Die Folkwang Universität der Künste
in den Medien: eine Auswahl


Musik-Studenten hinterlassen Eindruck

Rheinische Post, 30.05.2013
Kammermusik unter der Leitung von Dirk Mommertz

Der Abend dauerte kaum mehr als eine Stunde, (...) aber der Vortrag enthielt sehr viel künstlerische Substanz, denn auf dem Programm standen zwei absolute Meisterwerke, gespielt von vielversprechenden jungen Menschen.
ingo hoddick


Darsteller ernten Beifallsstürme

Westfalen-Blatt, 23.04.2013
Schauspiel-Ensemble überzeugt mit dem Stück "Frühlings Erwachen" im Neuen Theater

Das Allerbeste an dieser Aufführung war jedoch das Ensemble. Studierende der Folkwang Universität verkörperten die Rollen der Jugendlichen (...).

Mühelos schalteten die Darsteller zwischen den beiden Ebenen um, ließen sich ganz ein auf die miefig-graue Enge des 19. Jahrhunderts und sangen und tanzten sich gleich darauf die Seele aus dem Leib. Das hervorragende, (nur) sechsköpfige Orchester machte es ihnen leicht und entwickelte einen Drive, dem sich niemand entziehen konnte.

Packend!

Cornelia Müller Espelkamp


Überrumpelnde Pubertät

Der Patriot, 22.04.2013
Musical „Spring Awakening“ begeisterte mit einer eindringlichen Inszenierung

Es sind 14 Studierende und Absolventen der Folkwang Universität der Künste, die sich auf der Bühne (...) und in dem siebenköpfigen Orchester profilieren. Die Darsteller überzeugen mit einer außerordentlichen Präsenz und Professionalität. Starke Stimmen singen in den wortgewaltigen und in ein modernes Sprachgewand verpackten Liedern (...).

Das Spiel der Akteure ist ausdrucksstark, intensiv. Sie durchleben förmlich die Ängste der sie überrumpelnden Pubertät, die sie psychisch und physisch fordert.

Spring Awakening ist ein gewaltiges und wahrhaftiges Theater, das nicht nur unterhalten will, sondern in die Tiefe geht. Ihm gelten stehende Ovationen.

n rio


Die Zeit als Gefährte

Werdener Nachrichten, 28.03.2013
Physical Theatre: Studenten gaben beim Abschluss alles

Die "Artist Diploma Physical Theatre" unter der künstlerischen Leitung von Thomas Stich ließen den neuen Kurs dieses Faches nicht nur erahnen. Bis die Kleidung an den Körpern klebte, wurde alles aus ihm heraus gepeitscht, um Bewusstsein zu schaffen und dabei das Publikum mitgenommen auf alle dramatischen Meeresbewegungen menschlichen Gemütes bisweilen auch ausufernd.
baumann


Zwischen Rebellion und Unterwerfung

Recklinghäuser Zeitung, 18.03.2013
„Spring Awakening“ als Folkwang-Koproduktion am MiR

(...) nach der Pause entwickelt das Drama einer Jugend zwischen Rebellion und Unterwerfung Sogkraft. Die authentische Besetzung mit einem spielfreudigen Ensemble aus bühnenerfahrenen Folkwang-Studenten ist das Plus dieser Koproduktion.

Unter Patricia Martins Leitung am Keyboard widmet sich ein Mini-Orchester mit überragendem Cello, Violine, Gitarre, Bass und Schlagzeug mit Hingabe der temperamentgeladenen Mus
ik.
Bernd Aulich


Tanz der Marionetten

WAZ, Essen, 02.03.2013
Schnelligkeit und Präzision waren Trumpf beim Auftritt der „Jungen Choreografen“ in der Neuen Aula

Schlag auf Schlag traten die Studenten des 2., 3. und 4. Jahrgangs auf und zeigten, wohin der Neue Tanz bei Folkwang tendiert. Präzision und Tempo waren federführend, zackige und ruckartige Bewegungen zu Computerklängen konnten beinahe durchgehends verfolgt werden.

Die Tanzschmiede Folkwang mit ihren Studenten aus aller Welt unterstrich wieder einmal ihre herausragende Bedeutung. Das Publikum in der Neuen Aula war begeistert.

Dagmar Schenk-Güllich


Folkwang: Nike Wagner und Boris Bloch begeistern

Rheinische Post, Duisburg, 18.02.2013
Zum 200. Geburtstag von Richard Wagner brillierte die Urenkelin des Komponisten mit einer fulminanten Festrede.

Berühmte Menschen, tolle Musik und tiefe Erkenntnisse: Die Folkwang-Universität der Künste feiert zurzeit das zehnjährige Bestehen ihres Standorts Duisburg (...).

In Duisburg verblüffte [Nike Wagner] (...) mit einem Referat darüber, dass Liszt in der Familie  Wagner einen schweren Stand hatte.

Die endgültige Versöhnung kam durch Folkwang-Klavier-Professor Boris Bloch, der als Rahmen des Abends nicht nur Sätze aus Liszts "Années de pèlerinage" spielte, sondern auch von Liszt mehr oder weniger frei in großartige Klavierstücke verwandelte Musik aus Wagners Opern.

ingo hoddick


Der tiefe Griff in die Familiengeschichte

NRZ, Duisburg, 18.02.2013
Nike Wagner redet zum 200. Geburtstag ihres Urgroßvaters. Festwoche der Folkwang-Uni

Tief in die verwickelte und zerstrittene Familiengeschichte ihres Clans griff Nike Wagner, Ur-Enkelin Richard Wagners und Ur-Ur-Enkelin Franz Liszts, in ihrem Vortrag "Zum 200. Geburtstag von Richard Wagner" (...).

Boris Bloch griff mächtig in die Tasten und spielte im Laufe des Abends zur Höchstform auf. Ausschnitte aus Liszts „Années de pèlerinage“ wurden mit besonderer Verve durch Transkriptionen von Wagner-Werken ergänzt.

Pedro Obiera


„Wo Sie sind, ist Bayreuths grüner Hügel“

WAZ, Duisburg, 18.02.2013
Nike Wagner sprach zum 200. Geburtstag ihres Urgroßvaters. Festwoche der Folkwang-Uni

Sehr schön gelingt das Spinnerlied aus „Der fliegende Holländer“, das unter Blochs Händen viel Witz bekommt. Geradezu überschäumende Spiellust entfaltet Bloch in der Fantasie über Wagners „Rienzi“. Als Zugabe gibt es noch Liszts „An einer Quelle“ und ein dickes Kompliment für Nike Wagner: „Wo Sie sind, ist Bayreuths grüner Hügel!“
Rudolf Hermes


Herzensangelegenheit

NRZ, Duisburg, 16.02.2013
Der weißrussische Pianist und Folkwang-Dozent Yuri Blinov bot hörenswerten Klavierabend

Den gesamten zweiten Teil füllten die Sonaten Nr. 9 und 7 (...) sowie vier Mazurkas von Alexander Scriabin. Musik, die dem Pianisten mit ihrem weiten stilistischen Spektrum zwischen entfesselter Dynamik und zerbrechlichen Klangfarbenmischungen sowie in ihren zerrissenen Tempo-Verläufen ein Höchstmaß an Flexibilität und Nuancenreichtum abverlangt. Dass Scriabins Musik für Blinov eine Herzensangelegenheit ist, konnte man dem Vortrag in jedem Takt anhören (...).
Pedro Obiera


Alte Musik zum Auftakt

WAZ, Duisburg, 15.02.2013
Folkwang-Universität feiert das Zehnjährige am Standort Duisburg. OB Link und Rektor Mehnert betonen enge Verbundenheit mit der Stadt

Am Eröffnungsabend hatten die „Spezialisten“ [Studierende der Abteilung „Alte Musik“] das Heft in der Hand. Vorzüglich agierende junge Damen und Herren, die sich dem vibratolosen Spiel auf Darmsaiten, historischen Cembali und alten Spieltechniken verschrieben haben. Unter der Leitung von Christian Rieger boten sie Einblicke in das hohe Niveau der Abteilung.

Die jungen Musiker erwiesen sich stilistisch und spieltechnisch als erfreulich versiert, so dass die heiklen Anforderungen glänzend bewältigt wurden.

P.O.


Drei große Auftritte

WAZ, Essen, 15.02.2013
Die Folkwang-Studentinnen Jung-Eun Lee und Dalia Kuznecovaite musizierten mit den „BoSys“


Die Koreanerin Jung-Eun Lee hat (...) [sich] [m]it dem d-Moll-Klavierkonzert von Brahms (...) einen schweren Brocken ausgesucht, den sie technisch tadellos meisterte.

Rundum exzellent und stimmig geriet (...) das 1. Violinkonzert von Schostakowitsch. Die litauische Geigerin Dalia Kuznecovaite (...) wusste den Geist des Komponisten souverän zu interpretieren.

Klaus Albrecht


Junge Regie überzeugt minimalistisch

Ruhr Nachrichten, Bochum, 13.02.2013
Studierende der Folkwang-Uni zeigten zwei Inszenierungen als Gastspiel an der Rottstraße


Zu Tim Hebborns Inszeniererung "Der jüngste Tag" von Ödon von Horvath:
Die Stille ist greifbar, man traut sich kaum zu atmen. (...) Am ganzen Körper zitternd reißt Thomas Hudetz, gespielt von Paul Behren, sich die Kleidung vom Leib und gesteht alles. Eine emotionale Entladung innerhalb von 30 Minuten. (...) Langanhaltender Applaus ist der Lohn.

Zu Nina de la Parra Inszenierung "Penthesilea" nach dem Original von Heinrich von Kleist:
Obwohl die letzte Szene nur erzählt wird, geht sie unter die Haut. Bevor Phentesilea sich selbst umbringt, bricht sie in ein hemmungsloses und wahnsinniges Lachen aus. Echte Tränen inklusive. Atemberaubend komprimiert Regisseurin Nina de la Parra die 24 Auftritte der Originalfassung auf knapp 40 Minuten. Erfrischend wirken die legere Alltagskleidung der Darstellerinnen, im Gegensatz zu der in Versen gehaltenen Sprache.
Annabell Brockhues

Auftaucher mit klarer Tanzsprache

Werdener Nachrichten, 18.01.2013
Folkwang Abend machte verständliche Freude


Die Wiederaufnahme von Henrietta Horns Stück aus dem Jahr 2001, nun mit sechs Tänzern mehr als bei der Premiere in Jakarta, ließ das Pubilikum so deutlich teilhaben, dass es mitlachte und sogar Zwischenapplaus spendierte.

Malou Airaudo inszenierte mit sechs TänzerInnen die Uraufführung von "Birke" (...). Zwischen all denen, die ernst sarnmelten, bauten und schichteten, agierte ein Paar, bei dem sich die Tänzerin allerdings voll und ganz im Aufgefangen werden verlor, gestützt, gehalten und getragen. Die Lichttechnik war auch hier eine Meisterleistung. Der Schatten der Tänzer im Zuschauerraum verband beide.

(Fang-Yu) Shen setzte auf kühle Farben. Begleitet vom Rauschen eines Regenrohres entstand der Eindruck von feinster Seidenspinnerei des Tanzes. (...) Wahrnehmbar war jede Geste der Tänzer voll Ideen, die Akrobatik beeindruckend, verziert mit Schalk (...). (...) ein Stück, berührend und seiner Perfektion beeindruckend.
baum

Erstklassiges Konzert mit Hisako Kawamura

Rheinische Post, Duisburg, 18.01.2013

In der Reihe der Sparkassen-Konzerte "Große Klaviermusik" an der Folkwang-Universität der Künste gab es schon viele Höhepunkte. Selten war dieses Klavier-Recital aber so erstklassig wie jetzt bei der jungen japanischen Pianistin Hisako Kawamura (...). Sie ist eine Pianistin mit makelloser Spieltechnik, einem zugleich butterweichen und glasklaren Anschlag, vor allem aber mit viel Sinn für die musikalische Dialektik von Gesanglich und Tänzerisch, Lyrisch und Motorisch, Komisch und Tragisch.
hod

Energie und Virtuosität am Piano

WAZ, Duisburg, 17.01.2013
Hisako Kawamura begeisterte das Publikum bei ihrem Konzert in der der Folkwang-Universität


Tastsächlich erlebt das Publikum ein hochkarätiges Konzert (...). Bereits die Sonate F-Dur KV 322 wird von Hisako Kawamura als ein Dialog der Leidenschaften gestaltet, in dem sich virtuose Rasanz mit ordnender Kraft vereinen. Zudem findet die Pianistin für jeden Komponisten und jedes Werk die richtige Anschlagstechnik und den individuellen Klang.

Auch die Energie und Virtuosität, mit der sie Sergei Prokofjews Sonate Nr. 6 spielt, lässt den Zuhörer staunen. Die Klanggewalt, die hier entsteht, ist für den Kleinen Konzertsaal viel zu groß und hätte eines philharmonischen Rahmens benötigt.
Rudolf Hermes

Getanzte Poesie und feurige Ausbrüche

WAZ, Essen, 11.01.2013
Premiere des Folkwang Tanzstudios mit Choreografien von Henrietta Horn, Fan-Yu Shen und Malou Airaudo


Folkwang zeigte sich wieder mal von seiner mitreißendsten Seite: Drei Choreografinnen dreier Generationen präsentierten ihre Werke (...).

Die jüngste der Choreografinnen ist dabei Fan-Yu Shen (...). „For the unsaid“ nennt sie ihr Stück. Fein sind die skurrilen Bewegungen der sieben Tänzer, die asiatischen Klänge und die Schneelandschaft als Hintergrundbild aufeinander abgestimmt. Getanzte Poesie.

Malou Airaudo (...) wartete mit dem Stück „Birke“ auf. (...) Auch dieses Stück lebt von zarten und fragilen, rätselhaften Momenten.

Anders der Grundton des Werks „Auftaucher“ von Henrietta Horn (...). Mit durchschlagender Ausdruckskraft reißt sie die Zuschauer wieder mit. (...) Henrietta Horn schält den Kern einer emotionalen Bewegung heraus und zeigt ihn nackt und isoliert im Tanz. Begeisterter Beifall in der Neuen Aula.
Dagmar Schenk-Güllich

Publikum hingerissen vom Schüler

Rheinische Post, Duisburg, 17.12.2012
In der Reihe "Piano Extra" im Rahmen der Duisburger Kammer-konzerte, diesmal ausnahmsweise im Stadttheater, traten der Folkwang-Professor Arnulf von Arnim und sein besonders begabter Student Chi Ho Han auf.


