printed matter

Diplom (Kommunikationsdesign) von Anne Lochmann | Wintersemester 2011/12

_Anne Lochmann

Fotografische Vorlagen aus Werbeanzeigen und Plakaten bilden das Rohmaterial.
Spuren und Hinweise auf die ursprüngliche Verwendung als Reklamebild wurden entfernt. Die Bilder als solche werden ohne Botschaft und frei vom Werbezwang reproduziert und in einen anderen Kontext gestellt.

Durch Zerlegung und Fragmentierung des Motivs sind nur einzelne Teile der Fotografie sichtbar. Es entstehen Leerstellen im Bild, die beim Betrachten ergänzt werden. Die Bildinformation ist fragmentiert und muss selbst zusammengesetzt werden.

Bilder, mit denen geworben wird, sind meistens überzeichnet und dramatisiert, aber auch von einer seltsam gesteigerten Lebendigkeit. Sie sind aber nicht fiktiv. Sie sind Teil der Welt. Werbebilder gehören zur kollektiven Erinnerung. Es bleibt offen, ob und auf welche erinnerten Bilder zurückgegriffen wird, um die Fotografien zu vervollständigen.

Durch Aneignung fremden Bildmaterials aus dem Werbekontext werden Autorenschaft und Originalbegriff infrage gestellt. Eine konventionelle Hierarchie der Bilder, in der Gebrauchsmaterial und Kunst in einer festen Ordnung ihren Platz am jeweiligen Ende der Skala haben, ist wertlos

Abschlussarbeit
Wintersemester 11/12

Studiengang/Bereich:
Gestaltung
Photography

supported by
Prof. Gisela Bullacher