrag berechtigt ist, entscheidet eine Kommission, die paritätisch aus Studierenden und Professoren der Hochschule zusammen gesetzt ist – den Vorsitz hat der AStA-Vorsitzende.
Exzellenzstipendien erhalten zehn Prozent aller studienbeitragspflichtigen Studierenden eines Fachbereichs, die im Laufe eines Semesters besonders herausragende Leistungen erbracht haben. Das Exzellenzstipendium wird nach jedem Semester neu vergeben, auch das Sozialstipendium muss für jedes Semester neu beantragt werden.
Die Studierenden der Folkwang Hochschule kommen nach den Semesterferien aus allen Teilen der Welt zurück – deshalb ist Folkwang auch auf das Thema Schweinegrippe vorbereitet: Seit dem Sommer gibt es an Folkwang einen Krisenstab, der im Falle einer Pandemie auf Notfallpläne zurückgreifen kann.
Folgende drei Professoren sind neu an die Folkwang Hochschule berufen:
Mit Wirkung zum 1. September 2009: Christopher Muller _Professor (W2) für Künstlerische Fotografie
Prof. Christopher Muller (43), geboren in Stade, studierte von 1984 bis 1985 an der Camberwell School of Arts & Crafts in London, von 1985 bis 1989 an der Slade School of Fine Art, London. 1991 folgte der Umzug nach Düsseldorf – zunächst war er Gasthörer an der staatlichen Kunstakademie Düsseldorf, 1996 erhielt er ein Arbeitsstipendium des Kunstfonds e.V. Bonn. 2000 erhielt Christoph Muller den Kunstpreis der Stadt Nordhorn, 2001 wurde er durch die Stiftung Kunst und Kultur, NRW gefördert – 2004 war er Stipendiat für Zeitgenössische Fotografie der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung.
2005 erhielt Christopher Muller einen Lehrauftrag für Fotografie an der staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe, 2007 wurde er als Professor für künstlerische Fotografie an die Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig berufen.
Mit Wirkung zum 1. Oktober 2009:
Elisabeth Neudörfl _Professorin (W2) für Dokumentarfotografie
Elisabeth Neudörfl (41), geboren in Darmstadt, machte zunächst eine Ausbildung zur Fotografin. Es folgte von 1989 bis 1995 ein Studium Foto-/Filmdesign an der Fachhochschule Dortmund, von 1995 bis 1997 studierte sie im Aufbaustudiengang Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Es folgten verschiedene Lehraufträge und Vertretungsprofessuren – zuletzt als Vertretungsprofessorin im Studiengang Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Seit 1994 arbeitet Elisabeth Neudörfl außerdem als freischaffende Künstlerin an künstlerischen Projekten und Ausstellungen.
Bruno Klimek _Professor (W3) für Szenische Ausbildung
Bruno Klimek (51), geboren in Stuttgart, arbeitete von 1976 bis 1979 am Zimmertheater Tübingen als Bühnentechniker, Beleuchter, Tontechniker, Schreiner, Kascheur, Requisiteur, Inspizient und Regieassistent. Es folgten Regieassistenzen in München und am Schauspielhaus Bochum. Von 1988 bis 1992 war Klimek Oberspielleiter, von 1996 bis 2000 Schauspieldirektor am Nationaltheater Mannheim. Klimek arbeitete außerdem als freier Schauspiel- und Opernregisseur – unter anderem am Schauspiel Köln, am Düsseldorfer Schauspielhaus und am Schillertheater Berlin.
2005/2006 war er Vertretungsprofessor und Lehrbeauftragter für Szenischen Unterricht an der Opernschule der Hochschule für Musik Karlsruhe. Seit dem 1. Oktober 2006 hatte er eine nebenberufliche Professur für Szenische Ausbildung an der Folkwang Hochschule inne.
Bereits zum 1. Juni 2009 wurde Matthias Nadolny (52) – seit 1989 Lehrbeauftragter für Tenorsaxophon im Studiengang Jazz an der Folkwang Hochschule – die Bezeichnung "Honorarprofessor" verliehen. Nadolny zählt zu einer festen Größe der deutschen Jazzszene - Ende der siebziger Jahre wurde er als Mitglied von Toto Blankes Electric Circus einem breiteren Publikum bekannt. Er war lange Tenorist in der Band des Vibraphonisten Stefan Bauer und arbeitet seit vielen Jahren in den verschiedensten Kontexten mit dem Trompeter - und Folkwang Professor - Uli Beckerhoff zusammen. Seit 1989 unterrichtet er als Lehrbeauftragter an der Folkwang Hochschule im Studiengang Jazz.
Dr. Kerstin Plüm – wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fach Designwissenschaft - ist zum 1. August einem Ruf an die Fachhochschule Osnabrück gefolgt.
Bereits zum 31. Juli 2009 wurde Professor Michael Roll (63) vorzeitig aus den Diensten der Folkwang Hochschule verabschiedet: Er hatte seit 1987 eine Professur für Klavier an der Folkwang Hochschule inne. Roll gilt er als einer der besten Interpreten der Klavierwerke von Mozart, Beethoven, Schubert und Schumann. Seine Erfolge führten zu Gastauftritten in der ganzen Welt.
Endrulat / 12. Oktober 2009