Chi Ho Han zeigte sehrschön, dass die "Bilder" wie ein ungeschliffener Diamant sind. Er meißelte die rohen und die eleganten Elemente, die plakativen und die verinnerlichten Stimmungen, die schlichten und die komplexen Strukturen heraus. Fast überflüssig zu erwähnen, dass er die wirklich enormen technischen Anforderungen scheinbar mühelos bewältigte - er konnte sich so ungestört und mit Haut und Haaren mit dieser Musik identifizieren.
Das Publikum im Parkett des Stadttheaters war hingerissen.
ingo hoddick

Kontrastreicher Klavierabend

NRZ, Duisburg, 17.12.2012
Arnulf von Arnim und Chi Ho Han brillierten mit Schubert und Mussorgsky


(...) da der Koreaner [Chi Ho Han] die „Bilder einer Ausstellung“ auch nicht als donnerndes Schwergewicht stemmte, sondern vor allem die subtilen, teilweise schon impressionistisch feinen Züge des Werks hervorhob, konnte man sich über einen Abend voller Gegensätze freuen (...)

Es sind die feinen Zwischentöne, denen er [Arnulf von Arnim] bei Schubert mit Akribie nachspürt. Trübungen, Stockungen, die dem melodischen Füllhorn der Musik immer wieder den Boden entziehen und die die Brüchigkeit manch scheinbaren Idylls hörbar werden lassen.
Pedro Obiera

Studenten und Profis lernen vom Star

WAZ, Duisburg, 10.12.2012
Abschlusskonzert des Meisterkurses mit David Geringas war hochkarätig


Als musikalische Energiepakete erweisen sich die Folkwang-Studentinnen Keyong Jin Lee am Cello und Hui-Ra Lee am Klavier mit zwei Sätzen aus der Sinfonia concertante op. 125 von Sergej Prokofjew.

Zur gelungenen Dramaturgie dieses Abschlusskonzertes gehört es, dass die jungen Musiker nicht bloß kleine Häppchen darbieten, sondern dass sie die Möglichkeit haben, größere Werkzusammenhänge zu spielen. So kann sich Yan Vaigot, der schon mit dem Folkwangpreis 2011 ausgezeichnet worden ist, mit dem ersten Satz aus dem Konzert für Violoncello a-Moll op. 129 von Robert Schumann vorstellen.

Die Gefühlsschwankungen der Musik werden von Vaigot sehr sensibel erkundet, und er bringt dabei die Zwischentöne in der großen Bandbreite seines Könnens sehr genau zum Klingen. Klar und mit vornehmer Spielkultur interpretiert seine Klavierpartnerin Katarzyna Wieczorek die Begleitung.
Rudolf Hermes

Geringas schulte ausgewählte Talente

NRZ, Duisburg, 10.12.2012
Matinee der Meisterschüler im Kammermusiksaal der Folkwang-Hochschule wurde mit Begeisterung aufgenommen


Zum 13. Mal war die Folkwang Universität Schauplatz eines Meisterkurses erster Güte. Diesmal lud der künstlerische Leiter des Kurses, Professor Alexander Hülshoff, den litauischen Cellisten David Geringas ein, der sich an drei Tagen elf ausgewählten Talenten widmete, darunter Studenten der Folkwang Universität (...).

Und von den kaum minder kniffligen Gemeinheiten, die Sergej Prokofieff in seine „Sinfonia concertante“ op. 125 für Violoncello und Orchester einbaute, schien sich auch die junge koreanische Folkwang-Studentin Kyeong Jin Lee nicht sonderlich beeindrucken zu lassen, die, zusammen mit Hui-Ra Lee am Klavier, zwei Sätze des kraftbetonten Stücks mit verblüffender Energie und spieltechnischer Sicherheit gestaltete.

Von feinerem Zuschnitt ist das Cello-Konzert von Robert Schumann, das bei dem auch an Folkwang studierenden Franzosen Yan Vaigot und seiner Partnerin am Klavier, Katarzyna Wieczorek, ebenfalls gut aufgehoben war. Vaigot pflegt einen kultivierten, sehr schlanken Ton von französischer Färbung.
Pedro Obiera

Zwischen Besinnlichkeit und Spielfreude

NRZ, 05.12.2012
Die Konzerte der Folkwang Schule im Advent sind beim Publikum beliebt. Zum Auftakt Akkordeon

Kleine Oasen der Besinnlichkeit und Spielfreude im Trubel der Vorweihnachtszeit bieten die sonntäglichen Weihnachtskonzerte im Konzertsaal der Folkwang Uni. Den Auftakt machte diesmal Prof. Mie Miki mit sämtlichen Studierenden ihrer Akkordeonklasse. Dass die Konzerte gerade dieser begnadeten Musikerin und Dozentin sowie ihrer hoch begabten Schützlinge immer etwas Außergewöhnliches bieten, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben.

Ein gewisses Staunen über die Möglichkeiten des Akkordeons als Konzertinstrument auf absolut gleich hohem Niveau wie dem der Klassiker von Klavier bis Violine schleicht sich immer wieder ein.

Großer Beifall für einen großen Adventsnachmittag.
Pedro Obiera

Helle Sphärenklänge

Recklinghäuser Zeitung, 24.11.2012
"Now!“ - Folkwang Symphony setzt starke Akzente

Wenn die Folkwang Universität der Künste schon zu den Partnern des Festivals „Now!“ für neue Musik zählt, ist die Mitwirkung der Folkwang Symphony nur konsequent. Dieser Klangkörper übertrifft bei weitem das Niveau eines beliebigen Studentenorchesters. Im Abschlusskonzert des Festivals in der Essener Philharmonie konnte man nur staunen über die enthusiastische Hingabe und die hellwache Kompetenz, mit der sich die angehenden Profimusiker zwei zentralen Werken der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und der Uraufführung einer Kommilitonin widmeten.

Kantig meißelte Bernhard Wambach mit voller Pranke wuchtige Cluster im Bassregister heraus. Facettenreich bewegten sich Sopranistin Angelika Luz und das große Orchester im Gewoge aus flirrendem Leuchten und gewaltigen Energien mit eingeblendetem Frauenchor vom Tonband.
Bernd Aulich

Große Klaviermusik mit einem tollen Bloch

WAZ, Duisburg 19.10.2012
Folkwang-Dozent überzeugte im neuen Kuhlenwall-Karree der Sparkasse

(...) erfordern die neun Stücke des ersten Bands aus Liszts gewaltigem Zyklus „Années de Pèlerinage“ („Pilgerjahre“) eine immense stilistische Flexibilität (...). Bloch, ein anerkannter Kenner Liszts, gelingt der Spagat, orchestrale Fülle und filigrane Detailgenauigkeit, Sensibilität und Vorwärtsdrang zu vereinigen und den neun unterschiedlich geprägten Stücken ein individuelles Eigenprofil zu verliehen.

Ähnlich ernsthaft ging Bloch Chopins Sonate in b-Moll an. Ein emotional zerrissenes Werk, in dem schwere Akzente federleichte Kantabilität, exponierte Dramatik und zerbrechliche Zartheit, feine Melancholie und aufflammender Optimismus eine schwer zu bändigende Symbiose eingehen. Bloch fügt die Kontraste zu einer emotional intensiven, aber stets kontrollierten Interpretation von großer Geschlossenheit zusammen, so dass der begeisterte Schlussbeifall mehr als berechtigt war.
Pedro Obiera

Ein Schaukasten im Untergrund

WAZ Essen, 16.10.2012
Designer der Folkwang Uni haben den Umbau des U-Bahnhofes Rathaus mitgestaltet.Jetzt hat die Universität der Künste hier einen „Fuß in der Stadt“, sagt Prof. Ralf de Jong

Lange genug war der U-Bahnhof Rathaus eine Baustelle, jetzt ist der Umbau fast abgeschlossen. Mitgestaltet haben ihn Designer der Folkwang Uni der Künste. Folkwang wird künftig einen festen Platz im U-Bahnhof haben: mit Lichtdesign, Naturlyrik, Videowänden und dem „Folkwang Lab“, das Prof. Ralf de Jong zum Schaufenster der Uni mitten in der Stadt gestalten will.

„Wir haben versucht, eine Wiese des Volkes zu bauen“, sagt de Jong: ein rundes Deckenlicht, das seine Farbe je nach Tageszeit verändert und eine ebenfalls runde Lichtung am Boden beleuchtet. Außerdem haben die Folkwang-Leute gemeinsam mit den Via-Ingenieuren Ordnung und Orientierung geschaffen unter der Erde.
Kai Süselbeck

Schmuckkästchen der Musik

Welt am Sonntag, 23.09.2012
In Essen ist der Neubau der Folkwang-Bibliothek eröffnet worden

Der Bau, ein etwa 32 Meter langer und 13 Meter hoher Kubus, nimmt das lange frei gebliebene Randstück des Ehrenhofs der ehemaligen barocken Abtei ein. Er schließt also eine Lücke und zeigt sich durchaus als ebenbürtiger Partner des Bestands - passend sowohl zum hellen steinernen Verwaltungsbau gleich nebenan wie zum Gegenüber-liegenden sogenannten Preußenflügel.
Doch nicht nur die wohlproportionierten Maße dieses Neubaus fallen auf. Auch die Fassade ist Blickfang, sie mutet an wie ein auffallend gemustertes steinernes Kleid.

Das Innere überzeugt. Alles ist in gefiltertes, weiches Licht getaucht. Die Mitte des Baus bildet der knapp neun Meter hohe Lesesaal, der fast wie ein sakrales Zentrum wirkt. Lichtfelder in der Decke sind durch Stoffbahnen abgedunkelt, so fällt gedämpftes Tageslicht auf das vornehm dunkle Kirschholz-Mobiliar. Den Raum umgeben auf zwei Galerien die zugänglichen Bücherregale. Dazwischen
gibt es intime Einzelarbeitsplätze für das konzentrierte Studium.
Frank Maier-Solgk

Schöner geht es nicht

WAZ, 19.09.2012
Auf dem Campus der Folkwang-Uni in Werden ist ein eindrucksvoller Bibliotheks-Neubau entstanden. Er enthält eine einzigartige Sammlung

(...) 20 Minuten später spielte das neue Gebäude eine weitere Stärke aus, es sprach gerade Prof. Dr. Andreas Jacob über das Wesen einer Bibliothek. Kluge, gewitzte Ausführungen, intellektuell sehr anregend, aber dann kam draußen die Sonne durch und tauchte den Raum in goldenes Licht. Nicht so, dass es blendete. Nein, so, dass es gerade angenehm war. Dagegen verblasst ein jedes Wort.

Es ist mit Sicherheit die schönste Bibliothek auf Essener Stadtgebiet, und das liegt nicht nur an der raffinierten Fassade, die bedruckt ist mit Foto-Motiven eines Steinbruchs bei Regensburg.

Was kann man sagen angesichts einer so eindrucksvollen Architektur? Folkwang-Rektor Kurt Mehnert fand die richtigen Worte: „Es ist der beste Neubau, den wir uns vorstellen können.“
Martin Spletter

Blitzlichter alltäglichen Lebens

Ruhr Nachrichten, 23.06.2012
Im Stück "Irgendwo müsste es schön sein" geht es um die Freiheit - in Deutschland und in Palästina. Dort scheitert das Lebensglück nicht selten an den äußeren Umständen, an streng bewachten Grenzen und einem unmenschlichen System im besetzten Land. Hier scheitern die Menschen an sich selbst. Obwohl sie sich frei bewegen können, drehen sie sich im Kreis.

Auf der Bühne gehen die jungen deutschen und arabischen Schauspieler eine erstaunliche Symbiose ein. Obwohl sie in der jeweiligen Muttersprache sprechen und das Stück aus kurzen Blitzlicht- Dramen der drei Autoren zusammengesetzt ist, ist den Regisseuren Johannes Klaus und Katrin Lindner eine flüssige Inszenierung gelungen.

(...) die darstellerische Leistung der Schauspielschüler konnte durch die Bank überzeugen.
Max Florian Kühlem

Tanzen, was das Zeug hält

WAZ & NRZ, Werden, 22.06.2012
Drei Uraufführungen von drei Choreografen

Jubel und viel Applaus in der Neuen Aula: Gleich drei Uraufführungen gingen über die Bühne der Folkwang-Tanzschmiede.

Das mit "Tanzabend" betitelte Werk des jungen Leandro Kees gab sich dabei als abwechslungsreiches, tanzfreudiges Stück, das die "Wenn" und "Aber", das "So" und "Auch" im Prozess des Schaffens einer Choreographie widerspiegelt.

Henrietta Horns Werk "fliegen verlernt vogel" war wieder mal ein Meisterwerk des Zusammenspiels von Hörbarem und Sichtbarem.

Rodolpho Leoni ließ seine sechzehn Tänzerinnen und Tänzer geschlagene 35 Minuten lang höchst akrobatische, fließende Bewegungen in Sequenzen vollführen.
Dagmar Schenk-Güllich

Hexensabbat und mathematische Ästhetik

WAZ, Oberhausen, 09.06.2012
Uraufführung im letzten Sinfoniekonzert der Saison hat Tradition

Es ist ja schon zum Stereotyp geworden, „Musik der Zukunft“, das letzte Konzert der Saison, zu deren  Highlight zu erklären, aber manchmal stimmen Stereotype eben. Am Mittwochabend präsentierten sich die ausgezeichneten Bochumer Symphoniker unter der Leitung eines mit souveräner Eindringlichkeit gestaltenden Oliver Leo Schmidt gleich mit einem satanischen Tumult (...).

Der an der Essener Folkwang-Hochschule bei Prof. Günter Steinke studierende Komponist Arturo Cepeda ließ sich dadurch inspirieren, in seinem gleichnamigen Werk sog. „Klangtexturen“ in der gleichen, mathematisch genau fest gelegten Weise zu behandeln.

Herausgekommen ist ein Werk, das trotz seiner Genesis nicht nach konstruierter Hirnmusik klingt, sondern eher etwas mit dem staunenden Betrachten unendlicher Metamorphosen natürlicher Strukturen zu tun hat. Der heftige, lang anhaltende Beifall für Arturo Cepeda und den Pianisten Xi Zhai zeigte, dass diese Form der Zusammenarbeit zwischen Konzertveranstalter und Hochschulen auf große Akzeptanz stößt und gerade für die jungen Künstler sehr förderlich ist.
Roland Dymke

Große Klaviermusik mit Arnulf von Arnim

NRZ, Duisburg, 27.04.2012
Klavier-Dozent der Folkwang Universität spielte ohne persönliche Eitelkeiten, aber absolut stilsicher

Unter den erfreulich individuell geprägten Klavier-Dozenten der Folkwang Universität verkörpert Arnulf von Arnim den nachdenklichen, vergeistigten Künstler (...). Dass sein jüngstes Konzert im Rahmen der verdienstvollen Reihe „Große Klaviermusik“ im voll besetzten Kammermusiksaal der Folkwang Universität Werke von Robert Schumann und Ludwig van  Beethoven zierten, verwundert da nicht.

Ohne persönliche Eitelkeiten nähert er sich den Werken mit großem Respekt, erfasst die formalen Strukturen stilsicher und nutzt vor allem die fantasieartig freien Strukturen der Es-Dur-Sonate für eine persönlich gefärbte Interpretation auf hohem Reflexionsniveau.

