Music

Dirk von Lowtzow

Sänger, Komponist, Autor

Dirk von Lowtzow (* 21. März 1971 in Offenburg) ist Sänger und Gitarrist bei der deutschen Rockband Tocotronic und Komponist. Seit 2001 veröffentlicht er zudem zusammen mit Thies Mynther Musik unter dem Namen Phantom/Ghost. Weiterhin lieh er Stücken von Sharon Stoned, Justus Köhncke, Tilman Rossmy, Frittenbude, Dillon, DJ Koze und den Beatsteaks (für die Fatih Akin-Verfilmung von 'Tschick') seine Stimme.

2003 veröffentlichte Dirk von Lowtzow für Deutsche Grammophon das Hörbuch "H.P. Lovecraft: Pickman's Modell; Musik des Erich Zann". 2010 las er den Roman 'Faserland' von Christian Kracht für das Hörbuch "Tryptichon". 2007 erschien sein Buch Dekade bei der Galerie Buchholz. Es enthält eine Auswahl an Tocotronic-Texten, Fotos der Band sowie Bilder befreundeter Künstler. Dirk von Lowtzow ist Mitglied im Beirat der Zeitschrift Texte zur Kunst, für die er zehn Jahre als Autor tätig war. Außerdem unterstützt er die „Aktionswochen gegen Antisemitismus“ der Amadeu Antonio Stiftung sowie die linksradikale Jugendzeitschrift "Straßen aus Zucker". 2015 schrieb und arrangierte er die Musik zu seiner und René Polleschs Oper "Von einem, der auszog, weil er sich die Miete nicht mehr leisten konnte“ an der Volksbühne Berlin.

Mit seiner Hamburger Rock-Band Tocotronic veröffentlichte Dirk von Lowtzow bereits 11 Alben. Der Bandname ist abgeleitet von einer japanischen Spielkonsole namens Tricotronic, einem Vorgänger des Game Boys. In ihrer Ursprungsphase galt Tocotronic als zentraler Teil der Stilrichtung Hamburger Schule neben den Bands Blumfeld und Die Sterne. In den späten 1990er Jahren wurde Tocotronic kommerziell erfolgreich: Seit K.O.O.K. (1999) erreichte jedes Album die Top 10 der deutschen Album-Charts. Das Album Schall & Wahn (2010) platzierte sich als erstes Tocotronic-Werk auf Platz 1. Tocotronics Alben und Songs platzierten sich regelmäßig in den Kritiker- und Leser-Bestenlisten der deutschen Musikpublikationen intro, Musikexpress, Rolling Stone, Spex und Visions[3] und rangieren dort nach der Häufigkeit der Nennungen auf dem 4. Platz (Stand Februar 2013). Im Mai 2015 veröffentlichte Tocotronic ihr aktuelles Album, das aufgrund der Farbe des Covers auch „Rotes Album“ genannt wird.