Viel Beifall für einen hochwertigen Klavierabend (...).
Pedro Obiera

Folkwang-Uni: Sinfonietta musiziert in Hochform

WAZ & NRZ, Essen, 26.04.2012
Folkwang Sinfonietta mit dem Gastdirigenten Andres Mustonen

Exakt auf den Schlag folgten die jungen Musiker den vibrierenden, raumgreifenden Bewegungen Mustonens. In der Vierten faszinierten die großen Spannungsbögen, die Mustonen aufzubauen verstand. Man entdeckte die Sinfonie in ihrer Schönheit förmlich neu, was vom Publikum begeistert gefeiert wurde. Hier ein Extralob für die lupenreinen Bläser.
Dagmar Schenk-Güllich

Königliches im Akademiekonzert

Rheinische Post, Duisburg, 19.04.2012

(...) Filip Erakovic erwies sich als aufstrebender Akkordeon-Virtuose mit vier aufregenden Bearbeitungen (...).

Für eine erkrankte Studentin sprang niemand Geringeres ein als Folkwang-Professorin Mie Miki, laut Prof. Mommertz "der Gott-Vater des Akkordeon-Spiels". Tatsächlich beeindruckte ihr unglaublich kraftvolles und souveränes Spiel in drei beliebten Sonaten von Scarlatti und vier weniger bekannten Tangos von dem vor 20 Jahren verstorbenen Astor Piazzolla.

(...) das junge, aber bereits bewährte Trio Monte mit Anca Lupu, Francesco Sica und Claude Frochaux legte das Trio für Klavier, Violine und Violoncello e-Moll op. 90 "Dumky- Trio" von Antonín Dvorák ebenso fantasievoll wie kongenial hin. Die Begeisterung des Publikums provozierte zwei Zugaben (...).
ingo hoddick

Fröhlich durch alle Wände

Werdener Nachrichten, 20.04.2012
Mitreißendes Folkwang-Musical

Die neue Folkwang Produktion riss bei der Premiere im Rathaustheater alles und alle mit. Leichtfüßig inszeniert überspringt das Stück alte Mauern; wirkt wie eine Wand aus einem Guss so verdichtet im Bühnenbild und in der Handlung; und bleibt doch durchgehened schnell und rasant - nicht aufzuhalten.
G.B.

Charme und Chanson: "Ein Mann geht durch die Wand" in Essen

that'sMusical.de, 19.04.2012
Folkwang-Studenten zeigen „Ein Mann geht durch die Wand“ als mitreißendes Chanson-Musical im Theater im Rathaus

Und um es direkt vorwegzunehmen: Das Chanson-Musical "Ein Mann geht durch die Wand" sollte man auf jeden Fall gesehen haben.

Die Musik ist äußert facettenreich, und das nur dreiköpfige Mini-Orchester liefert ein großes Klangspektrum. Dabei ist die Musik in erster Linie chansonhaft, wobei jede Figur einer Melodie oder einem Instrument zugeordnet ist.

Welch eine Freude, dem Folkwang-Ensemble auf der Bühne zuzusehen! Die Spielfreude ist unendlich groß, und im Zuschauerraum ist förmlich zu spüren, dass die Darsteller ganz heiß darauf sind, endlich ihr Können unter Beweis zu stellen.

Es würde sich lohnen, über alle Darsteller zu schreiben, die hier von Regisseur Gil Mehmert hinreißend durch das Stück geführt werden. Allerdings sollte sich lieber jeder selbst ein Bild von diesem wunderbaren Musical machen.
Thorsten Wulf

Liebe und Leichtigkeit

WAZ & NRZ, 18.04.2012
Folkwang-Studenten zeigen „Ein Mann geht durch die Wand“ als mitreißendes Chanson-Musical im Theater im Rathaus

Eine grandiose Leistung lieferte der Essener Musical-Nachwuchs ab: Dessen Folkwang-Abschlussprojekt „Ein Mann geht durch die Wand“ bewies mit einer umjubelten Premiere im Theater im Rathaus, dass es keine große Namen braucht, um auf der Bühne Großes zu vollbringen.

(...) der Fokus liegt auf dem Ensemble: Und das gibt sich spielfreudig und stimmstark. Oliver Morschel in der Titelrolle und Andreas Bongard als Isabelle sind geradezu herzzerreißend, aber auch die kleinsten Rollen schaffen es, sich mit tollen Darbietungen ins Gedächtnis zu brennen.
Gordon K. Strahl

Verplanter Rausch

Werdener Nachrichten, 05.04.2012
Physical Theatre mit Gipfelstürmern

(Der) seelisch-körperliche Striptease und Tanz in den Planen ist der absolute Höhepunkt des Stückes ("Gefriergetrocknet"). Es rauscht und knistert; stark sind dabei Mimik und die Gestik, von den Planen ebenso verdeckt wie betont. Die Zwei stoßen in neue Dimensionen vor und vergessen dabei nie die Grundlage der Pantomime (...).

"Keplers Traum" beginnt wie ein klassisches Theaterstück. Doch aus dem scheinbar ungeschickten Physiker an der hohen Leiter wir der Artist, der zwischen den Sprossen schwerelos turnt. Dann zeigt ihm der große Planet, dargestellt durch einen orangefarbenen Sitzball, seine Balancegrenzen auf. Mit der großartigen Hilfe seiner Assistentin Verena Schulze gelingt es Hinnerk Schichta, auf fazinierende Weise diesen Kosmos zu beherrschen.
G.B.

Nachwuchs zeigt Talent im „Spiel des Lebens“

WAZ, Kultur, 19.03.2012

Sie können fechten, tanzen, singen, einer kann zaubern, einige spielen Instrumente – der dritte Jahrgang der Schauspielschüler an der Folkwang Universität ist herausragend talentiert.

Viele Schauwerte – eine von Bühnenkampfmeister Klaus Figge choreographierte minutenlange Fechtszene etwa – und individuelle Talentproben erfreuen das frenetisch begeisterte Publikum sehr (...).

„Spiel des Lebens“ ist ein unterhaltsamer Grundkurs „Theater heute“ im Schnelldurchlauf. Viele richtige, auch aktuelle Fragen – „Wie wichtig ist das, was wir hier oben machen?“ – sind gestellt. Aber es bleibt ein Show mit Herz und Hirn rund ums schiere Talent.
Tom Thelen

Wuppertal lieben können

Werdener Nachrichten, 24.02.2012
Junge Choreographen überzeugten

Unter der künstlerischen Betreuung von Rodolpho Leoni kam mehr als gut Lesbares auf die Bühne, gelangen tänzerische Reflexionen mit klarem Ausdruck; durch die gewohnt gute Beleuchtung zusätzlich verfeinert. Ein Fest der Visionen, strahlfreudig, auf hohem Niveau des Könnens und der künstlerischen Mittel. So vermittelten diese Tanzabende der Jungen Choreographen der Folkwang Universität frech, fröhlich, frei feine Gedankenblitze fern des Karnevalstrubwels.
baum

Folkwang: Kammermusik unglaublich ausgereift

Rheinische Post, Duisburg, 27.01.2012

Immer große Ereignisse sind die Konzerte der Kammermusik-Klassen am Standort Duisburg der Folkwang-Universität der Künste. Die Studierenden lassen dort eine unwiderstehliche Mischung aus akkuratem Bewusstsein und jugendlichem Überschwang hören.

Jetzt gab es im so genannten Kleinen Konzertsaal wieder "Kammermusik um sechs" mit der Klasse von Matthias Diener, seines Zeichens Cellist im bekannten Minguet-Quartett. Fünf Ensembles befassten sich mit acht verschiedenen Werken.

Hier wächst mindestens ein erstklassiges Ensemble heran.
Ingo Hoddick

Schweben über dem Tod - Hüften kreisen das Leben

Werdener Nachrichten, 27.01.2012
Mark Sieczkarek neues Double

Da war das Geborenwerden, Leben, Ringen und Sterben im ersten Teil - und vor allem die Liebe dazu. Der zweite galt dem national geprägten Partyleben. Beide Aufgaben verlangten von den Tänzern alles - und sie gaben es.

Sehr elegisch blieb der erste Teil, meditativ, versonnen, transzendent, liebevoll, kunstvoll geschaffen.
Umso wilder der zweite: In "July" feierten die Tänzer, ließen die Hüften kreisen,
jedes Bild wie der Tanz einer anderen Nation, jeweils in einer etwas anderen Sprache; aber immer witzig, ironisch, und voller Temperament.

Das war ein Fest, in dem das Folkwang-Tanzstudio bewies, was es so gut kann: Die Wahrheit ist und war nie nackt, nur nah.
baum-

Philharmonie unter Beissel begeisterte

Werdener Nachrichten, 27.01.2012

Sagenhaft intensiven Applaus spendete das Publikum, und bat damit immer wieder den Dirigenten und den Solisten Professor Henri Sigfridsson an den Bühnenrand.
Das Klavierkonzert Nr. 2 von Johannes Brahms wurde virtuos gespielt, gebannt folgte das Publikum dem Spiel des gebürtigen Finnen (...).

Einfühlsam führte der Dirigent seine Musiker, verband ihr Können zu einem Sternfirmament für Brahms Komposition (...).
Das Cello-Solo im dritten Satz war eine besondere Herausforderung, die den Zuhörern einen herzlichen und großen Applaus wert war.
baum-

Met, Reis und Flötenzauber

Stadtanzeiger Hagen, 25.01.2012

Die Zauberflöte als Familienkonzert unter der Regie von Werner Hahn war der überraschende Besucher-Renner des Wochenendes. Kinder und Erwachsene kamen (...) voll auf ihre Kosten. In Kooperation mit der Folkwang Universität der Künste gab es in Hagen hervorragende Leistungen von Studenten zu sehen und zu hören.

Solch einen phantastischen Flötenzauber sollte man wirklich öfter zeigen!!!
V. Schwiddessen

Tanz der Trauer – Tanz der Freude

WAZ & NRZ, Essen, 23.01.2012
Premiere und Uraufführung beim neuen Tanzabend des Folkwang Tanzstudios


Das erste Werk ist ein Tanz der Trauer (...).
Fulminanter Kampf zu harten Perkussionsschlägen wird von träumerischer Harmonie abgelöst, Verzweiflung von der Gewissheit um eine lichthafte Unendlichkeit. Dreizehn Tänzerinnen und Tänzer gaben ihr Bestes.

Das zweite Werk "July", dagegen ist schlichtweg eine Verkörperung schierer, unbändiger Lebenslust. (...)
Charme und Witz krönen dabei die Beweglichkeit der Tänzer. Unbeschwert und dynamisch ist dieser Tanz und die Folkwängler zeigen wieder einmal, dass sie Pfeffer im Blut haben und eine gute Kondition. Das Publikum war mitgerissen.
Dagmar Schenk-Güllich

Lebendiges Mittelalter

WAZ & NRZ, Essen-Werden, 12.01.2012
Neuer Folkwang-Studiengang feiert grandioses Auftaktkonzert


Ob die rund 200 Besucher nun saßen oder standen, andächtig waren sie alle. Kein Mucks zu hören, wer sich räuspern musste, schluckte den Frosch herunter. Vier Dozenten des neuen Studiengangs Mittelalterliche Musik an der Folkwang-Universität bewiesen am Vorabend der ersten Kurse, wie sehr es sich sich lohnt, an Kompositionen und Texte etwa aus
dem Liederbuch der Anna von Köln zu erinnern.

Perfekt durchkomponiert wirkte der Abend, auf Lieder folgten instrumental-moderierende Teile, Rezitationen stimmten auf folgende Themenkreise ein.
Henrik Stan

Erfrischender Abend

WAZ & NRZ, Essen, 23.12.2011
Letztes Konzert der Reihe „High Potential Classix“

Große Talente wollen gefördert sein. Folkwang hat ganz schön viele davon. „High Potential Classix“ heißt die Konzertreihe, die den Besten der jungen Nachwuchsmusikern die Chance bietet, sich mit Gastorchestern zu präsentieren.

Ein spritziges Orchester, ein energischer Dirigent und zwei Pianisten, die vor Musikalität nur so sprühen - ein spielfreudiger, erfrischender Konzertabend war das Ergebnis.
Dagmar Schenk-Güllich

Studenten glänzen in der "Lustigen Witwe"

WAZ & NRZ, Werden, 23.12.2011

Regie und musikalische Leitung haben sich hier aufs beste verbündet: In der Folkwang Universität der Künste zeigten Studenten eine mitreißende Version von Franz Lehárs „Die lustige Witwe“.

Unter der Regie von David Freeman durfte sich Vitalität, kluge Inszenierung und musikalischer Schwung entfalten.

Und Xaver Poncette, Folkwang-Professor und bewährter Dirigent, legte sich wie gewohnt mit glühendem Temperament ins Zeug, so dass Lehárs Fülle an musikalischen Einfällen aufblühte.

Eine Aufführung mit Niveau, schwungvoll, wie man es von Folkwang- Opern- und Operetten- Produktionen gewohnt ist. Jubel im vollen Saal.
Dagmar Schenk-Güllich

Operettös
Die Lustige Witwe

www.opernnetz.de, 19.12.2011

Die Musiker präsentieren diszipliniertes Zusammenspiel mit Gefühl für die Solisten auf der Bühne.

Der geteilte Chor präsentiert sich als prima abgestimmtes singendes Kollektiv, gestaltet highlights der Aufführung!

Franz R. Stuke

Witwe bot alles, was das winterliche Herz begehrt

Werdender Nachrichten, 16.12.2011

Lehárs "Lustige Witwe" ging über die Bühne wie ein glitzernder Komet, der Werden streifte.

Die Lehár-Witwe aus der Zeit des beginnenden 20. Jahrhundert wurde angenehmerweise nicht an moderne finanzschwindelige Euro-Zentralen gezerrt. Fein ironisch trotzdem die Leiden von "adlig, reich und fremdverliebt"

Unter der Leitung von Xaver Poncette brachte die Aufführung alles, was das winterliche Herz begehrte.

baum

Boris Bloch lieferte ein denkwürdiges Konzert

NRZ, Duisburg, 08.12.2011

Mit einem gewaltigen mentalen und physischen Kraftakt schloss Boris Bloch die Feierlichkeiten der Folkwang  Universität zum Liszt-Gedenkjahr im Rahmen der Konzertreihe „Große Klaviermusik“ ab.

Mit seinen pianistischen Fähigkeiten und seiner reichen Erfahrung merkte man ihm und seinem Vortrag allerdings nicht an, welche Schwerarbeit zwei Stunden lang zu leisten war.

Mit einem gelösten, emotional weit tragenden Vortrag von Liszts Klavier- Transkription von Isoldes Liebestod schloss der denkwürdige Abend.

Pedro Obiera

Meister inspiriert junge Musiker

WAZ, Duisburg, 06.12.2011
Cellist Daniel Müller-Schott hatte Kursteilnehmer zu persönlichen Deutungen angespornt


„Es war faszinierend zu erleben, wie die jungen Musiker inspiriert wurden“, sagte Hülshoff über den Meisterkurs. (...)
Die Ergebnisse dieser Inspiration waren nun auch im Konzert zu erleben.

Als Dank für diesen eindrucksvollen Vormittag gab es für alle Musiker und für Daniel Müller-Schott, der das Konzert mit Werken von Bach und Britten eröffnet hatte, viel Applaus und Bravo- Rufe.

Rudolf Hermes

Daniel Müller-Schotts Meisterkurs gekrönt

Rheinische Post, Duisburger Stadtpost, 06.12.2011

Meister Müller-Schott begann selbst mit zwei souverän erfassten Solosätzen, nämlich dem Praeludium aus der dritten Suite von Johann Sebastian Bach und dem Declamato aus der zweiten Suite von Benjamin Britten. Doch das wirkte fast bescheiden gegen die vier außergewöhnlichen Studenten, die dann kamen.

Wir wurden überwältigt von einer unglaublichen intensiven und durchdachten Aufführung.

hod

Folkwang-Schüler griffen nach den Sternen

NRZ, Duisburg, 05.12.2011
Das Abschlusskonzert nach dem Meisterkurs von Daniel Müller-Schott war ein voller Erfolg

„Ich bin glücklich, dass vieles von dem, was ich den jungen Leuten in den Unterrichtsstunden vermitteln wollte, hörbar wurde“, bekannte der Cellist Daniel Müller-Schott nach dem Abschlusskonzert seines Meisterkurses an der Folkwang Universität.

Vier Teilnehmer des diesjährigen Kurses stellten im Rahmen des Abschlusskonzerts im voll besetzten Konzertsaal der Folkwang Universität ihre Ergebnisse vor. Mit einem Programm auf einer bislang unerreichten Anspruchshöhe. Die vier Musiker, allesamt Folkwang- Studenten, griffen mit Ausschnitten aus kapitalen Werken wie den Cello- Konzerten von Dvorák und Lalo, der Solo-Sonate von Kodály sowie den kompletten Rokoko-Variationen von Tschaikowsky zu den Sternen des Repertoires. Und allesamt bewältigten die Herausforderungen nicht nur mit einer bewundernswerten  pieltechnischen Versiertheit, sondern auch mit einer teilweise weit fortgeschrittenen gestalterischen Reife.
Pedro Obiera

Die Minimalisten gaben den Ton an

WAZ, 22.11.2011
Philharmonie und Kokerei: Im Festival „Now“ schwebte man auf Klangwolken

Folkwängler der Universität der Künste als auch der Musikschule haben dieses Fest der Ohren realisiert. Sowohl in der Philharmonie als auch in der Kokerei konnte man auf Klangwolken entschweben oder vom Perkussionsgewitter ins Vibrieren geraten.

Auch Steve Reichs „Piano Phase“ für zwei Klaviere mit seiner raffinierten und strengen Rhythmik erinnert an Bali. Aber hier ist es eine unmerkliche Phasenverschiebung, die durch ein leichtes Auseinanderdriften des gleichen Tonmaterials in einen suggestiven Tonstrudel hineinzieht - großartig bewältigt von Bernhard Wambach, Professor für Klavier, und seiner Meisterschülerin Haeyoung Kim.

Als Einführung in diesen vierstündigen Abend erlebte man Günter Steinke als Pierre Boulez und Bernhard Wambach als John Cage im Gespräch. Gute Idee! Das Publikum war von dem exquisiten Abend hingerissen.

Dagmar Schenk-Güllich

Ein fast babylonisches Finale

WAZ, 10.11.2011
Das internationale Shakespeare-Festival der Folkwang-Uni endet mit einem „Sommernachtstraum“ von fünf Nationen

Zum Abschluss des Internationalen Shakespeare- Festivals der Folkwang Universität herrschte beinahe babylonisches
Sprachengewirr. Aus fünf „Sommernachtstraum“- Produktionen der teilnehmenden Hochschulen (...) destillierten die Regisseure (...) ein anderthalbstündiges Extrakt (...)

So verließ man sich am Ende der prall gefüllten zehn Tage auf einige Schlüsselszenen, ließ etwas von der Atmosphäre und der unterschiedlichen Ästhetik der nationalen Regiearbeiten herüberwehen und setzte in diesem rasant-frechen Finale - fast möchte man sagen Revue - vor allem auf das Kapital der Hochschulen: den Schauspieler- Nachwuchs.
Dirk Aschendorf

Überbordende Völkerverständigung

Deutschlandradio, 08.11.2011
Beim Shakespeare-Festival in Essen spielen fünf Nationen den "Sommernachtstraum"

Shakespeare ist nicht universal. Im westlichen Shakespeare haben wir unsere Entfremdung wiedererkannt, schreibt der palästinensische Regisseur Samer Al-Saber im Programmheft zu seiner Aufführung des "Sommernachtstraums". Al-Saber leitet den ersten Jahrgang der ersten Schauspielschule, die es in Ramallah gibt - gegründet wurde sie vor drei Jahren, mithilfe des damaligen Außenministers Frank-Walter Steinmeier und der Mercator-Stiftung. Zum ersten Mal sind die Schauspielschüler aus Ramallah nach Deutschland gekommen. In Essen-Werden spielen sie mit Chinesen, Rumänen, Deutschen und jüdischen Amerikanern Theater - und so etwas wie ein Konflikt ist nicht ansatzweise aufgetaucht, erzählt Husam, 22 Jahre alt, aus Ramallah.

"Es war das erste Mal, dass ich chinesisch und rumänisch überhaupt gehört habe als Sprache. Ich liebe ihren Klang. Ich traf eine Menge Leute während des Festivals, die noch niemals von Palästina oder Ramallah oder dem Konflikt gehört hatten. Aber jeder konnte hier seine Geschichte erzählen und das war unglaublich wichtig. Diese extreme Woche hier gab uns eine Möglichkeit, unsere palästinensische Identität zu zeigen - auf eine sehr schöne Weise, nämlich mit Theater. Das Wichtigste, was ich gelernt habe, ist dieser Gruppengeist. Wir haben nicht gefühlt, dass wir aus verschiedenen Kulturen und Religionen und Konflikten kommen."

Dorothea Marcus

Zwischen Theater und Politik

WAZ, Essen, 05.11.2011
Das Shakespeare-Festival der Folkwang-Universität endet Dienstag. Zum ersten Mal mit dabei: die Drama Academy Ramallah in Palästina

Beim sechsten Mal kann man schon von Tradition sprechen. Dabei ist das Shakespeare Festival der Folkwang Universität immer wieder für Neues gut. In diesem Jahr findet das Festival nicht nur erstmals auf dem Werdener Campus statt und konzentriert sich mit dem "Sommernachtstraum“ auf ein zentrales Stück mit fünf unterschiedlichen Regiehandschriften. Erstmals sind auch die Shanghai Theatre Academy und vor allem die Drama Academy Ramallah dabei.

Vor allem für seine Studenten aus Ramallah sei die Zeit in Essen eine wertvolle Erfahrung, sagt George Ibrahim, Leiter der dortigen Akademie. Für die 15 Palästinenser (aber auch für die 13 Chinesen) ist es das erste Gastspiel außerhalb ihres Heimatlandes. „Die Bedeutung kann für uns nicht hoch genug eingeschätzt werden“, so George Ibrahim. „Wir leben in einem besetzten Land ohne kulturelle Infrastruktur, leider auch ohne Geld. Wenn kulturelles Engagement bei uns noch eine Sache von Einzelnen ist, stößt das dennoch auf unglaubliches Interesse“, sagt der Theatermann.

Dirk Aschendorf

Professor Sigfridssons kraftvolle Premiere

WAZ, Duisburg, 20.10.2011

Im Kammermusiksaal an der Düsseldorfer Straße gab der neue Klavier- Professor Henri Sigfridsson sein gefeiertes Antrittskonzert und zeigte sich als Musiker, der nur so vor Kraft strotzte.

Mit seiner klaren Anschlagstechnik und einem geschickten Einsatz des Pedals erzielte Henri Sigfridsson raumreifende Klänge. Die virtuosen Passagen erklangen sehr muskulös gespielt, waren aber gleichzeitig glasklar strukturiert. Auch das Gleichgewicht zwischen Melodiestimme und Begleitung hatte Sigfridsson stets genau im Blick.

Das Publikum war begeistert von dieser interpretatorischen Radikalität und spendete viel Beifall.

Rudolf Hermes

Folkwang: Weltklasse-Pianist lehrt jetzt in Duisburg

Rheinische Post, Duisburger Kultur, 20.10.2011

Der 1974 im finnischen Turku geborene Weltklasse-Pianist bestach hier gleich durch eine unbestechliche und unaufdringlich virtuose Spieltechnik, durch insgesamt klaren Klang und disziplinierten Vortrag.

Jedenfalls sicherte sich der neue Folkwang-Professor den enormen Erfolg seines Antrittskonzerts nicht nur durch wirkungsvolle Werke, sondern auch durch seine suggestiven Aufführungen.

Ingo Hoddick

Gelassenheit gepaart mit Konzentration

NRZ, Duisburg, 20.10.2011
Henri Sigfridsson überzeugt beim Debüt an der Folkwang Universität

Mit dem 37-jährigen Finnen Henri Sigfridsson kann sich die ohnehin hochkarätig besetzte Klavier-Abteilung der Folkwang Universität über eine offenbar starke Bereicherung freuen.

Die scharfe Charakterisierung der einzelnen Bilder (aus Mussorgskys „Bilder einer Ausstellung“), die Profilierung der eigenwilligen Klangwelt und Harmonik Mussorgskys sowie die grellen Stimmungsbrüche meißelte der Pianist messerscharf heraus. Was in der gebotenen Qualität enorme pianistische Fähigkeiten voraussetzt.

Mit einer erfreulich weit gefächerten Anschlagspalette und einer unerschütterlich inneren Ausgeglichenheit legteSigfridsson mit drei Beispielen aus Liszts „Harmonies poétiques et religieuses“ Zeugnis von der mentalen Kraft desKomponisten ab.Viel Beifall für ein rundum gelungenes und bis zum letzten Takt spannendes Debüt.

Pedro Obiera

Mozarts Don Giovanni als Fall für die Psychiatrie

Die Glocke, Bielefeld, 17.10.2011

Mozarts "Don Giovanni" hatte (...) im Bielefelder Stadttheater Premiere. (...) Bass Torben Jürgens als Leporello sorgte mit der begeisternden Registerarie für das künstlerische Ereignis des Abends.
Dr. Ulrich Gehre

Tänzerische Turbulenzen und verrückte Einfälle

WAZ, Essen, 28.06.2011
Für die Uraufführungen mit Henrietta Horn und Johannes Wieland gab es in der Neuen Aula der Folkwang Universität der Künste große Anerkennung

Ein furioser Erfolg war diese Uraufführung [von Henrietta Horns Choreographie "kribbeln"]. Kein Wunder, bei diesem Reichtum an Einfällen, bei dieser Vitalität und der hochmusikalischen Bewegungskunst.

Eine aufpeitschende Tanzlust bestimmt das ganze Werk, egal ob das ganze Ensemble tobt oder die Solisten herumwirbeln.

Im zweiten Teil des Abends ging es dann etwas kopflastiger zu. (...) Wieland (...) lässt die 18 Tanzstudenten des vierten Jahrgangs gleichsam im luftleeren Raum hektisch agieren.

„Ist alles so lustig hier“, hört man einen der Tänzer ins Mikro sagen, aber so lustig empfindet man diese Stimmung nicht. Seltsam zerrissen fühlt sie sich an. Dennoch auch sehr beeindruckend.
Dagmar Schenk-Güllich

Konzert "Fagottissimo" unterhielt intelligent

Rheinische Post, Duisburg, 07.06.2011

Der großartige "Fagottissimo"-Abend der Fagottklasse von Prof. Malte Refardt (...).
Sieben Eleven des größten Holzblasinstruments spielten intelligent unterhaltende Werke von neun verschiedenen Komponisten (…). Besonders viel Spaß machten sechs Arien nach Opern von Wolfgang Amadeus Mozart (…).

hod

Kurzweil mit Kurt Weill

WAZ, Essen, 04.06.2011
Stehende Ovationen für „One Touch Of Venus“, das aktuelle Musical der Folkwang-Studierenden

Mit ihrer Produktion „One Touch of Venus“ hatte die Folkwang Uni den Broadway an die Ruhr geholt und unterstrich einmal mehr das hohe Niveau ihres Studiengangs Musical, der nun schon seit 20 Jahren Studenten in Gesang, Schauspiel und Tanz auf die Bühne des vermeintlich leichten Faches vorbereitet.

Quirliges Spiel, witzige und temporeiche Dialoge (…), punktgenauen Tanz und bereits überwiegend gute Musicalstimmen zeichnen die Akteure schon als junge Profis aus. (...) Jubel und Stehapplaus in der voll besetzten Neuen Aula.
Klaus Albrecht

Venus berührte ... ja sie riss mit

Werdener Nachrichten, 02.06.2011

Ein spielfreudiges Musicalensemble sang streckenweise göttlich, spielte einzelne Szenen überirdisch und tanzte traumhaft sicher. Mit stehenden Ovationen feierten die Gäste der Premiere einen Abend, der angefangen von der Musik des Orchesters bis zur kleinsten Nebenrolle mit riss.

Und dann hat's Wumm gemacht

Kölner Stadt-Anzeiger, Leverkusen, 30.05.2011
Ein Hauch von Broadway mit "One touch of Venus" im Erholungshaus

Das Musical (...) ging im Erholungshaus (in Leverkusen) als Premiere des Studiengangs Musicals der Folkwang-Universität der Künste übers Pakett.

(...) ein klassisches Musical eben, das von den Interpreten schier Unmögliches verlangt. Sie müssen Alleskönner sein: Tänzer, Sänger, Sprecher und auch noch Komödianten.
Diesen künstlerischen Anspruch, der die lässige Show und das ernste Schauspiel einschließt, lösten alle Sechs ein, auch wenn die absolute Leichtigkeit des Bühnendaseins (noch) nicht ganz erreicht wurde (...).

Die Premierenvorstellungen schließen den Studiengang ab (…). Das Publikum urteilt. Der Applaus ist das höchste Lob. Im Erholungshaus hieß das am Samstag: Summa cum laude. Mindestens. Dazu trug das gesamte Ensemble unter der Leitung von Patricia Martin bei.
Ingeborg Schenke-Runkel

Vorzügliches Konzert

Rheinische Post, Duisburg, 30.05.2011

Aus den Kammermusikklassen am Standort Duisburg der Folkwang- Universität der Künste sind schon erstklassige Ensembles hervorgegangen (...).
Die Sensation kam gleich zu Beginn, als Hyojin Choi (Klavier), Moo-Jong Jo (Violine) und Soul Kim (Violoncello) sowohl das klassisch kontrollierte Klaviertrio C-Dur Hob. XV:21 von Joseph Haydn als auch das spätromantisch ausgreifende Klaviertrio d-Moll op. 32 von dem vor 150 Jahren geborenen Anton Arenski stilistisch und spieltechnisch perfekt hinlegten. Das war praktisch professionell und einfach atemberaubend.

Ingo Hoddick

Philharmoniker und zwei Folkwang-Überflieger

Rheinische Post, Duisburg, 17.05.2011

Vollends begeistert waren wir alle (…) nach der Pause, als Aram Bang uns das Klavierkonzert Nr. 2 A-Dur von dem vor 200 Jahren geborenen Franz Liszt geradezu um die Ohren haute. Sein Lehrer Prof. Boris Bloch hatte nicht zu viel versprochen, als er von einem Fanatiker sprach. Zusammen mit den Duisburger Philharmonikern und Jan Talich gelang es dem Solisten, das Episodenhafte dieses Werkes zu einem großen Bogen zu binden, ohne die subtilen Details zu vernachlässigen.
hob

Russische Musik mit Biss an der Folkwang-Uni

WAZ, Essen, 11.05.2011
„Folkwang Symphony“ begeistert unter Oliver Werder

 Folkwang Symphony, wie das Orchester der Folkwang Universität der Künste jetzt heißt, hat sich in der Neuen Aula mit der Haydn und der gewichtigen 5. Sinfonie von Schostakowitsch einmal wieder hören lassen - und erneut seine Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt.

Die Folkwängler, quer durch alle Instrumentengruppen, also Holz, viel Blech (scharf und rein), Trommeln, Pauken, Xylophon, Harfe, Flügel, Streicher, boten eine mitreißende Aufführung.
Dagmar Schenk-Güllich

Eine beachtliche Nachwuchshoffnung

NRZ, Duisburg, 11.05.2011
Der junge Cembalist Stefan Schmid überzeugte im Rahmen der Sparkassenkonzerte mit Bach

Schmid absolvierte das gesamte Programm mit gewissenhafter Sauberkeit und erfreulichem physischem und mentalem Durchstehvermögen.

Auf jeden Fall hat er sich als würdig erwiesen, mit seinem Auftritt dem Cembalo in die verdienstvolle Reihe der „Großen Klaviermusik“ verholfen zu haben.
Pedro Obiera

Nicht nur für Spezialisten: Ruhrlaute der Folkwang-Uni

WAZ, Essen, 13.04.2011

Eine Sinfonie über Sprache mit Sprache und ein ernsthafter Riesenspaß.

Schließlich schaukelt sich das Stimmengewirr mit Hendrik Dinglers elektronischen Verfremdungsklängen zum rauschenden Finale auf. Bei Bruckner würde man sagen: Das Thema kommt ganz zu sich selbst und steht im Unisono da. Bei Klimek heißt es nur „hödomma“. Hoffentlich bald wieder bei weiteren Aufführungen oder auf CD.
Werner Häußner

Alte Gesänge, junge Stimmen

NRZ, Essen, 11.04.2011
Ein Konzert in der Kreuzeskirche

Der Folkwang Konzertchor und das Folkwang Vokalensemble unter der Leitung seines selbst noch jungen Professors Jörg Breiding intonierten mit ihren hellen und reinen Stimmen ein anspruchsvolles Programm in der Kreuzeskirche.

Sowohl die alten Gesänge als auch die expressive und unter die Haut gehende Brahms-Kantate wurden delikat vorgetragen. Ein Programm, das in seiner Vielfalt bestach und was die Qualität der Intonation betraf: Im leicht hallenden Kirchenraum ertönten die Werke feinnervig und subtil - die Brahms-Kantate aber aufwühlend.

Dagmar Schenk-Güllich

Ideen für das Badezimmer der Zukunft

WAZ, Essen, 31.03.2011
Folkwang-Studenten zeigen, wie „moderne Reinigungskultur“ aussehen kann. Ihre Arbeiten präsentieren sie auf Zollverein

14 Studenten des Folkwang-Studiengangs „Industrial Design“ haben sich ein Semester lang mit dem Thema „Nachhaltigkeit im Badezimmer“ auseinandergesetzt.

Studentin Nadja Fell (23) möchte mit ihrer Badezimmer-Vision Familien oder Wohngemeinschaften zum Wassersparen motivieren. Der Name ihres Modells ist Programm: „Sparfuchs“. In die Dusche ist ein kleiner Computer integriert, der den Wasserverbrauch der einzelnen Benutzer ständig registriert und in Echtzeit als mehrfarbiges Diagramm auf die Wand der Duschkabine projiziert. (...) Ihr Traum sei es, dass ihre Erfindung in zehn Jahren zu kaufen ist.

Unmöglich ist das nicht. Denn bei ihrer Arbeit wurden die Folkwang-Studenten von Vertretern aus der Wirtschaft begleitet. Und die, so sagen die Studenten, waren von den Entwürfen ganz begeistert.

Tobias Appelt

Studenten spielen mit mobilen Ideen

WAZ, Bottrop, 26.03.2011
Im Fachbereich Gestaltung der Folkwang-Hochschule entstanden Modelle für die Zukunft der Mobilität

Die Mobilität der Zukunft kann nicht mehr so verschwenderisch wie bisher umgehen mit Energie-Ressourcen wie Gas und Öl. Die Entwicklung neuer Energiekonzepte für Fortbewegung beschäftigte nun nicht nur Wissenschaft und Technik, sondern auch 14 Studenten des Fachbereichs Gestaltung der Folkwang-Universität in Essen.

An der automobilen Zukunft entzündet sich die Fantasie der Studenten offensichtlich nicht, vielmehr spielen in ihren Überlegungen das Fahrrad und sehr oft die Füße eine große Rolle. Es ging nicht nur um neue Mittel der Fortbewegung,sondern auch um Lebensqualität und nützliche Ideen bei der Bewältigung einer Wegstrecke (...).
„Sie haben sich verrückte Sachen einfallen lassen“, meint  anerkennend Tobias Clermont, Projektmanager der Innovation City.
Marie-Luise Schmand

Neues aus der Tanz-Schmiede

WAZ, Essen, 01.03.2011
Folkwang-Nachwuchstänzer brillierten mit Fantasie und Wendigkeit. Die Jungen Choreografen zeigten ihr Können

Zwanzig Stücke stellten jetzt die Tanzstudenten der Folkwang Universität vor. Und alle waren brillant. Man kann es nicht anders sagen. Einfallsreichtum, Musikalität und vor allem eine ausgesprochene körperliche Wendigkeit bestimmten das Bild bei der Premiere in der Neuen Aula.

Überhaupt ging das Publikum - wie immer an diesem Ort - kenntnisreich und enthusiastisch mit. Ein toller Abend, an dem alles klappte wie am Schnürchen.
Dagmar Schenk-Güllich

Da kommt nicht nur das Blut in Wallung

WAZ, Essen, 15.02.2011
Urs Dietrichs Choreografie "Sanguis", vor 20 Jahren erschaffen, wurde jetzt vom Folkwang Tanzstudio wiederaufgeführt

Poesie durch und durch. Dabei ging es um das Leben als solches, um ein kämpferisches Leben, das das Blut immer wieder zum Wallen bringt.

Eine Premiere war das, bei der man ein herumwirbelndes, von zehn auf sechzehn Tänzer vergrößertes Ensemble bewundern konnte. Ausdauer, Kampfeslust, Feuer waren vorherrschende Elemente. Dennoch beherrschte poetischer Geist, ein gewisser Minimalismus und Strenge die Szenerie.

Im Gedächtnis bleibt dem Betrachter die Erinnerung an ein großes Wallen. Da wallen die Tänzer durch die Luft, sie wälzen sich auf dem mit Sand bedeckten Boden, da wehen die Mähnen, da wehen die Kleider. Das ist alles sehr malerisch, sehr aufregend, manchmal - selten - auch leise.

Das Publikum feierte die wunderbaren Tänzer und den Choreografen.
Dagmar Schenk-Güllich

"FilMusik" für die "Folkwang Brass Band"

Rheinische Post, Lokale Kultur Duisburg, 25.01.2011

Der (…) unglaublich runde und satte Sound der vielfältigen Blechbläser und Schlagwerker war (…) besonders für dieses populäre "Kinoprogramm" geeignet.

Der Folkwang-Professor Christopher Houlding als Dirigent und launiger Moderator betonte, seinen Studierenden-Kollegen und ihm sei es wichtig, die britische und die großartige deutsche Blechbläser-Tradition zu vereinen. Das gelingt ihnen so brillant und so erzmusikantisch, dass im Erlebniskonzert zwei Zugaben fällig waren.

hod

Anwalt der Neuen Musik

Rheinische Post, Lokale Kultur Duisburg, 20.01.2011
Prof. Bernhard Wambach spielte im Kleinen Konzertsaal seiner Folkwang-Universität in Duisburg und machte als Moderator auch die kompliziertesten musikalischen Zusammenhänge verständlich.

Nach dem Vortrag spielte Bernhard Wambach das Stück in äußerst geglückter Manier und man merkte, wie sehr er mit dieser Musik lebt und dadurch sehr effizient, ein lernwilliges Publikum begeistern kann - was kann man sich mehr wünschen, als bei solch einem avantgardistischen Musiker lernen zu dürfen? Viel Applaus und Blumen von seinen zahlreichen Schülern.
Thomas Bremser

Großartiger Klavierabend

Rheinische Post, Lokale Kultur Duisburg, 13.01.2011
Folkwang-Professor Till Engel überzeugte im so genannten "Kleinen Saal" der Universität der Künste, Abteilung Duisburg, ebenso mit neuer Musik wie mit einem schweren Mozart.

Der wohltemperiert spielende, lauschende und reagierende Pianist Till Engel, war mit samt seinem Publikum in einem Surround-Ufo: Dialogisierend, ermuntert und selbstbewusst gegen Sägezahn, Sinus- und Hüllkurven, vieler anti-intonierter leiser und bedrückend naher Klangflächen, kosmischer Musikschnipsel.

Dieses Klavier- Recital war ein voller Erfolg für Till Engel, mit anhaltendem Applaus und Bravorufen - verdient!

Thomas Bremser

Das doppelte Weihnachtslied

WAZ & NRZ, 17.12.2010
Folkwang-Brass-Band verflocht sich mit einer Dickens-Lesung
Rund hundert Besucher ließen sich ‚A Christmas Carol’ (…) in der Evangelischen Kirche an der Heckstraße nicht entgehen. (…) „Wir haben ein besonderes Konzert für Sie vorbereitet“, begrüßte Folkwang-Professor Heinrich Schmidt die Gäste. „ Zum einen werden Texte von Charles Dickens vorgelesen (…) und dazu werden wir im Wechsel Weihnachtsmelodien aus dem englischen und amerikanischen Raum spielen.“

Nach dem ersten Dialog zwischen Onkel und Neffen über den Sinn des Weihnachtsfests erscholl G. Richards ‚A Christmas Piece’, ein Stück mit warm tönenden Bass-Partien und feierlichem Brass-Tutti, dessen Vehemenz die Luft bis in die hinteren Kirchenreihen erzittern ließ.

Die gelungene Mischung führte bis zu verdienten Schlussapplaus (…) bis hin zu dem Glück des alten Ebenezer, über den es im Christmas Carol am Ende heißt, niemand wisse das Weihnachtsfest so gut zu feiern wie er.

Beatrix Stan

Liebeswirren im barocken Gewand

WAZ, 15.12.2010
Studierende der Folkwang Universität zeigen Georg Friedrich Händels Zauberoper Alcina in der Neuen Aula
Liebe gegen Leidenschaft setzten acht Sänger, das Folkwang-Barockensemble und ein zwanzigköpfiger Chor in einer gefeierten Premiere der selten gespielten Händel-Oper Alcina. Die von Uta Winkelsen in silberne und goldene Roben und Kürasse gekleideten Folkwang-Eleven machten die erotische Verwechslungskomödie zu einem grandiosen Vergnügen.

(…) Das Folkwang-Barockensemble sowie die versierte Ada Tanir am Cembalo musizierten im halb hochgefahrenen Orchestergraben, der zudem von den Protagonisten auf der Bühne umspielt werden konnte. (…) die Bühne besaß (…) einen Spielstreifen vor dem Orchestergraben, auf dem die Sänger mit dem Publikum in der ersten Reihe auf Tuchfühlung gehen konnten.

Beatrix Stan

Türkische Klangwelten in Essen

Recklinghäuser Zeitung, 22.11.2010
"Young Euro Orchester“ schlägt Brücke von der Wiener Klassik zum Bosporus
Gerade mal eine Woche blieb 41 Musikstudenten der Folkwang Universität der Künste und mehrerer Konservatorien in Istanbul, um sich auf den gemeinsamen Auftritt als Young-Euro-Classic-Orchester Essen-Istanbul in der Essener Philharmonie vorzubereiten. Ein homogenes Orchester lässt sich in so kurzer Zeit kaum zusammenschweißen. Umso überzeugender fiel das Ergebnis der doppelten Begegnung aus: Die große Tradition der Wiener Klassik traf auf nicht minder traditionsreiche türkische Klangwelten.

Geschmeidig klang (…) im Finale Mozarts Jupiter-Sinfonie. Hier bewies das Orchester entfesselte Spielfreude. Das dunkle Ungestüm dieses Gipfelwerks der Wiener Klassik blieb keineswegs verborgen. Das Publikum zeigte sich von der engagierten Leistung angetan.

Bernd Aulich

Geigenlegende versprühte Humor und menschliche Wärme

NRZ Duisburg, 17.11.2010
Pinchas Zukerman und Amanda Forsyth teilten ihre Erfahrungen mit hochbegabten Teilnehmern des Meisterkurses der Folkwang-Universität

Seit elf Jahren steht die Duisburger Abteilung der Folkwang Universität jeweils im November einige Tage lang im Scheinwerferlicht eines internationalen Streicher-Stars, der seine Erfahrungen im Rahmen eines begehrten Meisterkurses an hochbegabte jüngere Kräfte weiterzugeben versucht. All das unter der künstleriscxhen Leitung des Cello-Dozenten Alexander Hülshoff (…).

Hülshoff kann stolz darauf sein, diesmal mit dem Künstlerehepaar Pinchas Zukerman und Amanda Forsyth ein besonderer Treffer gelungen zu sein. Von der menschlichen Wärme, dem Humor, aber auch dem künstlerischen Ernst der Geigen-Legende Zukerman schwärmen die Teilnehmer (...).

Peter Obiera

 

"Gisela! Oder: Die merk- und denkwürdigen Wege des Glücks" von Hans Werner Henze

Süddeutsche Zeitung, 27.09.2010
Keine Scheu vor Affekten und Emotionen
Überraschung mit „Gisela“: Hans Wener Henzes neues Musiktheaterstrück wurde bei RuhrTriennale und Ruhr 2010 in Gladbeck uraufgeführt
.

Henzes Intentionen und die Partitur sind alles andere als zeitgeistig oder irgendwie dem Pop zuzurechnen. Und doch haben sie bei dem schier zu einer Bande zusammengewachsenen Ensemble junger Künstler eine unbändige Musizier- und Spiellust angefacht, deren Funken so unmittelbar überspringen wie das am Ende grotesk ausbrechende Feuerwerk des Vesuvs bei Neapel.

Können, Temperament, Spielwitz- die ganze Musiktheatertruppe und die Mimen der Essener Folkwang Hochschule überzeugen durch Elastizität und Akrobatik, die die Regie ihnen abverlangt.
Wolfgang Schreiber

FAZ, 27.09.2010
Von Oberhausen nach Neapel und zurück
Eine Oper für die Jugend vom alten Hans Werner Henze: „Gisela! Oder: Die merk- und denkwürdigen Wege des Glücks“. Uraufgeführt in Gladbeck.


Die übrigen Gesamtkunstwerker sorgen dafür, dass diese merk- und denkwürdigen Wege des Glücks“ doch zu einem merk- und denkwürdigen Abend werden. (…) Tänzer der Folkwang Hochschule bilden eine ausgelassene Commedia-dell’arte-Truppe oder starre Tablaux vivants. Alle sind sie so jung wie die Sänger des Jugend-Kammerchors der Chorakademie Dortmund und die Instrumentalisten des Studios „musikFabrik“, die ihre Sache prächtig machen.
Rainer Peters

WAZ, Kultur 27.09.2010
Das Geschenk hat einen Bruch
Und doch: Ovationen für Hans Werner Henze. Seine „Gisela“ und die jungen Sänger und Musiker in Gladbeck


Über die exzellenten Leistungen des „Studios MusikFabrik“ sowie des Jugend-Kammerchors der Chorakademie Dortmund hat sich Henze schon vorab enthusiastisch geäußert. Nicht minder über die Folkwang-Studierenden, die sämtliche kleineren Solo-Rollen besetzen. Der Einsatz der jungen Leute zwischen 14 und 30 Jahren kommt Henzes Vorstellund vom  „Geschenk an die Jugend“ entgegen.

Die eigentlichen Stars des Abends waren die jungen Leute des „Studios MusikFabrik“, der Dortmunder Chorakademie und der Folkwang-Universität. Sie alle hatten schwierige Aufgaben zu bewältigen, zumal die letzten Teile der Komposition erst vor zwei Wochen  zur Verfügung standen.

Begeisterter Beifall für alle Beteiligten, vor allem für die jungen Künstler, Standing Ovations für Hans Werner Henze.
Pedro Obiera

 

Fotografieprojekt "Augen-Blicke"

NRZ, Essen 17.09.2010
Irritierende „Augen-Blicke“
Fotokunst statt Werbung: Auf 140 Plakatwänden in der Stadt zeigen Folkwangstudenten zurzeit ihre Arbeiten
 
Für überraschende Augenblicke bei Autofahrern und Passanten sorgen zurzeit großflächige Fotografien auf 140 Plakatwänden im ganzen Stadtgebiet. Die Fotoarbeiten stammen von Studierenden der Folkwang Universität und entstanden für das Kulturhauptstadt-Projekt „Augen-Blicke“. (…) Die Fotos wollen irritieren, als Bilder im öffentlichen Raum aber auch „Kultur für alle“ ermöglichen. (…) Die Entwürfe verstehen sich als Gegenentwurf zur vorherrschenden Werbeästhetik und setzen auf persönliche Sichtweisen. (…)  „Die Bilder eröffnen dem Betrachter viele Assoziationsmöglichkeiten“, sagt Gisela Bullacher, Folkwang-Professorin im Studiengang Fotografie.
 
Mindestens zehn Tage sind die Arbeiten zu sehen, bevor gewöhnliche Plakatwerbung ihren Platz einnimmt.
Marcus John

WAZ, Kultur 17.09.2010
Plakative Augen-Blicke
Blüten am Asphalt begegnet man derzeit im Essener Stadtgebiet. Ursprung der sehenswerten Aktion „Augen-Blicke“ ist eine Kooperation der Essener Folkwang Universität der Künste mit der britischen Universität Sunderland.
 
Fotostecke unter DerWesten.de/folkwang (Stand 20.09.2010)

Wenn die Realität Risse bekommt
Kunst: „Gute Aussichten“ – Junge deutsche Fotografie im Art Foyer der DZ-Bank in Frankfurt zu sehen

Main-Netz, 30.08.2010
Ute Klein, die von der Folkwang Hochschule in Essen kommt, setzt in ihrer Serie „Resonanzgeflechte“ (2009) (…) auf visuelle Irritationen. Ein Gewirr von Armen, Beinen, Köpfen, Körpern entfaltet sich vor dem betrachter. Dabei sind es immer nur zwei Personen, die sich da leidenschaftlich umarmen. Und dennoch verwirrt das geschickte Spiel mit den Gliedmaßen. Aber offenbart auch, wie anfällig unsere Wahrnehmung für klitzekleine Täuschungen ist.

Mona Mönnig, die ebenfalls in Essen studiert hat, ist hingegen zutiefst fasziniert von „Man-Made-Wonders“ (2009). Ihre acht Bilder zeigen Mini-Pferde, Nackt-Katzen und zierliche, zitternde Hündchen wie für die Handtasche. Ihr Blick auf die possierlichen Geschöpfe ist immer ein staunender, fast liebevoller, nie ein entblößender. (…) Die Zeit scheint einzufrieren. Und Mönnig hält sie für einen Augenblick in den Händen. Moderne Porträts hoch gezüchteter Wunderlichkeiten – so nah mit der Kamera herangeholt, als stünden sie im eigenen Wohnzimmer.
(...)
Bis 11. September im Art Foyer der DZ-Bank, Cityhaus II, Platz der Republik. Geöffnet Dienstag bis Samstag 11 bis 19 Uhr. www.guteaussichten.de

Bettina Kneller

 

 

Klanginstallation "AnMachWerk"

Süddeutsche Zeitung 07.09.2010
Isch mach disch leiser
Klanginstallation entschärft
Studenten der Folkwang-Hochschule Essen haben ihre Klanginstallation „AnMachWerk“ am Hengsteysee akustisch entschärft. Bei dem vom Energiekonzern RWE anlässlich des Kulturhauptstadtjahres geförderten Projekt tönen ausgelöst durch einen Bewegungssensor (…) Sprüche wie „Alter, isch mach’ disch platt, Alter“. Beim Ordnungsamt Herdecke gingen daraufhin im Juli Beschwerden ein. Die Anlage am Ruhrtalradweg wurde erstmal stillgelegt. Die Behörde intervenierte, die Studenten lenkten ein.
Dpa

WAZ, Essen 09.09.2010
Essener Kunstprojekt pöbelt Passanten an
Folkwang-Studenten haben am Hengsteysee das „AnMachWerk“ geschaffen. Es wirft Passanten handfeste Drohungen oder freche Beleidigungen an den Kopf.
Auf dem Ruhrtalradweg überquerte (eine) Passantin gerade einen Steg, als sie frech von der Seite angebrüllt wurde. Sie verständigte die Polizei.
Studenten der Folkwang Universität Essen haben unter Leitung von Professor Rolf Lieberknecht am Hengsreysee ein „AnMachWerk“ geschaffen. In einem alten Schieberhäuschen haben die Künstler einen Computer versteckt. Per Bewegungsmelder und Wärmesensor erkennt er sich nähernde Personen. Mit Hilfe eines Lautsprechers werden dann zufällig ausgewählte Botschaften auf den Weg hinaus gebrüllt.
„Das ist eine absichtliche Provokation. In dem Betrachter soll eine Energie hervorgerufen werden“, erklärt Professor Lieberknecht das Ziel des ungewöhnlichen Kunstobjekts.
Das Ordnungsamt Herdecke legte die Klanginstallation still. Inzwischen haben Ordnungshüter und Künstler einen Kompromiss gefunden. (…) Eine Tafel weist die Passanten nun im Vorfeld auf die Gefahr einer möglichen Unverschämtheit hin. Außerdem wurde die Lautstärke heruntergedreht und ein Dämmerungsschalter eingebaut. Maira Schmidt

Schwarze Schwanenkönigin, wohin führst du uns?

FAZ, 27.07.2010
In der Regie von Hans Neuenfels (Folkwang Alumnus, Anm. d. R.) wird „Lohengrin“ in Bayreuth zu einer Schlüsselgeschichte über Fremdbestimmung und Autonomie – eine fulminante Festspieleröffnung, auch dank Annette Dasch. Es sind solche, das Erhabene ins scheinbar Respektlose ummünzende Bilder, die Hans Neuenfels am Ende der Eröffnungspremiere der 99. Richard-Wagner-Festspiele neben begeistertem Applaus auch Stürme von Buhrufen bescheren. Dass dem festlich gekleideten Zuschauern anstelle des sächsischen, thüringischen und brabantischen Edelvolks (…), selbst im berühmten „Treulich geführt“ des Hochzeitsmarschs große Chorrudel von Ratten entgegengrinsen würden, hatte schon vor der Premiere die Gespräche angeheizt. Und Neuenfels wäre nicht Neuenfels, wenn er nicht auch einen gewissen Kitzel bei der Vorstellung eines sich gruselnden Festspielpublikums genossen hätte. Dennoch darf man den Nestor des Regietheaters beim Wort nehmen, wenn er beteuert, es sei ihm nicht um die Provokation gegangen, sondern um das Werk. Denn dieser „Lohengrin“, mit dem Neuenfels im Alter von neunundsechzig Jahren im Allerheiligsten der deutschen Oper angekommen ist, zählt tatsächlich zu seinen klarsten, stringentesten Deutungen. Julia Spinola

Unter Bayern

Süddeutsche Zeitung, 27.07.2010
Die Kunst ist viel, die Familie ist alles. Ein Treffen mit der aufstrebenden Schauspielerin Brigitte HobmeierDagmar Hirtz, die Regisseurin der Hebamme, sagt, dass Brigitte Hobmeier perfekt gewesen sei für diese Rolle. „ Nicht nur wegen ihres besonderen Aussehens, mir gefällt an ihr vor allem das Erdige, diese Mischung aus Kraft und Verletzlichkeit.“ Und eben der Dialekt: Der Umgang damit sei eine von Hobmeiers Stärken, sagt die Regisseurin.Das Bayerische hat Brigitte Hobmeier in ihrer Karriere bisher geschickt einzusetzen gewusst. Nach ihre Ausbildung an der Folkwangschule in Essen und drei Jahren im Faust-Ensemble von Peter Stein steht sie im Jahr 2001 vor der Wahl: das Schauspielhaus in Düsseldorf oder das kleine Münchener Volkstheater.An diesem kleinen bayerischen Haus traf sie auf Christian Stückl, den damals neuen Intendanten (…). „Wir haben uns einfach gefunden“ sagt sie.Mit Stückl und dem jungen Team um Brigitte Hobmeier schaffte das Volkstheater eine 90-prozentige Auslastung bei Vorstellungen.
Katharina Riehl

Summer Prom auch auf der Terrazza - Begeisterndes Konzert an zwei Spielorten

WAZ & NRZ Werden, 15.07.2010
Mit einer Dankesbezeugung Christopher Houldings an “dieses wunderbare Gebäude, in dem wir heute Abend spielen dürfen” nahm das erste Summer-Prom-Konzert in der evangelischen Kirche an der Heckstraße seinen Anfang.Einen (...) Höhepunkt bildete die “Echo Fantasia” von Adriano Banchieri, bei der drei Trompeten und eine Posaune auf dem Altar leise musikalische Replik aus dem Kirchenzimmer bekamen, eine Echo-Narretei, die mithilfe massiver sakraler Wände herrlich irritierend anmutete.Nach so viel barockem Glanz und Prunk durfte in der Pause (...) gewandelt werden.“Die Idee, eine sommerliche Promenade zwischen den beiden Konzertteilen einzufügen, stammt von Chris Houlding”, erzählte Ulrich Unger, der Vorsitzende  des Fördervereins Kirchenmusik. Unger ließ es sich auch nicht nehmen, nach dem grandiosen zweiten Teil mit Broadway- und Filmmusik im Haus Fuhr, den künstlerischen Leiter mit Wein und Rosen zu beschenken.
Beatrix Stan

 

Vom Flirten und Töten - “Viel Lärm um nichts” im Park. 400 Zuschaer

WAZ Castop-Rauxel, 06.07.2010
In der von Regisseur Martin Höfermann verantworteten Fassung als “tragisches Singspiel” geht der (Geschlechter-) Kampf erst richtig los. (...) Die krachkomische Inszenierung schert sich wenig um die Vorgabe, reiht Gag an Gag und impft das deftige Spiel rund um Flirt und Begehren, um den Schein und das Sein von Liebe mit Schlagermusik, Russenmafia und Vampirismus.Auf der hübsch konzentrierten und mit girlandenartigen Leuchtobjekten fein illuminierten Naturbühne vor 400 Premierengästen im Schlosspark entspinnt sich eine von Plot und Personal her stark reduzierte Version des Stoffes.

Die 100-minütige kurzweilige Handlung wird mit viel Musik angereichert. Tom Thelen

Absolventen glänzen mit Musical: „High Fidelity“ im Theater im Rathaus

WAZ & NRZ Essen, 18.06.2010
Eine grandiose Version von “High Fidelity” hat der Abschlussjahrgang des Folkwang-Studiengangs Musical im Rathaustheater abgeliefert.
Man merkt dem Ensemble um Folkwang-Professor und Regisseur Gil Mehmert den Spaß förmlich an. Mit frischen Ideen und viel Spielfreude füllen die Absolventen, die von nicht minder engagiert auftretenden Darstellern aus dem dritten Jahrgang unterstützt werden, die Bühne mit Leben.
Gordon K. Strahl

Der Dichter leidet an Sprechblasenentzündung

Ruhr-Anzeiger, Hattingen 15.06.2010
Der aktuelle Abschlussjahrgang der Schauspielschule zeigte Werner Schwabs Coverversion von Schnitzlers “Reigen”Die Inszenierung von Martin Höfermann hebt das Geschehen ins Groteske, macht seine Figuren zu brutal überzeichneten Slapstick-Figuren. Das gibt den Schauspielern allen Freiraum, Wandlungsfähigkeit, Grimassen und weiteres expressives Potenzial zu entfalten.Das macht denen offenbar großen Spaß und auch den Zuschauern, denn Tempo und Ideen sorgen für Kurzweil.
Tom Thelen

Frische Stimmen, zu wenig Zugaben

WAZ/NRZ Werden, 15.06.2010
Folkwang-Opernensemble bescherte Werden rauschende Ariennacht. Studierende mit überraschenden Interpretationen
„Es war ein absolut großartiger Abend!“ Diese Meinung war im Foyer des Pina Bausch-Theaters einhellig zu hören. Frische Stimmen, denen man noch nicht anmerkte, dass sie „das Ganze schon tausend Mal abgesungen haben“, eroberten am Wochenende die Herzen der Opernfreunde. Diese waren so zahlreich erschienen, dass kein Platz leer bleib.
Ein 24-köpfiges Ensemble aus fünf Studiengruppen war bei Folkwang in eine geniale Union getreten, um den Gästen eine Schau der musikalischen Superlative zu präsentieren.
Beatrix Stan

 

Lichter über der Piazza - Werdener Wandelkonzerte

WAZ_NRZ, Werden  07.06.2010
Sieben Chöre, drei Orte, ein Urteil: Es war grandios. Was Werden, Folkwang, die evangelische Kirche und nicht zuletzt die Initiative Werden 2010 am Day of Song auf die Bühnen brachte, ließ selbst Chorfeinde vor Neid erblassen.Dem gelungenen Ausklang vorangegangen war ein fulminanter Auftakt. In der neuen Aula Folkwang machten ihn zwei Hochschul-Studienchöre unter der Leitung von Jörg Breiding mit einem südafrikanischen Tanzlied, gefolgt von John Dowlands Liebessong “Come away, come sweet love” und Johannes Brahms’ melancholischem Rosmarin-Lied. Das Folkwang-Vokalensemle, sieben erstklassige Stimmen, erfreute mit Motetten, Klage-und Scherzliedern von Cardoso, Schütz und Gesualdo, Höhepunkt der Darbietung bildete jedoch das von witzigen szenischen Gesten begleitete Schmerzlied “Zu Regensburg auf der Kirchturmspitz”, ein altes Volkslied aus der Wetterau. Beatrix Stan

Die Faust des Bohemiens: Kai Schumacher

Stuttgarter Nachrichten, 22.05.2010
Als Pianist und Local Hero der Kulturhauptstadt Ruhr 2010 mischt Kai Schumacher den Konzertbetrieb auf
Der US-amerikanische Komponist Frederic Rzewski (72) schrieb mit dem Zyklus „The People United Will Never Be Defeated!“ modere Klaviergeschichte. Kai Schumacher aus Duisburg hat das gewaltige Werk aufgenommen.
Wen man da vor sich hat, wird klar, wenn man weiß, dass Schumacher „The People United …“ für sein Konzertexamen-Recital 2009 an der Folkwang-Hochschule in Essen vorbereitete, er kurz davor die Möglichkeit hatte, es im Hochschulstudio einzuspielen. (…) Das Examen bestand Schumacher mit Auszeichnung.
Sein Text im Beiheft zerlegt das komplexe Stück in seine Bauteile und setzt es wieder zusammen. (…) „Hier verschmelzen Einflüsse aus Jazz, Minimal Music und Folk mit Techniken der Avantgarde, verbinden sich Tonalität, Atonalität und experimentelle, improvisatorische Passagen zu einem ideologischen und kompositorischen Manifest“, schreibt der Pianist. (…) Am Schluss ballt die Musik die Faust.
Mit den Duisburger Philharmonikern erprobt Kai Schuhmacher neue Formen der Konzertpräsentation. Er mischt klassische und zeitgenössische Klaviermusik mit Rock- und Elektroklängen, Licht- und Videoinstallationen. In seinen Soloabenden treten Mozart und Mendelssohn gleichberechtigt neben Gershwin, Radiohead, Liszt und Schumann auf. Er ist ein Pionier für amerikanische Klaviermusik des 20. Jahrhunderts, spielt gern in Clubs und Diskotheken.. (…) Kai Schuhmacher wäre der ideale Gast für die Arte Lounge. Im Nachtfernsehen könnte er von seiner Beziehung zu Amanda Palmer erzählen und mit dem Publikum „The People United“ spielen…

Jürgen Holwein

Von Kopf bis Fuß Berlin: Nata Galkina

Berliner Zeitung, 28.05.2010
Berlin ist schräg, faszinierend und facettenreich. Eine Mischung, die nicht nur auf den Straßen der Stadt, sondern auch auf der Bühne im Berliner Wintergarten Varieté zu erleben ist. Ein schillerndes Programm – so lebendig, außergewöhnlich und vielseitig wie die Stadt selbst.Große, beeindruckende Bilder. Kleine, bezaubernde Szenen. Mal leicht, mal kraftvoll und dynamisch; mal verspielt, mal erotisch und sinnlich.Im Wintergarten treffen sich diesen Sommer Artisten mit einer unbändigen Lebenslust, voller Energie, die einfach Spaß am Leben haben, die neue Wege gehen.Die „schönsten Beine von Berlin“ hat Nata Galkina. Ihre Füße dürften dem Berliner Varieté-Besucher bereits bekannt sein. Die russische Artistin entwickelte zusammen mit Markus Pabst ein Fußtheater, das sich in die Köpfe der Besucher eingeprägt hat. Die Antipodistin gewann mit ihrer Fuß-Jonglage verschiedene Preise. Sie erlernte ihr Können in Russland und ihre schauspielerischen Fähigkeiten auf der Folkgwang-Schule in Essen.

„Ich kann auch ganz anders“: Armin Rohde 

Fifty - Das Magazin für die besten Jahre, 26.05.2010
Als seine Eltern erfuhren, dass ihr Armin Schauspieler werden wollte, waren sie glücklich. Endlich wusste er, was er wollte.
Vielleicht hatte sich der Arbeitersohn zunächst nur nicht getraut, einfach das zu beginnen, was schon lange in ihm brannte. Ins Theater waren seine Eltern nie gegangen, aber Armin hatte durch die Schule Gelegenheit dazu gehabt. Besonders berührt und inspiriert hat ihn die große Pina Bausch mit ihrer Choreographie von Igor Strawinskys „Le sacre du printemps“. Er schreibt: „Ich hatte noch nie so etwas Aufregendes gesehen. Elektrisiert ist überhaupt kein Ausdruck dafür. Ich stand in Flammen. (…)“
Doch bis zum Entdeckt-Werden war es noch eine Weile hin. (…) Aber dann schaffte er die Prüfung an der Folkwang-Hochschule in Essen. „Folkwang, das klang wie Himmel, Walhalla und Olymp zusammen“ erinnert sich Rohde.

 

Von der Kulturhauptstadt in die Metropole

taz Berlin, 21.05.2010
Gipfeltreffen im Labor
Malerei- und Fotografieabsolventen aus Berlin und Essen sind für ein paar Wochen in der Kommunalen Galerie in Charlottenburg zu sehen
Für ein paar Wochen verwandelt sich die Kommunale Galerie in Charlottenburg in ein Kunstlabor der besonderen Art. Es sind junge Malerei- und Fotografieabsolventen aus der Berliner Universität der Künste und der Essener Folkwang Universität der Künste zu Gast.
„Meeting Point“ ist der Auftakt einer von der Leiterin Elke von der Lieth neu konzipierten Reihe, die vielversprechende Arbeiten aus zwei Kunstakademien vorstellt.
Keine andere Kunsthochschule in der Bundesrepublik wird derart mit qualitätsvoller junger Fotografie in Verbindung gebracht wie die Folkwang Universität der Künste in Essen. Entsprechend versammelt der von Dr. Uwe Schramm kuratierte Teil der Ausstellung auch exzellente und vielversprechende junge Künstler, die sich intensiv mit dem Medium und seinen Implikationen auseinandersetzen (…).
„Meeting Point“ ist der Auftakt zu einer Reihe, die sich Freunde junger Kunst auf den Merkzettel schreiben sollten.
Angela Hohmann

WAZ Essen, 26.05.2010
Schauplatz “Kommunale Galerie Berlin” in Charlottenburg: Kürzlich eröffneten der dortige stellvertretende Bezirksbürgermeister und Essens Kulturausschussvorsitzender Norbert Kleine-Möllhoff die Ausstellung “Meeting Point”. Sieben Fotografie-Diplomanden der Folkwang Universität stellen mit sieben Malerei-Schülern der Klasse Burkhard Held der Universität der Künste (UdK) aus.
Im Falle von “Meeting Point” ist es für die jungen Fotografen mehr als eine reine Präsentationsfläche. “Die Essener Absolventen haben über die Ausstellung einen Fuß in der Berliner Tür”, erklärt Kurator Uwe Schramm vom Kunsthaus.
Bei “Meeting Point” steht neben dem künstlerischen Austausch auch das Austesten der Gattungsgrenze zwischen Fotografie und klassischer Malerei im Vordergrund.
Bis 4. Juni, “Kommunale Galerie Berlin”, Hohenzollerndamm 176, www.kommunalegalerie-berlin.de 
Tim Walther

Vom Reiz des alten Instrumentalklangs Monteverdis “Marienvesper” in der Werdener Basilika

NRZ Essen, 26.05.2010
... konnte man sich an einer vorbildlichen, klangsinnlichen Wiedergabe erfreuen, die unter Jörg Breiding ganz in den Händen ausgewiesener Spezialisten für historische Aufführungspraxis lag.“Himmlische Cantorey” und Knaberchor Hannover verschmolzen zu einem Gesangsorgan aus jungen, entschlackten Stimmen, die die madrigalesk geprägten Sätze zu mildem Leuchten brachten und zugleich lebendig und deklamatorisch bewusst gestalteten. Dazu steuerte das heimische Ensemble Vox Werdensis quasi aus historischer Urtiefe die gregorianische Einstimmigkeit bei.

Klaus Albrecht

Sahnehäubchen und Sternenklänge - das Folkwang Sinfonieorchester auf Zollverein

WAZ, Oberhausen 13.05.2010
… die Menschen blieben … bis zu den gewaltigen Schlussklängen der 7. Sinfonie von Beethoven bei der Sache. Es war aber auch ein Programm der Sahnehäubchen – von Haydns beliebter, alles andere als niedergeschlagender Trauersinfonie über Mendelssohns allseits präsentem e-Moll-Violinkonzert bis hin zu eben jener A-Dur-Sinfonie, die schon bei Beethovens Zeitgenossen Favoritenstatus besaß.
(...)
Die erst 22 Jahre junge Geigerin Iva Miletic brachte das entwaffnende Ineins des Mendelssohn-Konzerts von effektvoller Virtuosität und eingängiger Melodik mit spielerischer Bravour und Intensität zu großer Wirkung. Schmidt, der dem Orchester immer wieder differenzierte Farben entlockte, garantierte auch in den Sinfonien klanglichen Feinsinn und formale Gradlinigkeit.
Hajo Berns

"Nike" für die Architekten des SANAA-Gebäudes Kazuyo Sejima und Ryue Nishizawa 

FAZ.NET, 09. Mai 2010
Zu den Gewinnern des Architektenpreises „Nike“ zählen in diesem Jahr Kazuyo Sejima und Ryue Nishizawa für ihr Zollverein-Gebäude in Essen. (...) 
Mit ihrem Meisterwerk des Minimalismus, in dessen Fassade 134 quadratische Fenster in unterschiedlicher Größe und scheinbar zufälliger Anordnung geschnitten sind, sei es Kazuyo Sejima und Ryue Nishizawa gelungen, „in einer äußerst heterogenen, neu zu codierenden städtebaulichen Situation ein zeitgemäßes und gleichzeitig zeitlos poetisches Zeichen zu setzen, das diesen Ort neu generiert und mit ruhiger Ausstrahlung in einen zukünftigen Transformationsprozess begleitet“.
Andreas Rossmann

Das Thema Singen mit Kindern ist an den Musikhochschulen angekommen

nmz Hochschulmagazin, Mai 2010
Singen lernen mit Kindern ist eine der pädagogischen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts(...) So reagieren Hochschulen mit pädagogischen Zusatzangeboten und neu konzipierten eigenständigen Studiengängen. Die erste Professur dafür bekam Werner Schepp an der Folkwang Hochschule (...) "Die Erkenntnis der Bedeutung des Singens mit Kindern für deren persönliche Entwicklung bzw. Persönlichkeitsentwicklung einerseits und das neu geschaffene öffentliche Interesse andererseits sowie die sich ständig wandelnden Berufsbilder erfodert eine für dieses Fach spezifische fundierte Ausbildung", erläutert Schepp. Zum Wintersemester startet in Essen der neue Master-Studiengang "Leitung vokaler Ensembles", der sich vor allem an Absolventen der Studiengänge Kirchenmusik, Lehramt Musik, Diplom-Musikpädagogik, Dirigieren und Gesang richtet. Ulrike Langer

Zur Ausstellung "Ruhrblicke" im SANAA-Gebäude

Süddeutsche Zeitung, 05.05.2010
Und so spannt sich der Bogen dieser bemerkenswerten Ausstellung von vertraut wirkenden Bildern rauchender Schlote und moderner Arbeits- und Kulturstätten bis hin zu sehr subjektiven Porträts. (...)
„Auftrag zum Selbstauftrag“ hat der Kurator Thomas Weski als Devise vorgegeben und die Stars der deutschen Dokumentarfotografieszene versammelt (…)
Die Ruhe, eine den Bildern innewohnende Stille spielt eine der Hauptrollen in dieser Schau. Die Ausstellungsarchitektur von Kuehn Malvezzi – meterhohe Wände, eigene Räume für jeden Künstler, verschieden ausgerichtet, ein Irrgarten der Sichtweisen – kam dem sehr entgegen. Wie ein Monolith erhebt sich das Sanaa-Gebäude auf dem Gelände des UNESCO-Welterbes Zeche Zollverein in Essen. Das japanische Architekturbüro Sanaa … hat es vor vier Jahren fertig gestellt: Kurz residierte die inzwischen geschlossene Zollverein School of Management and Design in dem Kunstwerk der Ästhetik, nun wird die Folkwang-Uni die Räume für sich nutzen.
Nadine Barth

RUHR.2010-TV-Special „Ruhrblicke“
Im Interview mit Moderator Markus Heidmeier ist diesmal der Kurator der Ausstellung Thomas Weski zu sehen. Außerdem berichten vier der elf Künstler, wie sie zu  „Ruhrblicke“ gekommen sind und aus welchen Perspektiven sie die Ausstellung im SANAA-Gebäude auf Zollverein betrachten. Matthias Koch, Candida Höfer, Andreas Gursky und Jörg Sasse erzählen von einem einmaligen Fotografieprojekt und machen Lust, sich die Ausstellung vor Ort anzuschauen.

Den Beitrag finden Sie hier

Welt am Sonntag, NRW, 25.04.2010
Steht man im Inneren des Kubus, so eröffnet sich eine Sicht aus das Ruhrgebiet, wie sie Fotografen nicht besser festhalten könnten. Man blickt durch die gerahmten Fenster auf Schachtanlagen, Wohnblocks, Kleingärten, Straßenzüge. Es sind authentische Momentaufnahmen, geschossen mit den eigenen Augen. Gegen diese faszinierenden, subjektiven Ausblicke verteidigen die Künstler der Ausstellung nun ihre Positionen. (...)
„Ruhrblicke“, so kann man festhalten, gibt den banalen Klischees des Ruhrgebiets wenig Raum und gewinnt neue Erkenntnisse über diese Region im Umbruch. Auch der Blick aus dem Fenster bestätigt: Das Ruhrgebiet hat ein neues Gesicht.
Christiane Hofmanns

Zur Ruhrtriennale 2010

come-on.de, 29. April 2010
Die Ruhrtriennale versteht sich als Teil des Kulturhauptstadt-Programms. Eins der wichtigsten Stücke des großen Henze-Projekts ist die Uraufführung der Oper „Gisela“. Der 84-jährige Komponist lässt das Werk im Ruhrgebiet spielen, und weil es auch für junge Interpreten gedacht ist, wirken unter Leitung des führenden Musiktheater-Regisseurs Pierre Audi vor allem junge Akteure von der Folkwang Universität mit.

Den kompletten Artikel finden Sie hier.

Folkwang Professor Johannes Klaus inszeniert "Iskender" auf Zollverein

Haltener Zeitung, 30. April 2010
(…) aktionsgeladen beginnt das gut zweistündige interkulturelle Stationentheater „Iskender“. Am Donnerstag feierte es als Ruhr.2010-Projekt seine umjubelte Premiere. (...)
Johannes Klaus setzte mit seiner Abschlussklasse der Folkwang Universität, Studiengang Schauspiel Bochum, und den Profis Renan Demirkan und Lisa Quarg die Geschichte von Migration und der heilenden Kraft der Liebe für Zuschauer ab acht Jahren in Szene. (...)
Asafs Odyssee (…) vollzieht auch das Publikum wandernd mit. Drei Schauspielstudenten leiten die Theaterbesucher durch die Mischanlage und ziehen die räumlichen Begebenheiten wunderbar in ihr Spiel ein. (...)
In der dicht und plakativ erzählten Geschichte agierten die Studenten nicht nur in wechselnden Rollen, sondern sorgten auch mit Klarinettist Helmut Eisel für die Live-Musik.
Britta Helmbold

NRZ, 27. April 2010
Interkulturelles Stationentheater - das klingt nach Anspruch. Und ansprechen will das Stück "Iskender" ja außerdem, und zwar über Grenzen hinweg. Und das nicht zuletzt durch Darstellerinnen wie Renan Demirkan, geboren in Ankare, sowie die Folkwang Absolventinnen Lisa und Laura Quarg. (...) Die Zusammenarbeit mit Regisseur Johannes Klaus bezeichnen sie als "außerordentlich" fruchtbar. "Er lässt uns großen Freiraum und bringt viel Ruhe mit in die Proben." (...) Insgesamt sind acht acht Aufführungen auf Zollverein geplant. Angedacht ist zudem, mit dem Stück nach Istanbul zu gehen.

Weitere Termine: 3., 5. und 13. Mai, 11 Uhr
1., 2., 9. und 14. Mai, 19 Uhr
Karten: 0201 8122 200

Gémeaux Quartett ist neues Folkwang Ensemble in Residence

WAZ, 26. April 2010
Bei ihrem ersten Auftritt in Werdens heiligen Hallen überraschten Anne Schoenholtz und Manuel Oswald (beide Violine), Sylvia Zucker (Viola) und Uli Witteler am Violoncello das Publikum mit dem Quartett Opus 106 G-Dur von Dvorák und dem Quartett Nr. 2 von Leos Janácek. Anne Schoenholtz ließ ihre Geige zwitschern, strich immer wieder nur kurz mit dem Bogen, um die sich entfaltende Melodie von zweiter Geige und Viola wie mit einer frechen Interjektion zu konterkarieren.
Beatrix Stan

Wiedereröffnung des Ost-Flügels 

WAZ, 22. April 2010
Wenige Ereignisse haben so gravierend in das Hochschulleben eingegriffen und Folkwang bis heute erschüttert wie das verheerende Feuer, das im Februar vor zwei Jahren den Ostflügel in Schutt und Asche legte. (...) Pünktlich zum Sommersemester nehmen die Folkwängler vom wieder hergestellten Ostflügel Besitz. Und die vier Millionen Euro, die das Land schnell und unbürokratisch für die Sanierung bereit stellte, wie Rektor und Kanzler gleich mehrfach betonen, haben sich gelohnt. (...) Die 37 Probe- und Unterrichtsräume erreicht man über schlicht-elegante Treppenhäuser in einem Materialmix aus Stahl und Naturstein. Unterrichts- und Proberäume kommen dezent in Grau und Weiß daher. Sehr angenehm: Ein moderner Akustikschutz an Decken und Türen ermöglicht "emissionsfreies" Üben.
Dirk Aschendorf

Französische Woche der Cembaloklasse Prof. Christian Rieger

NRZ Duisburg, 22. April 2010
Bei seinem Eröffnungskonzert weihte Rieger zugleich das neue, von Detmar Hungerberg angefertigte Cembalo der Abteilung ein, das sich an der barocken Bauweise von Girolano Zenti orientiert, dessen Instrumente gleichfalls am französischen Hof Einzug erhielten. (...)
Trotz der eingeschränkten Anschlagsmöglichkeiten, die ein Cembalo bereit hält, gelang es Rieger, die stilistische Vielfalt der Werke lebendig und einfühlsam zur Geltung zu bringen.
Pedro Obiera

Folkwang Studierende führen durch "Ruhrblicke"

WAZ, 22. April 2010
An diesem Mittwochnachmittag (...) befindet sich Kurator Thomas Weski in der exklusiven Lage, als einziger Zuhörer gleich von einem guten Dutzend kundiger Studenten durch die Ausstellung geführt zu werden. Die heißt "Ruhrblicke" und gilt als einer der Höhepunkte des Kulturhauptstadtjahres. (...)
Ein Semester lang haben sich 14 Studenten aus dem Fachbereich Gestaltung der Folkwang Universität auf die Aufgabe vorbereitet, Ausstellungsbesuchern einen Zugang zu den Fotografien zu vermitteln.
Christina Wandt

next 1 - discussing photography

 

pr.center.de, 27.04.2010
Sechs Institutionen aus Essen, Bochum und Dortmund haben sich auf Initiative von Ute Eskildsen, Fotografische Sammlung im Museum Folkwang Essen, zusammengeschlossen, um die erste Ausgabe von next 1 zu konzipieren: das Kunsthaus Essen, der Kunstverein Ruhr, die Galerie Schütte aus Essen, die Galerie m Bochum, die Folkwang Hochschule Essen und die Fachhochschule Dortmund. Die vorhandene Infrastruktur im Ruhrgebiet, mit international renommierten Ausbildungsstätten und Museen, Ausstellungshäusern und privaten Galerien, bietet hervorragende Möglichkeiten zum Austausch mit zahlreichen Gästen: Die Plattform next 1 - discussing photography begrüßt im Mai 2010 junge Kritiker, Kuratoren und Fotografen . In der Woche vom 17. bis 22. Mai erlaubt die Konzentration auf drei Städte, einen Überblick über die Fotolandschaft im Ruhrgebiet zu gewinnen.

Den kompletten Artikel finden Sie hier

Folkwang Alumnus Hans Neuenfels zeigt Rihms "Proserpina" 

NRZ Feuilleton, 16. April 2010
(...) doch mit Wolfgang Rihms vor elf Monaten in Schwetzingen uraufgeführten Oper "Porserpina" in der Regie von Hans Neuenfels und seinem vorbildlichen musikalischen Niveau zementiert das Haus (Wuppertaler Bühnen, Anm. der Redaktion) das hohe Ansehen, das es mit Recht genießt. (...) All das inszeniert Neuenfels alles andere als plakativ, sondern bewahrt mit entsprechender Dezenz stets die Würde der Frau. (...) Einen fast 70-minütigen Monolog spannend zu inszenieren, ist nicht leicht. Umso eindrucksvoller gelingt es Neuenfals, den Charakter der Frau durch die nuancierte Charakteristik der stummen Parzen, die virtuos in schillernde Rollen und Posen schlüpfen, noch plastischer herauszustellen.
Pedro Obiera

Morgenstern Trio gewinnt Sympathiepreis

Rhein-Zeitung, 23.03.2010
Sympathie ist nicht unbedingt direkt verknüpft mit musikalischer Kompetenz. Aber manchmal trifft eben beides doch zusammen. So beim "Stars von morgen"-Konzert der Internationalen Musiktage Koblenz (IMK) in der Sparkasse Koblenz: Da fiel der Sympathiepreis nicht nur an die sympathischsten, sondern auch an die interpretatorisch überzeugendsten Wettbewerber - an das 2004 an der Folkwang Hochschule gegründete Morgenstern Trio. Das junge Ensemble mit der Pianistin Catherine Klipfel, dem Geiger Stefan Hempel und dem Cellisten Emanuel Wehse gehört allemal zu den zukunftsträchtigen Trios.
Lieselotte Sauer-Kaulbach

Pritzker-Preis für die Architekten des SANAA-Gebäudes Kazuyo Sejima und Ryue Nishizawa 

Kölner Stadt-Anzeiger, 30.03.2010
Prof. Kurt Mehnert im Gespräch mit Kerstin Meier
"Die Folkwang Hochschule hat das SANAA-Gebäude (...) seit dem ersten Januar gemietet
. Das ist für uns natürlich auch jenseits dieses Preises toll. Aber dadurch wird die Leistung der Architekten geadelt - schließlich ist der Pritzker-Preis für die Architektur ja sowas wie der Oscar für die Filmbranche. (...) Ich glaube, dass der Ort trotz seiner Transparenz auch Konzentration schafft. Weil er auf das Wesentliche reduziert ist, aber auch Ausblick und Weitblick erlaubt. Die Umgebung hat großen Einfluss auf das Gestalterische. Essen kann sich glücklich schätzen, so einen Bau zu haben. Und die Hochschule kann sich genauso glücklich schätzen, diesen Bau nutzen zu können."

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.03.2010
Zu ihren bekanntesten Bauten zählt das "New Museum" in New York, die Essener "Zollverein School" (jetzt SANAA-Gebäude & Folkwang Standort, Anm. d. R.) und zuletzt der Campus der ETH Lausanne. Die auch als "Nobelpreis für Baukunst" bezeichnete Auszeichnung wird damit an ein Duo verliehen, das so konsequent wie kaum ein anderes die Formen von privaten und öffentlichen Räumen in Frage stellt; beide gelten als Begründer einer "neuen japanischen Schule".

Tanztheater "Cirko" in der Zeche 1

Ruhr Nachrichten, 30.03.2010
"Wir sind die einzige Schauspielschule in Deutschland, in deren Curiculum die Aufführung eines Tanztheaters enthalten ist", erzählt Anna Pocher, Choreographin und Dozentin an der Folkwang Universität, Studiengang Schauspiel Bochum. (...)
Dann begann die Aufführung. Für die acht Studierenden die erste Aufführung vor zahlendem Publikum. Eine Stunde lang wirbelte, tanzte und sprang das Ensemble über den schwarzen Bühnenboden, zeigte akrobatische Leistungen und großes tänzerisches Können. (...) Das Publikum spendete reichlich Applaus.
efa

Präsentation der Semesterabschlussarbeiten Industrial Design

WAZ, 17.03.2010
Die Präsentation, die nur an einem Tag zu sehen war, diente dem Studiengang Industrial Design als Werbemaßnahme in eigener
Sache. (...) Mit öffentlichen Projektpräsentationen, wolle man auch Abiturienten für das Studium begeistern. (...)
Eine Erkenntnis hielt die Schau jedoch für alle bereit: Namlich, dass alles, was wir täglich in den Händen halten, einmal gestaltet, besser gesagt: "designt", wurde.
Marcus John

2. Biennale Tanzausbildung

NRZ, 09.03.2010
1981 choreographierte Susanne Linke ihr "Frauenballett". Für die 2. Tanzbiennale Tanzausbildung studierte sie es jetzt neu ein, wie damals auch heute mit dem Folkwang Tanzstudio. (...)
Trotzdem funktioniert das "Frauenballett" auch im Jahr 2010. Vielleicht liegt es an der konzentrierten, strengen Form der Choreographie, die sich zeitlos über die Jahre rettet, vielleicht an der Komik, mit der sich die Tänzer den Rollenklischees nähern.
Sarah Heppekausen

WAZ, 04.03.2010
"The show must go on" ist eine lachende Provokation, die Uraufführung 2001 war ein Skandal. Noch die öffentliche Generalprobe in Essen weckte vereinzelt Erbitterung: Das gehört nicht nach Folkwang! Die Reaktion ist immanent und also völlig in Ordnung; trotzdem ist es schön, dass bei der Eröffnung das Publikum geschlossen jubelte und mitspielte (...).
Wer das erlebt hat, geht glücklich nach Hause. Er hat auf die witzigste, hinterhältigste, charmantestes Weise erfahren, wie aus Kunst Interaktion entsteht und warum es nicht klug ist, wenn man sich darauf verlässt, dass immer alles bleibt, wie es war.
Gudrun Norbisrath

WAZ, 02.03.2010
"Modelle der Rekonstruktion" heißt das diesjährige Motto. Es fokussiert das künstlerische Erbe aus Sicht der Ausbildungsinstitutionen. Lutz Förster hat es sich ausgedacht. Der Tanz-Professor der Folkwang Universität ist künstlerischer Leiter der Biennale. (...)
Auch wenn Lutz Förster versichert, dass es in der kommenden Woche nur Highlights zu sehen geben wird, freut er sich persönlich besonders darüber, dass Jérôme Bel seine erfolreiche Choreographie "The Show must go on" zum ersten Mal an Studenten weitergibt. "Normalerweise macht er das nicht."
Sarah Heppekausen

Musica enchiriadis - Die Entdeckung der Mehrstimmigkeit

WAZ, 08.02.2010
Wunderbare Klänge! Die Hörer von Heute ließen sich vom Mysterium alter Kirchengesänge mitreißen. Dagmar Schenk-Güllich

Werdener Nachrichten, 12.02.2010
Als die Sänger der vox werdensis am Ende des Abends mit einem Ludgerus-Lob auf den Lippen hinunter in die Krypta zogen, da schien es wie der Nachklang eines Traumes. Selten war ein Konzert so räumlich gewesen und hatte die Ohren geöffnet für den Ort, an dem sie entsteht. (...)
Hinhören und Hinschauen wurden wieder zum Erlebnis in einem Raum, dessen Mauern oft genug erbeben vom Orgelklang von hinten oder von vorn Chören, die dreistellige Zahlen von SängerInnen auf Podesten schichten. Hier schienen sich die Wände neugiereig dem zu Hörenden entgegen zu neigen.
Gereon Buchholz